Besser: Eine Krankenschwester aus der Schweiz wendet sich mit einer Botschaft zur Corona-Pandemie an die Welt.Foto: privat 

Krankenschwester: „Ich kann dem Virus nur den Namen geben, den es verdient – KPCh-Virus“

Von 13. Mai 2020 Aktualisiert: 13. Mai 2020 17:34
Facebook zensierte einen Beitrag einer Krankenschwester zum neuartigen SARS-Virus. Er verbreitete sich in kürzester Zeit weltweit viral. Sie erklärt darin, warum sie das Virus aus Wuhan KPCh-Virus nennt.

Für eine Schweizer Krankenschwester änderte sich mit der Corona-Pandemie zunächst im privaten Umfeld wenig. Dafür aber um so mehr im Umgang mit ihren Patienten, der Familie und dem Arbeitsteam. Plötzlich verschärften sich auf ihrer Arbeitsstelle die Infektionsschutzmaßnahmen massiv. Das beeinflusst die gemeinsame Arbeit und das Zusammenleben sehr stark.

Aber nicht nur das. Weil sie sich intensiv mit dem Thema befasste, erfuhr sie auch, wie das chinesische Regime alles zu vertuschen versuchte und sich mit ihrer Propaganda als Retter darzustellen suchte, wie sie telefonisch der Epoch Times sagte.

Das warf bei ihr die Frage auf, was schlimmer sei: das Virus oder das Verhalten der chinesischen Führung?

Chinas Regierung halte Informationen zurück, verbreite falsche Informationen und gestehe Fehler nicht ein, erklärt die Schweizerin. Für sie als Krankenschwester zeige die chinesische Führung eine Haltung, die von Verantwortungslosigkeit gekennzeichnet sei. Für ihren Beruf ist dies eine absolut gefährliche Haltung.

Daher fertigte die Krankenschwester, die seit 15 Jahren im medizinischen Bereich tätig ist, nach Dienstschluss ein Plakat an, setzte eine ihrer OP-Masken auf und ließ sich damit fotografieren. Der kurze Text macht deutlich, dass für sie der neuartige Virus aus Wuhan KPCh-Virus heißt, denn seine Ausbreitung ist eng mit der Vertuschung durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh, engl. CCP) verbunden. Dann veröffentlichte sie beides auf ihrer Facebook-Seite.

Krankenschwester: „KPCh hat das eigene Volk belogen und getötet!“

In ihrem Beitrag heißt es: „Ja, ich bin eine Krankenschwester und ich kann dem Virus nur den Namen geben, den es verdient – KPCh-Virus!“ Dann erklärt die 40-Jährige weiter: „Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) hat so viele Gräueltaten in der Vergangenheit begangen und hat das eigene Volk belogen und getötet!“

Und jetzt würden sie [die Parteifunktionäre] die ganze Welt anlügen und sich als Helden darstellen, so die Schweizerin weiter. „Glaube nie ihren Worten, denn ihre Zunge ist gespalten – glaube nie ihrer Handlung, denn hinter dem Lächeln verstecken sie die Lügen und das Messer, dass dich tötet.“

Dann berichtet sie in ihrem Beitrag von den in China verfolgten Falun Gong-Anhängern. Mit ihrer buddhistischen Kultivierungspraxis und einem Leben nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht sind sie die am stärksten verfolgte Bevölkerungsgruppe in China. Sie werden neben den Haus-Christen, den Tibetern und Uiguren in China durch die KPCh bereits seit zwei Jahrzehnten verfolgt.

In dem Facebook-Beitrag der Krankenschwester heißt es dazu: „Jahre lang und immer noch werden Menschen, die #Falun Gong# (Kultivierungsweg nach Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht) verfolgt, gefoltert und lebendig die Organe entnommen ! Be a part of the movement ! Feel free to share #no more CCP!# 📌📌#CCP Virus #

Tausende Menschen teilen KPCh-Virus-Beitrag

Sie wusste, sie müsse damit an die Öffentlichkeit, erklärt die Krankenschwester. Als sie dann kurz nach ihrer Veröffentlichung darauf hingewiesen wird, wie viele Internet-Nutzer auf ihren Beitrag schon reagiert haben, ist sie erstaunt. In wenigen Stunden gab es mehrere Tausend zustimmende Reaktionen. Nach zwei Tagen wurde der Beitrag 10.000 mal geteilt.

Sie ergänzt den ursprünglichen Text noch mit einer englischen und später auch mit einer chinesischen Übersetzung. Seither melden sich aus aller Welt Menschen und stimmen ihr zu. Darunter sind auch anscheinend Festlandchinesen, Bewohner von Taiwan, Menschen aus Hongkong und aus vielen weiteren Regionen der Erde.

Eine Frau aus Hongkong bot ihr an, den Text (damals nur in Englisch und deutsch verfasst) ins Chinesische zu übersetzen.

Eine andere Frau aus Birmingham (Großbritannien), ließ sich in gleicher Pose mit der gleichen Botschaft auf einem Plakat fotografieren. Anschließend veröffentlichte sie das Foto in einem Beitrag ebenfalls bei Facebook. Doch dann geschieht etwas, womit sie nicht gerechnet hat: Sie bekommt eine Nachricht von Facebook.

Facebook zensiert Corona-Beitrag

Darin heißt es: „Dein Beitrag verstößt gegen unsere Gemeinschaftsstandards zu Hassrede. Niemand sonst kann deinen Beitrag sehen. Wir haben diese Standards definiert, damit sich die Menschen in Diskussionen auf Facebook respektvoll verhalten.“ Ihr Beitrag wurde offensichtlich gesperrt.

Sie fotografierte Facebooks Reaktion und teilte mit anderen die Nachricht, dass ihr Beitrag zensiert wurde. Viele Hongkonger schrieben ihr über Facebook daraufhin, dass sie oft ähnliche Erfahrungen mit kritischen Beiträgen zur Kommunistischen Partei Chinas auf Facebook gemacht haben – auch sie wurden zensiert.

Auf eine Anfrage der Epoch Times zu dem Hintergrund für die Zensur reagierte Facebook nicht. Mittlerweile ist der Beitrag wieder sichtbar und wurde bis jetzt 31.570 mal mit Emojis kommentiert. Zudem gaben 8.469 Nutzer einen Kommentar ab. Geteilt wurde der Beitrag 10.923 mal.

 

 

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