Spur führte in linke Szene: Polizei durchsuchte Wohnungen nach Angriff auf AfD-Landtags-Mitarbeiter

Epoch Times28. Juni 2018 Aktualisiert: 28. Juni 2018 20:00
Ein AfD-Funktionär war mit einem Bekannten und zwei jungen Frauen in Göttingen unterwegs, als sie plötzlich von dunkel gekleideten Gestalten angegriffen wurden ... Die Polizei folgte den Spuren bis in die linke Szene. Am 26. Juni durchsuchten Einsatzkräfte zwei Wohnungen in der Stadt.

Drei Monate nach dem Angriff auf einen Mitarbeiter der niedersächsischen AfD-Landtagsfraktion und niedersächsischen Landeschef der AfD-Jugendorganisation, Lars Steinke, und einen Begleiter in Göttingen haben Ermittler am Donnerstag die Wohnungen von zwei Tatverdächtigen durchsucht.

Gegen die Frau (29) und den Mann, einen 29-jährigen Studenten aus Göttingen, wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung beziehungsweise Beihilfe dazu ermittelt, wie die Polizei mitteilte.

Überfall im März 2018

Der 25-jährige AfD-Mitarbeiter und ein 24 Jahre alter Begleiter waren im März mit zwei Frauen im Alter von 24 und 25 Jahren in Göttingen unterwegs, als sie von mehreren Vermummten angegriffen wurden. Sie wurden dabei leicht verletzt, die beiden jungen Frauen blieben unverletzt. Die Täter konnten fliehen, die Ermittlungen übernahm der Staatsschutz.

Die beiden Männer gaben laut Polizei an, unmittelbar vor dem Angriff von mehreren dunkel gekleideten Unbekannten verfolgt und beschimpft worden zu sein, wobei auch „Scheiß Nazi“ gerufen wurde.

Steinke war einem Bericht der „HNA“ nach bereits mehrfach Ziel von Angriffen, bis hin zu Brandanschlägen auf sein Fahrzeug. Auch hier vermutete die Polizei die Täter in der linksautonomen Szene.

Verbindung zu G20-Krawallen

Gegen den tatverdächtigen Studenten wird laut Polizei auch im Zusammenhang mit den Krawallen beim G-20-Gipfel im vergangenen Jahr in Hamburg ermittelt. Sein Anwalt behauptet dagegen, dass sich der 29-Jährige zur Tatzeit in Japan aufgehalten habe.

Nach Bekanntwerden der Durchsuchungen versammelten sich in der Bürgerstraße vor einem der durchsuchten Häuser rund 45 Personen, die vorübergehend die Straße blockierten. Auch vor dem anderen Objekt, einer Wohnung im Hainholzweg, versammelten sich 25 Demonstranten. Von diesen blieben zehn trotz mehrfacher Aufforderung auf der Straße und mussten auf den Gehweg zurückgedrängt werden. Es handelte sich jeweils um Personen des linken Spektrums. (sm)

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