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Jobsuchende drängen sich im Februar 2016 bei einer Jobbörse für Flüchtlinge am Einlass.Foto: Michael Kappeler/dpa

Schweden: Jetzt mehr arbeitslose Ausländer als Einheimische

Von 9. Februar 2017
In Schweden gibt es das erste Mal mehr arbeitslose Ausländer als Inländer.

Erstmals gibt es in Schweden mehr arbeitslose Ausländer als in Schweden Gebürtige. In absoluten Zahlen waren es im November 2016 162.500 im Ausland Geborene und 160.600 Schweden, die eine Arbeitsstelle suchten. Dies berichtet die schwedische Webseite „arbetsmarknadsnytt“.

Noch vor zehn Jahren war nur ein Viertel der Arbeitslosen im Ausland geboren, jetzt ist es eine knappe Mehrheit.

Studie: Einwanderer haben gleiche Job-Chancen bei gleichen Fähigkeiten

Diese Entwicklung auf dem schwedischen Arbeitsmarkt ist laut wissenschaftlichen Untersuchungen aus 2015, auf die fehlenden Fertigkeiten von Einwandern in Schweden zurückzuführen. Statistisch sind deutlich größere Defizite beim Lesen, Rechnen sowie der Anwendung von Informations- und Kommunikationstechnik bei im Ausland Geborenen zu beobachten. Dadurch wird die Integration erschwert.

Diskriminierung sei dagegen nicht der Grund für das Problem, wie oft behauptet werde, so die Studie. Demnach hätten Einwanderer mit vergleichbaren Fähigkeiten, wie in Schweden Geborene, die gleichen Chancen auf einen entsprechenden Job. Nur fehlten vielen Einwanderern diese Fähigkeiten.

Wie die Webseite betont, ändere sich der Arbeitsmarkt wegen neuer Technologien in Schweden äußerst schnell. Intelligente Computer und Roboter würden viele Arbeiten übernehmen. Gleichzeitig entstünden mit neuen technologischen Innovationen neue Jobs. Obwohl die neuen Technologien Wachstum erzeugten, würden viele, die technisch weniger versiert sind, zurückfallen.

Im Ausland Geborene stellen langfristig die Mehrheit der Arbeitslosen

Deswegen besteht offenbar das Risiko, dass kurz über lang, diejenigen, die im Ausland geboren sind, dauerhaft die Mehrzahl der Arbeitslosen ausmachen werden. Denn vielen davon fehlen die Fähigkeiten für die zukünftige wissensintensive Arbeit. Dafür seien Reformen nötig, schreibt die Webseite.

Aktuelle Zahlen lassen bislang keinen Optimismus aufkommen. Von 163.000 im Jahr 2015 in Schweden eingewanderten Flüchtlingen hatten Mitte 2016 nur 494 einen Job.

Siehe auch:

Schwedens Migrantenproblem: Extrem hohe Arbeitslosen- und Vergewaltigungsrate

40 Jahre Multikulti in Schweden: 300 Prozent mehr Gewaltverbrechen und 1472 Prozent mehr Vergewaltigungen



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