Mordfall Pamela: Ermordet, zerhackt und weggeworfen – Wurde 18-Jährige Opfer der nigerianischen Mafia in Italien?

Von 1. März 2018 Aktualisiert: 1. März 2018 15:25
Der grausame Mord an einem 18-jährigen Mädchen erschüttert Italien. Als Tatverdächtige wurden bisher drei nigerianische Einwanderer festgenommen. Möglicherweise steckt sogar die nigerianische Mafia dahinter, wie ein prominenter Kriminologe vermutet. Wurde ein blutiges Ritual vollzogen?

Heute, am 1. März, wird die Polizei noch einmal an den Ort des Schreckens zurückkehren, um Vermessungen vorzunehmen und um die Tat zu rekonstruieren.

Mit Hilfe von „Luminol“, einem Nachweismittel auch für geringste Spuren von Blut, konnten die Ermittler in der Wohnung fündig werden: Spuren von blutigen Händen und Füßen auf dem Boden, an Griffen und an den Wänden, der Waschmaschine und einer von außen nicht einsehbaren Terrasse.

„Ich hoffe es ist nicht so, ich hoffe es ist nicht sie …“ – Das waren die verzweifelten Worte von Pamelas Mutter, nur Stunden vor der Identifizierung ihrer Tochter. Doch bald schon musste sie schmerzhaft erkennen, dass sie ihr Mädchen für immer verloren hatte …

Mordfall Pamela

Die Polizei fand die Leiche der 18-Jährigen bei Pollenza, rund 50 Kilometer südlich der mittelitalienischen Adria-Hafenstadt Ancona am Morgen des 31. Januar 2018, einem Mittwoch. Zwei Koffer lagen in einem Straßengraben, darin das Mädchen, in 20 Teile zerhackt.

Die toxikologische Untersuchung der Leichenteile hatte zudem ergeben, dass das Mädchen zwar Heroin konsumiert hatte, aber nicht an einer Überdosierung starb. Somit ist in dem immer noch mysteriösen Fall klar, dass es sich nicht nur um die Beseitigung einer Leiche handelte, sondern das Mädchen tatsächlich ermordet wurde. Eine Schlagverletzung an der Schläfe und zwei messerstichartige Wunden am Bauch bestätigten zudem diesen Zusammenhang.

Laut „Il Giornale“ versucht die Polizei immer noch zu rekonstruieren, was sich in den Tagen vom 29. bis 31. Januar 2018 ereignete und welche Rollen dabei die bisher verhafteten Tatverdächtigen Innocent Oseghale (29), Lucky Desmond (22) und Awelima Lucky (27) spielten, sowie der noch in Freiheit befindliche Anthony Anyanwu.

Keiner der Männer gab bisher ein Geständnis ab, wie „Il Resto del Carlino“  berichtet: Oseghale sagte, dass er aus dem Haus geflohen sei, als das Mädchen sich plötzlich unwohl fühlte, nachdem er die Droge injiziert hatte. Desmond leugnete jegliche Beteiligung und Awelima erklärte, dass er nie den Dachboden betreten hatte, wo das Mädchen ermordet wurde. Anyanwu sagte aus, dass er an diesem Tag nur mit Oseghale am Telefon gesprochen hatte und dieser ihm gesagt hätte, dass das Mädchen sich schlecht gefühlt, sich aber wieder erholt hatte. Anyanwu, der laut „it.blastingnews.com“ der Eigentümer des Hauses ist und der die Wohnung an Oseghale vermietet hatte, riet diesem am Telefon, dass er einen Krankenwagen holen solle.

Weder diese Aussage noch die toxikologischen Ergebnisse passen zu seinen Aussagen: „Pamela Mastropietro ist an einer Überdosis gestorben, ich habe sie nicht getötet.“

Nigerianische Rituale mit Menschenfleisch

Beim Auffinden der Leichenteile von Pamela in zwei Koffern fehlten Hals, Herz und Genitalien. Zudem wurde die Leiche entbeint und mit Bleichmittel gewaschen.

