Afrikaner landeten am „Strand der Deutschen“: Flüchtlingsboot überraschte Badegäste – Grenze bei Ceuta geschlossen

Von 14. August 2017
Die vergangene Woche hatte es in sich: Erst überrannten knapp 200 afrikanische Migranten einen spanischen Grenzübergang bei Ceuta. Tage später versuchten es 700 erneut, wurden aber von der marokkanischen Behörde aufgehalten. Am Mittwochnachmittag überraschte ein afrikanisches Flüchtlingsboot die Badegäste am Playa de los Alemanes. Die spanischen Behörden schlossen die Grenze bei Ceuta für eine Woche wegen des "starken Migrationsdrucks".

Vor einigen Tagen an einem kleinen Strand in der Nähe der kleinen Küstenorte Atlanterra und Zahara de los Atunes, in der südspanischen Provinz Cadiz an der Costa de la Luz:

Ein Schlauchboot mit rund 50 Afrikanern landeten am hellen Mittwochnachmittag vor den verdutzten und erschrockenen Badegästen am beschaulichen Playa de los Alemanes – dem Strand der Deutschen.

Video: Eine fast unheimliche Begebenheit: Einer militärischen Operation gleich stürmen die Insassen des Bootes den Strand und verschwinden rasch.

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Wie die „Rheinische Post“ berichtet, träfen seit Wochen schon immer wieder Flüchtlingsboote an der Küste der Provinz Cadiz ein. Auch der Seerettungsdienst muss oft eingreifen. Zwischen Mittwoch und Donnerstagvormittag wurden insgesamt 32 Menschen aus vier Booten gerettet.

Auch auf der legendären Urlaubsinsel Mallorca treffen in diesem Sommer deutlich mehr Migranten ein, als noch im Vorjahr, so die „RP“.

Migranten stürmten Grenzanlagen

Erstmals in seiner Geschichte schloss Spanien am vergangenen Mittwoch den Grenzposten zwischen der Exklave Ceuta und Marokko, um „Sicherheitsmängel“ zu beseitigen. Als Grund wurde „starker Migrationsdruck“ angegeben. Die Schließung soll voraussichtlich eine Woche andauern, wie „Telepolis“ schreibt.

 

Zwei Tage zuvor sorgte der gewalttätige Ansturm von afrikanischen Flüchtlingen auf die den Grenzposten El Tarajal für Schlagzeilen:

Vergangene Woche Montag konnten 187 Migranten von Marokko aus auf spanisches Gebiet in Ceuta gelangen, als sie morgens um 5 Uhr einen Grenzposten einfach überrannten. Dies sei ungewöhnlich. Dass sie einen mit Sicherheitskräften bemannten Grenzposten stürmten und überrannten, sei schon lange nicht mehr vorgekommen, so ein Polizeisprecher. „Normal“ ist offenbar inzwischen, dass regelmäßig größere Gruppen versuchen, den sechs Meter hohen Grenzzaun zu überklettern.

[Siehe: „Etwa 200 Migranten versuchen Grenzzaun zu spanischer Exklave Ceuta zu überwinden“]

Die Grenzverletzer wurden in ein Aufnahmezentrum weitergeleitet, wo sie Asylanträge stellen konnten. Viele von ihnen feierten und jubelten angesichts des Erfolgs.

https://www.youtube.com/watch?v=BpvIc46DN44

Am darauf folgenden Donnerstag versuchten 700 Migranten einen Grenzdurchbruch, wurden jedoch von marokkanischen Beamten abgewehrt.

Im ersten Halbjahr 2017 sollen rund 11.000 Migranten in Spanien neu angekommen sein, mehr als das Doppelte vom Vorjahreszeitraum, so das Innenministerium in Madrid.



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