Es wird immer schwerer für freie Medien, ihre Inhalte zu veröffentlichen.Foto: spukkato/iStock

Warnschuss für Freie Medien? NuoViso.TV nach Youtube-Löschung wieder online – Frank Höfer über Hintergründe

Epoch Times13. Juli 2019 Aktualisiert: 17. Juli 2019 19:28
Neue Richtlinien gegen Hassreden und Lügen sorgen momentan für viele Kanal-Löschungen auf YouTube. Besonders freie Medien geraten dadurch unter Beschuss. So löschte YouTube beispielsweise auch den Kanal NuoViso.TV ohne Angabe von Gründen. Tage später ist er wieder da. Was war passiert?

Am 11. Juli wurde der Kanal von „NuoViso TV“ mit 170.000 Abonnenten plötzlich von Youtube gesperrt. Erst mehrere Tage später, am 15. Juli, wurde wieder ein Video auf dem Kanal veröffentlicht.

Was war geschehen?

Offiziell hieß es, dass der Kanal gegen die „Nutzungsbedingungen“ von Youtube verstoße. „Genaueres teilte man uns dazu nicht mit“, so Kanalinhaber und Journalist Frank Höfer.

11. Juli 2019 – Im Banne des Algorithmus

Am 22. Juli will YouTube neue Richtlinien gegen Hassreden und Lügen einführen. Am 11. Juli schlug der Algorithmus von YouTube bereits zu: Das Portal löschte ohne Vorwarnung den Kanal von NuoViso.TV.

So sei plötzlich die Arbeit von mehr als zehn Jahren und die Werbeeinnahmen durch knapp 170.000 Abonnenten verlorengegangen, erklärte der Gründer des freien Mediums, Frank Höfer in einem Interview mit „RT“.

Die Mitarbeiter von NuoViso seien sich nicht sicher, warum ihr Kanal gelöscht wurde – YouTube habe eine entsprechende Anfrage noch nicht beantwortet, so Höfer weiter. 

„Leugnen eines gut dokumentierten Gewaltereignisses“

Ein Löschungsgrund könnten die neuen YouTube-Richtlinien sein, fügte Höfer hinzu. So sei das „Leugnen eines gut dokumentierten Gewaltereignisses“ ein Grund zur Löschung eines Kanals. Zu solchen Ereignissen gehörten der Holocaust und das Schulmassaker von Sandy Hook.

Alternativ könnten auch die Terroranschläge vom 11. September 2001 dazuzählen, über die bei NuoViso ebenfalls berichtet wurde, erklärte der NuoViso-Gründer.

Obwohl ihr größter YouTube-Kanal gelöscht wurde, gehe der laufende Betrieb weiter, heißt es auf der Webseite von NuoViso. Zudem würden alle neuen Videos auf einem neuen YouTube-Kanal erscheinen.

Gesellschaft muss Kommunikation zurückgewinnen

In den sozialen Netzwerken solidarisierten sich viele Betreiber freier Medien mit NuoViso. Viele sprachen von Zensur und Totalitarismus. Der NuoViso-Reporter Mark Hegewald ruft alle auf, Ruhe zu bewahren und klärt in einem Video über die medienrechtliche Situation auf.

Die NuoViso-Löschung sei keine Zensur, erklärt Hegewald in seiner Sendung „MARKmobil“. YouTube sei ein privates Unternehmen und „hat absolut das Recht, alles zu löschen, was immer es möchte“, so der Reporter weiter.

Das Problem liege nur darin, dass die Gesellschaft den Fehler gemacht habe, ihre Kommunikation einem privaten Portal anzuvertrauen. 

„Wir haben den Fehler gemacht uns keine […] öffentliche Videoplattform zu schaffen“, so Hegewald. Deswegen müsse die Gesellschaft ihre Kommunikation zurückgewinnen, meint er.

Aufgabe freier Medien: Müssen ihre Inhalte an Zuschauer transportieren

Einerseits gebe es die Systemmedien, die „nahezu eine Einheitsmeinung“ vertreten würden. Andererseits gebe es die freien Medien, die „sehr stark unter Beschuss“ seien, erklärt Hegewald. 

Dies liege daran, dass sie etwas transportieren würden, was in den Systemmedien nicht widergespiegelt werde, aber einen Teil der Wahrheit darstelle – die von den anderen Medien verschwiegen werde. Dieser Teil werde nun sehr stark unterdrückt, so der „MARKmobil“-Reporter.

Deswegen stünden die freien Medien vor der Herausforderung ihre Inhalte an die Zuschauer zu transportieren. Hegewald sagt:

Das ist unser Schwachpunkt und daran müssen wir jetzt arbeiten.“

Linke Schieflage in den Medien und Fake News

Doch warum haben es die freien Medien heute so schwer? Eine Antwort darauf könnte die linke Schieflage in den Mainstream-Medien sein.

So schließe „die Gruppe der Medienschaffenden die Meinungen aus, die nicht mit ihrer liberalen Ausrichtung übereinstimmen. Dadurch bilden sich politische Echokammern. Die Mitglieder dieser Gemeinschaft verstehen sich als die mitfühlende und intelligente Oberschicht an der Spitze der gesellschaftlichen Entwicklung, während sie die normalen Menschen als starrköpfige Banausen betrachten“, heißt es in dem neuen Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“.

Die linke Schieflage der Medien ist eindeutig nicht das Ergebnis des Volkswillens. Ursache ist vielmehr die hinter den Kulissen betriebene politischen Strategie, die die gesamte Menschheit nach links rücken will …“, heißt es in dem Buch weiter.

(as/sm)


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