Schüler in Texas.Foto: Francois Picard/AFP via Getty Images

Texas will „Kritische Rassentheorie“ aus Klassenzimmern verbannen

Von 27. Mai 2021 Aktualisiert: 27. Mai 2021 12:30
Es geht um die Köpfe der Jüngsten: Eine zunehmende Anzahl von US-Bundesstaaten wehrt sich gegen Lehrinhalte an Schulen. Mit der "Kritischen Rassentheorie" werden Schülern und Studenten Konzepte eingeimpft, dass Amerika ein grundlegend rassistisches Land mit einer "weißen Vorherrschaft" ist.

Der Senat des US-Bundesstaates Texas hat am 22. Mai einen Gesetzentwurf verabschiedet, der es Schulen verbietet, die „Kritische Rassentheorie“ (Critical Race Theory, CRT) als verbindlichen Unterrichtsinhalt vorzuschreiben. Das Gesetz HB 3979 erwähnt die CRT nicht namentlich, zielt aber offenbar darauf ab, die quasi-marxistische Ideologie in öffentlichen Schulen und Schulen in freier Trägerschaft zu untersagen.

Demnach dürfen Lehrer, Sachbearbeiter und Angestellte von staatlichen Behörden, Schulbezirken und Schulen in freier Trägerschaft keine Inhalte mehr lehren, dass eine Rasse einer anderen Rasse oder einem anderen Geschlecht von Natur aus überlegen ist. Oder dass ein Individuum aufgrund seiner Rasse oder seines Geschlechts von Natur aus rassistisch, sexistisch oder unterdrückend ist.

Auch dürfen Lehrer nicht gezwungen werden, diese umstrittenen Themen der öffentlichen Politik oder des Sozialwesens in den Fächern texanische Geschichte, US-Geschichte, Weltgeschichte, Regierung, Staatsbürgerkunde, Sozialkunde oder ähnlichen Fächern zu diskutieren.

Sollte sich ein Lehrer dazu entscheiden, das Thema aufzugreifen, muss es aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden. Keiner Perspektive darf Vorzug gegeben werden. Der Gesetzentwurf verlangt von der bundesstaatlichen Schulbehörde darüber hinaus die Einführung einer staatsbürgerlichen Erziehung.

Diese soll das Verständnis der Schüler für die moralischen, politischen und intellektuellen Grundlagen der amerikanischen Geschichte und Tradition sowie für die Gründungsdokumente der Vereinigten Staaten fördern.

Die untere Kammer des Lone Star State hat das Gesetz am 11. Mai verabschiedet, muss es aber noch einmal genehmigen, um es an die Änderungen des Senats anzupassen.

Förderung der „Kritischen Rassentheorie“ durch die Biden-Administration

Die „Kritische Rassentheorie“ vertritt die Idee, dass Rasse nicht natürlich, sondern sozial konstruiert ist, um Minderheiten zu unterdrücken und auszubeuten. Sie ist ein Ableger der quasi-marxistischen „Kritischen Theorie“ der Sozialphilosophie, die von der „Frankfurter Schule“ gelehrt wurde.

Der Ex-Präsident Donald Trump unterzeichnete im September 2020 einen Erlass, der CRT-Trainings in Bundesbehörden verbot. Das Weiße Haus bezeichnete sie damals als „antiamerikanische Propaganda.“

Von seinem Nachfolger Joe Biden und seiner Administration wird die sozialistische Ideologie jedoch zunehmend eingeführt. Kurz nach der Amtsübernahme machte Biden Trumps Dekret rückgängig und forcierte CRT-Trainings an allen Fronten.

Noch letzte Woche hat sich der Space-Force-Kommandant Matthew Lohmeier gegen die Einführung der CRT in der Armee gewandt. Verteidigungsminister Lloyd Austin hatte den Truppen im Februar einen 60-tägigen „Extremismus-Stand Down“ verordnet, um Bedenken über Extremismus in den Reihen der US-Streitkräfte zu begegnen.

Lohmeier kritisierte, dass alle Dienstleistenden aufgefordert wurden, ein Video des „1619 Project“ der „New York Times“ zu sehen, in dem seiner Meinung nach die Meinung transportiert wird, „dass unser Land böse ist.“

Konservativer Widerstand

Die Bemühungen der Biden-Administration lösten weitreichenden Widerstand von republikanischen Abgeordneten auf Bundes- und Landesebene, von Konservativen und verwandten Organisationen sowie von Eltern aus.

Um die Kinder und Jugendlichen davor zu schützen, versuchen Republikaner die Lehre der „Kritischen Rassentheorie“ aus den Klassenzimmern zu verbannen: Ähnliche Gesetze wie in Texas wurden in Idaho, Oklahoma, Arkansas und Tennessee auf den Weg gebracht.

Die republikanische Gouverneurin von South Dakota, Kristi Noem, nahm sowohl das „1619 Project“ der „New York Times“ als auch die „Kritische Rassentheorie“ ins Visier und lehnte ihre Aufnahme in die Lehrpläne der Schulen ab.

Floridas Gouverneur Ron DeSantis erklärte letzte Woche in einem Interview, dass es eine Beleidigung für die Steuerzahler sei, sie die Lehre von Kindern finanzieren zu lassen, bei der man ihnen beibringt, „ihr Land und sich gegenseitig zu hassen.“

Das Original erschien in The Epoch Times USA mit dem Titel: Texas Senate Passes Bill That Bans Critical Race Theory From Classrooms (deutsche Bearbeitung von mk)



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