Lobbyismus im Ethikrat? Kritiker fordern Stärkung des Immunsystems statt Corona-Impfempfehlung

Von 23. Dezember 2020 Aktualisiert: 24. Dezember 2020 9:35
Drastische Worte des Humangenetikers Professor Henn haben in den vergangenen Tagen eine neue Debatte zur bevorstehenden COVID-19-Impfung entfacht. Kritik für die Äußerung gab es von der Schwabacher Ärztin Christine Roch und der aus den Querdenken-Demos bekannten Friedensaktivistin Friederike Pfeiffer-de Bruin. Sie vermissen Empfehlungen, die das natürliche Immunsystem stärken.

Der Humangenetiker Professor Wolfram Henn, Mitglied des deutschen Ethikrates, hat gefordert, dass Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, ein Dokument bei sich tragen. Ich will, wenn ich krank werde, mein Intensivbett und mein Beatmungsgerät anderen überlassen“, so die vorgeschlagene Formulierung.

Er habe zunächst provozieren und „im guten Sinne zum Nachdenken anregen“ wollen, sagte Henn in einem WDR-Interview am 19. Dezember. Er habe auch nicht gefordert, dass Leute auf eine Behandlung verzichten. Sie sollten lediglich ans Ende denken, was die Konsequenzen ihres Handelns wären. Dass am Ende im Notfall niemand auf eine Behandlung verzichten wird, sei „doch vollkommen klar“. Es gehe darum, „dass Menschen, die ganz schnell ganz kritisch sind und sagen, wogegen sie sind, doch sagen sollen, wofür sie stattdessen sind.“

Inzwischen gibt es ein Muster für einen offenen Brief an den Deutschen Ethikrat, das in den sozialen Medien von Anwälten verbreitet wird. Darin heißt es:

Kein Mensch braucht Empfehlungen von einem Ethiker, der sich durch solche Äußerungen nicht nur von den tragenden ethischen Grundsätzen der abendländischen Kultur, sondern auch von dem Auftrag der Medizin und Heilkunde verabschiedet hat.“

Ein Wissenschaftler kläre auf und spiele nicht mit den Ängsten der Menschen. Er versuche schon einmal gar nicht, Ängste mit dummen Sprüchen dazu zu verleiten, dass sie auch noch freiwillig in eine Impfung einwilligen, deren gesundheitliche Folgen nicht abschätzbar sind. In dem Musterbrief aufgeführt sind verschiedene Quellen zu impfkritischen Fundstellen. Auch über die Abmahnung des Rechtsanwalts Dr. Reiner Fuellmich an den Charité-Virologen Christian Drosten sowie die Klage, in der es um das Drosten-Corman-Paper geht, fand Berücksichtigung.

Das „Big-Pharma-Märchen“

Diesen Brief zum Anlass genommen hat auch die ganzheitliche Schwabacher Ärztin Christine Roch, die sich seit 25 Jahren mit dem Thema Impfungen beschäftigt. „Durch eigene ärztliche Erfahrungen fiel mir recht schnell auf, dass die Impf-Theorie nicht mit dem übereinstimmt, was in der Praxis landläufig passiert“, erklärt sie in ihrem der Epoch Times vorliegenden Schreiben vom 20. Dezember an den Deutschen Ethikrat.

Geimpfte würden ebenso leicht oder schwer erkranken können wie Ungeimpfte und auch geimpfte Menschen können an Krankheiten sterben, vor denen die Impfung schützen sollte. Die weit verbreitete Annahme, dass man Kinderkrankheiten durch Impfungen besiegt hätte, sei ein „Big-Pharma-Märchen“, was man aus den Zahlen des Statistischen Bundesamtes ableiten könne.

Als sich nach dem Zweiten Weltkrieg sowohl die Ernährung, als auch die hygienischen und sozialen Lebensumstände kontinuierlich besserten, seien die Todesfälle an den zu Kriegszeiten gefährlichen Kinderkrankheiten deutlich zurückgegangen, wie auch Dr. Gerhard Buchwald untersucht habe. „Wurde jemals diskutiert, ob der tatsächliche Rückgang der Kinderkrankheiten auf ein Erstarken des Immunsystems der Menschen zurückgeführt werden kann?“, fragt Roch.

