Nach Stegner-Telefonstreich: Youtuber Kilic wehrt sich gegen „rechtsradikal“-Brandzeichen

Von 11. Dezember 2019 Aktualisiert: 11. Dezember 2019 12:27
Mit einem Streich gegenüber Annalena Baerbock wurde der Youtuber Klemens Kilic weitläufig bekannt. Für den Satz: "Blau wählen für Deutschland und Sachsen" wurde er von Ralf Stegner als "Rechtsradikaler" bezeichnet. In einem Telefonstreich legte er Stegners latente Polit-Ambitionen offen, wofür ihn wieder die "Nazi-Keule" traf.

Die „Zeit“ beschreibt ihn als „AfD-nahen Youtuber“, der mögliche CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz nannte ihn nach Angaben der Zeitung gar einen „Youtuber, der ganz eindeutig der rechtsradikalen Szene angehört“. Gemeint ist der Youtuber Klemens Kilic, der den SPD-Politiker Ralf Stegner mit einem Telefonstreich zu seinen Karriere-Ambitionen reinlegte.

Patriotisch und konservativ oder rechtsradikal?

In einem Gespräch mit der „Schweriner Volkszeitung“ sagte Kilic: „Erst fanden die Medien das ganz witzig, wie Stegner hereingelegt wurde. Dann haben linke Journalisten spitzgekriegt, was da läuft, und mich in eine Ecke gestellt.“ Artikel seien dahingehend ergänzt worden, dass man ihn mindestens als „umstritten“ darstellte, „oft auch als einem rechtsradikalen Netzwerk angehörend“, so Kilic, was nachweislich falsch sei:

Es ist offenbar für manche Journalisten schwer zu ertragen, dass ein Youtuber patriotisch und konservativ und zugleich witzig sein und entlarvend arbeiten kann.“

(Klemens Kilic, Youtuber)

Gerade auch Ralf Stegner war es, der den Youtuber in die rechtsradikale Ecke stellte, als dieser in einem Video mit Grünen-Chefin Annalena Baerbock den Satz: „Blau wählen für Sachsen“ einbrachte. Stegner nannte in den Sozialen Medien den Grünen-Streich eine „ziemlich bescheuerte Aktion der Rechtsradikalen“, wogegen sich Kilic mit einer Beleidigungs-Anzeige wehrte.

Vielleicht wollte Kilic sich mit dem aktuellen Telefonstreich bei „Ralle“ Stegner für die Verleumdung revanchieren. Doch das ist eine rein spekulative Vermutung. Es könnte auch darum gehen, politische Gesichter zu demaskieren … Doch eins nach dem anderen.

Der „Blau“-Satz-Streich

Kilic prankte vor der Sachsen-Landtagswahl im September die „Ober-Grün*in“ Annalena Baerbock mit einem einzigen Satz: „Blau wählen für Deutschland und Sachsen“. Nachdem Kilic den „Blau“-Satz gesagt hatte, änderte sich die Stimmung schlagartig.

Die Grünen-Chefin schnappte sich sein Handy, gab es ihm nach einigen Minuten „Haft“ jedoch wieder zurück. Offenbar war sie sich der geltenden rechtlichen Situation wieder bewusst geworden. Mittlerweile hatte Frau Baerbock Klemens Kilic jedoch von ihren Ordnern festsetzen und anschließend der alarmierten Polizei übergeben lassen.

Ein Kommentator erinnerte sich unter dem Video:

‚Künstler‘ schmeißt Torte auf Beatrix von Storch – Grüne: HAHAHAHAHAHA!
‚Künstler‘ stalken Höcke, wühlen in seinem Müll rum und stellen Betonstelen auf – Grüne: HAHAHAHAHA! ER HEISST BERND!
‚Aktivisten‘ greifen AfD-Politiker mit Schlagring an, der aufgrund von Amnesie erst von Kantholz ausging – Grüne: HAHAHAHA! KANTHOLZ!
Youtuber spielt Grüner einen Streich – Grüne: ZU HILFE! POLIZEI! RECHTSTERRORISMUS!“

Youtuber Kilic verarbeitete das bei den Grünen Erlebte in einem Video und warnte: „Mit den Grünen wählt Ihr totalitäre Autokraten!“

7. Dezember – Der Stegner-Streich

Inhaltlich ging es bei dem Anruf von Klemens Kilic bei Ralf Stegner um einen Telefonstreich.

Vergangenen Samstag, 7. Dezember, wurde der ehemalige Bundesvize der SPD und Vorsitzende der SPD-Fraktion in Schleswig-Holstein, Ralf Stegner, von dem Youtuber und Komiker Klemens Kilic mit einem fingierten Anruf aufs Korn genommen.

Nach dem Rücktritt von Andrea Nahles wurde erstmals seit 1993 durch ein Mitgliedervotum in zwei Wahlgängen eine neue Doppelspitze für die SPD gewählt. Das Genossen-Gespann Ralf Stegner und Gesine Schwan erzielte dabei das schwächste Ergebnis (9,6 %), während alle anderen der sechs Kandidaten-Paare 14 und mehr Prozent der Stimmen bekamen. Beim anschließenden Finale der beiden führenden Teams konnte sich das Duo Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken durchsetzen. Finanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz unterlag zusammen mit Klara Geywitz knapp im Endausscheid.

Youtuber Kilic nahm sich diesem politischen Spannungsfeld an und gab sich am Telefon just als Wahlsieger Norbert Walter-Borjans aus, der Ralf Stegner, den Wahlverlierer aus der Vorrunde anrief und ihm den Posten von Olaf Scholz anbot. Genosse Stegner, der nicht einmal mehr als Beisitzer in den Bundesvorstand gewählt wurde, war nicht abgeneigt. Unser Gastautor Jürgen Fritz berichtete über den Fall.

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