„Wir stehen am Anfang dieser Epidemie“: RKI-Chef fordert Aktivierung von Krisenplänen

Epoch Times10. März 2020 Aktualisiert: 10. März 2020 13:11
Zur Anpassung der Strukturen in den Krankenhäusern zählt Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Institutes, nicht zwingend erforderliche Eingriffe auszusetzen. Außerdem sei es sinnvoll, mehr Intensivbetten und Beatmungsgeräte zur Verfügung zu stellen.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Gemeinden und Krankenhäuser in Deutschland wegen der Ausbreitung des Coronavirus dazu aufgerufen, ihre Krisenpläne zu aktivieren. „Es ist eine ernste Situation“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag in Berlin. „Ich fordere alle Bürgermeister und Landräte auf, ihre Krisenpläne zu aktivieren.“ Er fordere auch alle Ärzte dazu auf – die Krankenhäuser müssten sich darauf vorbereiten, ihre Strukturen anzupassen.

„Wir stehen am Anfang dieser Epidemie“, sagte Wieler sagte. „Wir werden sie nur bewältigen, wenn alle Verantwortungsträger mit dieser bevorstehenden Krise entsprechend umgehen.“

Zur Anpassung der Strukturen in den Krankenhäusern zählte Wieler etwa, nicht zwingend erforderliche Eingriffe auszusetzen. Außerdem sei sinnvoll, mehr Intensivbetten und Beatmungsgeräte zur Verfügung zu stellen.

Krankenhäuser könnten etwa dafür sorgen, dass Patienten mit einem Verdacht auf Coronavirus anders aufgenommen werden als andere Patienten. So könne sich eine feste Gruppe des Personals nur um diese Patienten kümmern und sich entsprechend besser vor einer eigenen Ansteckung schützen.

Milder Verlauf bei vier von fünf Menschen erwartet

Laut Wieler werden vier von fünf am Coronavirus erkrankte Menschen einen milden Verlauf der Krankheit haben. Es müsse nun die Gruppe der älteren und chronisch kranken Menschen besonders geschützt werden, weil die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe mit zunehmendem Alter zunehme.

Das RKI erklärte mittlerweile ganz Italien zu einem Risikogebiet. Für Deutschland stuft es in der Risikobewertung die Gefahr als „mäßig“ ein. Es gebe aber auch in Deutschland besonders gefährdete Gebiete, vor allem den nordrhein-westfälischen Landkreis Heinsberg. (afp)

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