Pompeo: Chinas rücksichtslose Labore gefährden die Welt

Epoch Times25. Februar 2021 Aktualisiert: 25. Februar 2021 14:37
Peking wolle nicht, dass die Welt den wahren Ursprung des Coronavirus und seine schwerwiegenden Versäumnisse in der Biosicherheit erfährt, schreiben Mike Pompeo und Miles Yu in einem Kommentar für das „WSJ“. Die KPC müsse dringend ihren Kurs ändern.

„Die Kommunistische Partei Chinas ist besessen von Viren“, schreiben Ex-US-Außenminister Mike Pompeo und sein Berater Miles Yu in einem Kommentar für das „Wall Street Journal“. Was sie zu diesem Statement hinreißen ließ, ist offenbar eine Behauptung chinesischer Wissenschaftler, dass sie in rund einem Jahrzehnt fast 2.000 neue Viren entdeckt hätten. Der Rest der Welt bräuchte dafür 200 Jahre.

Das Beunruhigendste daran sei allerdings nicht die Anzahl, sondern die Nachlässigkeit der Partei in Bezug auf die biologische Sicherheit, schreiben sie. Die Kosten und das Risiko für die Weltgesundheit seien enorm. Das beweise der Ausbruch des neuartigen Coronavirus aus einem Labor in Wuhan. Gleichzeitig fordern sie die Welt auf, „die Kommunistische Partei Chinas zur Rechenschaft“ zu ziehen und Peking zu bestrafen, „wenn es die globalen Biosicherheitsstandards, einschließlich grundlegender Transparenzanforderungen, nicht einhält“.

Es gebe Beweise, dass das Virus aus Wuhan kam, wenn auch „größtenteils Indizien“. Das Wuhan-Institut für Virologie (WIV) könne man deshalb „als die Quelle von COVID-19“ ansehen. In Amerika sei man diesbezüglich „überparteilich besorgt“. Selbst die Biden-Administration habe „tiefe Bedenken“ über die Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in den frühen Tagen der Pandemie, insbesondere über die Einmischung Pekings in die Arbeit der Ermittler, so Pompeo und Yu.

Weiter weisen sie darauf hin, dass die Welt schon lange wisse, dass „das WIV ein großes Risiko für die globale Gesundheit“ darstelle. Dokumente aus dem Jahr 2018 hätten schon vor den Problemen des Instituts in Bezug auf die biologische Sicherheit gewarnt. Daraus sei hervorgegangen, „dass der ACE2-Rezeptor von SARS-CoV-2, der von WIV-Wissenschaftlern identifiziert wurde, eine Übertragung von Mensch zu Mensch ermöglichen würde“.

Yuan Zhiming, der damalige Direktor des WIV-Labors der Biosicherheitsstufe 4, habe gewarnt: „Das Biosicherheitslabor ist ein zweischneidiges Schwert.“ Es könne „zum Nutzen der Menschheit eingesetzt werden, aber auch zu einer Katastrophe führen“.

Denn das WIV habe das Virus übertragende Tiere schon als Haustiere verkauft. Darauf hätten mehrere chinesische Blogger hingewiesen. Auch auf lokalen Nassmärkten seien Tiere aus dem Labor aufgetaucht. Nach dem Ausbruch in Wuhan habe ein inzwischen verschwundener Blogger einen WIV-Forscher aufgefordert, die Biosicherheitspraktiken des Labors in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Das Angebot wurde laut Pompeo und Yu ignoriert.

Weiter schreiben sie, im Jahr 2015 habe die Labormitarbeiterin Dr. Shi Zhengli in einem Artikel zugegeben, „dass ihr Team ‚Chimäre‘- und ‚Hybrid‘-Viren aus Hufeisenfledermäusen entwickelt habe“. In einem Artikel aus dem Jahr 2019 mit dem Titel „Bat Coronavirus in China“ warnten Shi und ihre Co-Autoren: „Es ist sehr wahrscheinlich, dass zukünftige SARS- oder MERS-ähnliche Coronavirus-Ausbrüche von Fledermäusen ausgehen werden, und es besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass dies in China geschehen wird.“ Zu dieser Zeit beherbergte das WIV Zehntausende Fledermausvirusproben und Versuchstiere.