Dass das Herz des Mädchens fehlte, sei für den bekannten Psychologen, Chirurgen und Kriminologen Alessandro Meluzzi, ehemaliger Senator der Republik Italien, keine Überraschung gewesen, schreibt „Breitbart“ dazu. „Was wir im Fall von Pamela gesehen haben, sind die gleichen Methoden, wie sie die nigerianische Mafia systematisch Nigeria und anderswo einsetzt“, so Meluzzi. Für diese sei es üblich, ihre Opfer in Stücke zu schneiden und, in einigen Fällen, um Teile ihres Körpers zu essen“.

Auch Kindersoldaten in Sierra Leone hätten Menschenherzen gegessen, um ihren Mut in einem Übergangsritus zu beweisen. Das Herz gelte als der „erlesene Teil“. Man glaube, dass es Mut und ein langes Leben verleihe und gelte als eine Art Tonikum.

Ritueller Kannibalismus sei in der nigerianischen Mafia keine Ausnahme, eher die Regel. Das seien normale Dinge für diese Leute, doch spreche hier niemand darüber. Man habe Angst, rassistisch genannt zu werden.

Wir sollten uns an diese Dinge gewöhnen: Das ist nur die Spitze eines Eisbergs, mit dem wir in Zukunft konfrontiert sein werden.“

(Alessandro Meluzzi)

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

Nigerianische Mafia in Italien: Drogen, Prostitution, Menschenhandel

Wie die Ermittlungen im Fall Pamela ergaben, hatten auch die zahlreichen nigerianischen Drogendealer der 40.000-Einwohner-Stadt Macerata alles getan, um die Mörder zu decken. Im Zuge der Ermittlungen wurden dabei fünf Schieber verhaftet, jeder mit durchschnittlich fünf Kilo Heroin unterwegs, genug für 145.000 Dosen.

Ein weiteres großes Geschäftsfeld ist die Prostitution. Laut „Breitbart“ würden rund 80 Prozent der nach Italien kommenden nigerianischen Frauen und Mädchen in der Prostitution landen. Sie würden inzwischen die Hälfte der in Italien arbeitenden Prostituierten ausmachen. Dabei würden nigerianische Menschenhändler die Flüchtlingskrise nutzen, um Mädchen über das Mittelmeer ins Land zu bringen. Von 2014 – 2016 seien rund 12.000 Mädchen und junge Frauen aus Nigeria nach Italien gekommen. Von ihnen sollen 9.400 als Sexsklavinnen arbeiten.

Viele der Frauen würden in der nigerianischen Millionenstadt Benin City, Nigerias „Hauptstadt der illegalen Migration“, rekrutiert, so „Breitbart“ weiter. Dort koordinieren die lokalen Mafias den Handel.

Die Polizei in Deutschland und Österreich kennt auch solche Fälle. Durch Voodoo-Rituale wurden die Opfer gefügig gemacht und über Italien nach Europa transportiert.

Was passierte wirklich in der „PARS“-Klinik?

Und noch etwas ist neu im Fall: Die Familie des Mädchens fand heraus, dass in den medizinischen Unterlagen der „PARS“-Klinik über Pamela Teile gelöscht bzw. unlesbar gemacht wurden, so „Il Resto del Carlino“:

Es gibt Anomalien, von denen ich befürchte, dass es eine andere Entwicklung geben wird. Es ist für uns sehr wichtig, zu klären, was in der Gemeinde passiert ist, für Pamela und all die Kinder und Familien, die dieses Problem erleben.“

(Marco Verni, Familienanwalt, Onkel von Pamela)

Warum ging Pamela am Montag, 29. Januar, aus der Klinik in Corridonia bei Macerata weg, in der sie seit vier Monaten in Behandlung war? Als Letztes hatte sie ein längeres Gespräch mit dem Sicherheitspersonal, bevor sie dann mit ihrem Koffer die Straße hinab verschwand.