Wenn wir diese Erkenntnis auf heutige Verhältnisse übertragen, sehen wir eine neuerliche Gefahr für die Immunsysteme durch zum Beispiel finanziellen Druck auf Menschen in existenzieller Not, der nicht durch Impfungen behoben wird!“, gibt die Medizinerin zu bedenken.

Die Aufgabe des Ethikrates sei es zu informieren, anstatt Diskussionen wie die jetzige anzustoßen. Ganzheitlich denkende Ärzte betonen die Bedeutung eines funktionierenden Immunsystems, so die Medizinerin.

„Mir drängt sich hier der Gedanke an Lobbyismus auf, wenn Sie derart unkritisch davon ausgehen, dass Impfungen schützen, ohne jemals dafür einen Beweis gesehen zu haben“, erklärt Roch mit Verweis auf das Buch „Impfen – das Geschäft mit der Angst“.

Auch die Quarantäne-Vorschriften seien aus ganzheitlicher Sicht kontraproduktiv und würden als krankmachend angesehen, da sie einzig auf Unterbinden der Weitergabe des Virus von Mensch zu Mensch abzielen. Bewegung an frischer Luft, mitmenschlicher Kontakt und vieles mehr seien hingegen enorm wichtig für ein leistungsfähiges Immunsystem.

Friedensaktivistin kontert

Auch Friederike Pfeiffer-de Bruin, Geburtsbegleiterin, Friedensaktivistin und Freundin des bekannten Querdenken-Rechtsanwalts Markus Haintz kritisiert die Äußerung des Ethikrat-Mitglieds. Sie hat die von Henn vorgeschlagene Formulierung entsprechend ihrer Lebenseinstellung angepasst und geht sogar noch einen Schritt weiter.

In ihrem Telegram-Kanal schreibt sie: „Ich bitte darum, mich gar nicht erst ins Krankenhaus einzuliefern, sollte ich an COVID-19 erkranken. Der Gefahr der nosokomialen Infektion mit multiresistenten Keimen möchte ich mich gar nicht aussetzen.“

In ihren Augen gehört zu einem Schutz von besonders vulnerablen Gruppen auch der Schutz vor „unnötigen und oft risikoreichen Behandlungen“. Ihr fehle in der ganzen Corona-Diskussion die Frage des Immunsystems.

Ich verstehe nach wie vor nicht, dass nicht alle Aufmerksamkeit in die Stärkung des eigenen Immunsystems fließt… stattdessen werden ganzheitliche Präventionsmediziner mit tiefem Wissen um unsere Stoffwechselvorgänge gebasht“, kritisiert Pfeiffer-de Bruin.

Gesundheitstipps außerhalb des Mainstreams

Mit Gesundheit lasse sich nun einmal nicht viel verdienen. „Die stabilen zehn Prozent Wachstum in der Pharmaindustrie müssen ja irgendwoher kommen“, heißt es weiter in den Ausführungen der Aktivistin. Auch wenn im Gesundheitsministerium und den Mainstreammedien so getan werde, „als wären wir alle der Seuche ohnmächtig auf Gedeih und Verderb ausgeliefert“, so gebe es einige Studien zum Thema erfolgreiche Behandlungen.

„Bettruhe, ausfiebern, viel klares Wasser trinken und schlafen sind immer gut“, erklärte die Geburtshelferin.

CDL (Chlordioxidlösung), Artemisia, Antioxidantien, Vitamine A, C und D sowie Zink habe sie vorrätig. Damit habe sie auch die letzten – durchaus auch mal schweren – Erkrankungen überstanden.

„Wie wäre es, wenn wir ‚Freiheitsinfizierten‘ alle zu Experten unserer Gesundheit würden?“, fragt die Friedensaktivistin und fügt hinzu: „Hunderttausende, die die Pathologisierung ihres gesamten Lebens verweigern?“

Es beginne mit gesunder, naturbelassener Ernährung, gutem Wasser und Bewegung. Die Informationen seien frei verfügbar. „Nimm dein Leben in deine Hand“, so der Rat von Friederike Pfeiffer-de Bruin.


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