China will natürlich nicht, dass das Labor international überwacht wird. Obwohl es mit französischer Unterstützung gebaut wurde, habe China sein Versprechen aufgekündigt, französischen Wissenschaftlern zu erlauben, dort an wichtigen Forschungen teilzunehmen, so Pompeo und sein China-Berater weiter. „China akkreditierte daraufhin WIV durch seine eigene Agentur als einzige Level-4-Einrichtung und die Nationale Gesundheitskommission des Landes genehmigte es schnell für den Umgang mit einigen der gefährlichsten Viren der Welt“, schreiben sie.

Das chinesische Ministerium für Wissenschaft und Technologie hat 2016 eine umfassende Sicherheits- und Managementuntersuchung von Chinas 75 Bioforschungslaboren durchgeführt und festgestellt, dass das WIV in Bezug auf die Qualität nicht einmal unter den Top 20 zu finden war.

China entwickelt Biowaffen

Wie die „Washington Times“ im September 2020 berichtete, gab ein hoher Beamter innerhalb der Regierung unter dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump im Mai bereits bekannt, dass China an Biowaffen-Geheimprojekten arbeitet, unter anderem, um bestimmte ethnische Gruppen mit Krankheitserregern zu bekämpfen: „Wir sehen uns potenzielle biologische Experimente an ethnischen Minderheiten an“, so der ranghohe US-Beamte, der nicht näher benannt wurde.

Im April flüchtete die chinesische Virologin Yan Limeng aus Hongkong in die Vereinigten Staaten. Sie beschuldigte China, das Coronavirus aus zwei in PLA-Laboren gelagerten Coronaviren von Fledermäusen (ZC45 und ZXC21) entwickelt zu haben. Den Ursprung der Pandemie sah Dr. Yan damit im Wuhan-Institut für Virologie – und nicht auf dem Fischmarkt der Stadt.

Wie Pompeo und Yu schreiben, habe die Volksbefreiungsarmee (PLA) auch zugegeben, Biowaffen zu entwickeln. Im Jahr 2011 habe China die Internationale Konferenz zur Überprüfung der Konvention über biologische Waffen und Toxinwaffen darüber informiert, dass seine Militärexperten an der „Schaffung von künstlichen Krankheitserregern“, „Genomik, die die Grundlage für die Transformation von Krankheitserregern legt“, „Populations-spezifischen genetischen Markern“ und „gezielter Medikamentenabgabe-Technologie“ arbeiteten.

Eine PLA-Studie aus dem Jahr 2015 behandelte den Ausbruch des SARS-Coronavirus im Jahr 2003 als eine „zeitgenössische genetische Waffe“, die von ausländischen Kräften eingesetzt wurde. „Und im Januar 2021 bestätigte das Außenministerium, dass im Herbst 2019 Menschen am WIV auf mysteriöse Weise erkrankt waren und dass das WIV geheime Biowaffenforschung mit der PLA betreibt“, so die US-Experten.

Pompeo und Yu sind sich einig, dass die Rücksichtslosigkeit der Kommunistischen Partei Chinas „die Welt schon zu viel gekostet“ habe. Ihre Verschleierungstaktik garantiere aber, dass dies nicht die letzte Tragödie gewesen sein wird. Dabei zählen sie auf, wie sich der Ein-Parteien-Staat nach dem Ausbruch verhalten habe: „Er ordnete die Zerstörung von Virusproben an, die von den ersten Patienten gesammelt wurden. Er verbot die Freigabe von Schlüsseldaten. Er brachte Journalisten, Ärzte und Wissenschaftler zum Schweigen. Und er hat die Untersuchung der WHO behindert.“ Peking wolle nicht, dass die Welt den wahren Ursprung des Coronavirus und seine schwerwiegenden Versäumnisse in der Biosicherheit erfährt, schreiben sie.

Ihr Fazit: „Die chinesische Regierung muss ihren Kurs ändern. Sie muss ihre Biosicherheitssysteme offenlegen, ihre Fehler korrigieren und ihre gefährlichen Ambitionen einschränken. Leben und Lebensgrundlagen auf der ganzen Welt stehen auf dem Spiel. Wir alle haben die Verantwortung, dafür zu sorgen, dass die Kommunistische Partei Chinas keinen Freifahrtschein erhält.“ (nmc)



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