Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet sprach am 26. Dezember 2020 vor der zum Impfzentrum umfunktionierten Merkur Spiel-Arena in Düsseldorf zu den Medien über das Impfprogramm gegen SARS-CoV-2 (Covid-19).Foto: THILO SCHMUELGEN/POOL/AFP via Getty Images

Bundesweite Impfkampagne gestartet – Spahn irritiert über vorzeitigen Beginn in Halberstadt

Epoch Times27. Dezember 2020 Aktualisiert: 27. Dezember 2020 10:08
Nach einem Pflegeheim in Sachsen-Anhalt hat am Sonntag auch im restlichen Bundesgebiet die Impfkampagne gegen das Coronavirus offiziell begonnen. Die Impfung ist freiwillig und kostenlos.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wurde vom eigenmächtig vorgezogenen Impfstart im Landkreis Harz überrascht. Ein Sprecher Spahns sagte „Bild am Sonntag“, der Minister wünsche der in einem Pflegeheim in Halberstadt zuerst geimpften 101-jährigen Edith K. „alles Gute“ und freue sich mit ihr. „Allerdings hatten wir mit allen Partnerländern der EU und mit den 16 Bundesländern vereinbart, am Samstag an alle auszuliefern und ab Sonntag gemeinsam mit den Impfungen zu beginnen.“

Jens Spahn twitterte: „Die Impfung ist der Schlüssel raus aus der Pandemie. Dass dieser Impfstoff in Deutschland für uns und für die Welt entwickelt wurde, erfüllt mich mit Stolz“, so der CDU-Politiker.

Die Bundesländer hatten am Samstag die ersten Impfdosen von Biontech und Pfizer bekommen und an die Städte und Landkreise weiterverteilt. In Berlin wurde zum Beispiel am Morgen in einem Pflegeheim eine 101 Jahre alte Seniorin als erste Person geimpft.

Begonnen hatte am Samstag der Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt die Aktion in einem Pflegeheim in Halberstadt. Dort war als erstes eine 101-jährige Frau geimpft worden, im Anschluss weitere Bewohnerinnen und Bewohner sowie Pflegekräfte des Heims. Auch in weiteren Bundesländern waren für den Sonntag Impftermine angesetzt.

Söder dringt auf schnellere Produktion von Corona-Impfstoffen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert mehr Tempo bei der Produktion von Corona-Impfstoffen. „Leider kann es keine schnelle Entwarnung geben. Denn es gibt einfach zu wenig Impfstoff“, sagte Söder der „Bild am Sonntag. „Daher muss das Tempo der Produktion massiv verstärkt werden. Sonst müssen viele Menschen zu lange warten.“

An der zur Verfügung stehenden Menge des Impfstoffes hingen alle anderen Maßnahmen, betonte Söder. „Je mehr Impfstoff, desto mehr Freiheit. Je weniger, desto länger dauern die Beschränkungen.“ Bundesweit sollen die ersten Impfungen am Sonntag beginnen.

Besorgt zeigte sich Söder angesichts der zuerst in Großbritannien entdeckten Coronavirus-Mutation. „Hoffentlich wirkt der Impfstoff auch gegen das mutierte Virus“, sagte er. „Das muss schnell getestet werden.“ Die Virus-Variante war unlängst auch in Deutschland nachgewiesen worden.

EU-weiter Impfbeginn

Der Wirkstoff war am Montag von der EU zugelassen worden. Bis zum Jahresende werden 1,3 Millionen Dosen in der Bundesrepublik erwartet. Zum Impfstart spielen die eingerichteten Impfzentren erst mal keine große Rolle, da zunächst vor allem mobile Teams in Pflegeeinrichtungen unterwegs sind. Es wird damit gerechnet, dass die Impfzentren ab Anfang Januar an Bedeutung gewinnen werden. Wer zuerst geimpft wird, entscheiden die Bundesländer und Behörden vor Ort.

Auch in zahlreichen weiteren EU-Ländern starten am Sonntag die Impfungen. Die EU-Kommission hatte den Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer am Montag zugelassen.

Europol warnt vor gefälschten Impfstoffen

Vor dem Start der Corona-Impfkampagne in Deutschland hat die europäische Polizeibehörde Europol vor gefälschten Impfstoffen und anderen Straftaten im Zusammenhang mit dem Vakzin gewarnt. „Wir haben den Mitgliedstaaten bereits eine Warnmeldung übermittelt und sie aufgerufen, sehr wachsam zu sein“, sagte Europol-Direktorin Catherine De Bolle den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut Vorabmeldung vom Sonntag.

Es bestehe die reale Gefahr, dass kriminelle Gruppen versuchten, den Bedarf an Impfstoffen für ihre Verbrechen auszunutzen, sagte De Bolle. So werde von Kriminellen etwa Impfstoff angeboten, der nach der Bezahlung gar nicht geliefert werde. „Oder die Täter bieten gefälschten Impfstoff an – wenn man Opfer eines solchen Betrugs wird, kann das natürlich ernste gesundheitliche Folgen haben“, sagte die Europol-Direktorin. „Wir haben bereits solche Hinweise. Es gibt schon Impfstoff-Angebote zum Beispiel in sozialen Netzwerken.“

De Bolle warnte zugleich vor Diebstahlversuchen. Im ersten Lockdown während des Frühjahrs hätten es Banden zum Beispiel auf Schutzmasken-Transporte abgesehen. „Das ist jetzt auch beim Impfstoff eine Gefahr“, sagte De Bolle. Europol versuche, mögliche Hotspots zu identifizieren, an denen eine besonders hohe Gefahr für entsprechende Straftaten bestehen können – und warne dann die nationalen Behörden. „Außerdem gibt es auch eine spezielle Polizei-Kooperation in der EU, um die Transporte zu beschützen.“

(dts/dpa/afp/ks)



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