Junge Migranten, die aus überfüllten Lagern auf den griechischen Inseln Lesbos und Chios stammen, steigen bei ihrer Ankunft in Deutschland am 18. April 2020 auf dem Flughafen in Hannover aus einem Flugzeug.Foto: RONNY HARTMANN/AFP über Getty Images

120 Migranten und Flüchtlinge aus Griechenland landen in Hannover

Epoch Times11. November 2020 Aktualisiert: 11. November 2020 17:58

Am Mittwochvormittag sind weitere 117 Migranten und Flüchtlinge aus griechischen Lagern in Deutschland eingetroffen. 18 Familien sowie 42 unbegleitete Minderjährige seien in Hannover gelandet, teilte das Bundesinnenministerium mit. Unter den 43 Kindern, die mit ihren Familien eintrafen, sind demnach 21 schwer krank. Alle Neuankömmlinge werden nun auf verschiedene Bundesländer verteilt. Mit ihnen hat Deutschland den Angaben zufolge seit April insgesamt 1.192 Menschen aus Griechenland aufgenommen.

Die Bundesregierung hatte nach den durch Brandstiftung vermutlich Lagerbewohnern entstandenen verheerenden Bränden im Aufnahmelager Moria entschieden, 1.553 Familienangehörige von den griechischen Inseln aufzunehmen, deren Schutzberechtigung zuvor bereits von der griechischen Regierung festgestellt wurde. Zudem beteiligt sich Deutschland an der Aufnahme von 400 unbegleiteten Minderjährigen, die nach den Feuern von der griechischen Regierung aufs Festland gebracht worden waren. Deutschland hat dabei die Aufnahme von 150 Betroffenen zugesagt.

Zudem hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) nach Abstimmung innerhalb der Bundesregierung bereits im März entschieden, im Rahmen einer europäischen Hilfsaktion 243 kranke Kinder einschließlich ihrer Kernfamilien aus Griechenland zu übernehmen. Laut seinem Ministerium beteiligen sich an diesem Programm insgesamt elf EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegen und Serbien.

Grundlage für die Verteilung der Migranten und Flüchtlinge innerhalb Deutschlands ist ein gemeinsames Bund-Länder-Konzept. Dabei werden auch familiäre Bindungen und besondere medizinische Bedarfe der Neuankömmlinge berücksichtigt. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion