Dr. Markus Krall im Exklusiv-Interview: Der „pandemische Sozialismus“ beschleunigt die Wirtschaftskrise

Von 22. September 2020 Aktualisiert: 25. September 2020 12:28
"Unser Land sollte frei bleiben und wieder freier werden, als es zurzeit ist, wo seine Freiheiten durch eine Hybris der regierenden Klasse zunehmend eingeschränkt werden." Dazu bekennt sich Dr. Markus Krall im Interview mit Epoch Times.

„Ich glaube, dass wir vor der Entscheidung stehen: Freiheit oder Sozialismus. Aber ich glaube, dass die Entscheidung für den Sozialismus eine Entscheidung für den zivilisatorischen Untergang wäre, das gilt es, den Menschen jetzt klarzumachen.“ Der Finanzexperte und Bestsellerautor Dr. Markus Krall nimmt im Interview gesamtgesellschaftliche Zustände ins Blickfeld, die weit über rein wirtschaftliche Entwicklungen hinausgehen.

Krall: „Allerdings münden die Bedürfnisse mancher Politiker und von Teilen der Bevölkerung in sozialistischen Rezepten, aber diese Rezepte sind ein Angelhaken, der nur in eine Richtung reingeht, der geht nicht zurück. Die Abwärtsspirale der sozialistischen Rezepte beschleunigt sich schneller, als sogar ich selbst vorausgesagt habe. Durch Corona-Maßnahmen ist das alles früher und schneller eingetreten, was ich vorausgesagt habe. Das ist der Anlass, der noch mehr Sorgen bereitet.“

Die wirtschaftliche Katastrophe ist viel tiefer, als Krall es geahnt hat. Es zeigt sich, dass man über das Ziel hinausgeschossen ist. Krall: „Man hat Millionen Menschen in ihrer Existenz ruiniert und stellt sich jetzt hin und sagt: Es tut uns leid!“

Krall wird deutlich:

Die Gelddruckerei ist ein Rettungsring aus Beton, der sicherstellt, dass wir alle absaufen. Die Kurzarbeit ist eine versteckte Arbeitslosigkeit. In Wirklichkeit haben wir schon 10 Millionen Arbeitslose.“

Jeder Satz in dem Interview ist gespickt mit Fakten, die Markus Krall allgemeinverständlich darstellt – bis hin zur Bilanz der Europäischen Zentralbank, die wohl im kommenden Jahr das Volumen des Bruttosozialprodukts übersteigen wird, allerdings nur der Zahl nach, ohne realisierbaren Gegenwert. Was dann? Sie hat keine wiederverkaufbaren Assets, weil sie wertlos sind.

Krall: „Warum ist das Sozialismus? Weil man glaubt, durch diese geldpolitischen Maßnahmen die Wirtschaft von oben herab wieder planbar machen zu können.“

Heute ist Geld der Überbringer der Kommandowirtschaft

Krall: „Im heutigen Geldsozialismus ist das Geld der Überbringer der Kommandowirtschaft, wenn das Geld aber wertlos ist, entgleist das alles relativ schnell.“ Anschließend greife man zu Verstaatlichungen besonders von Zombiefirmen. Dann allerdings muss man mit Gewalt den Bürgern ihren Alltag vorschreiben, damit das Räderwerk zumindest eine Weile funktioniert, bis auch dieses pleite ist.

Der Sozialismus komme immer wieder in neuen Gewändern daher und verführe mit Versprechungen die Menschen, Gerechtigkeit zu erhoffen. Dann erfindet man neue Versprechungen, wie jetzt die Rettung der Erde durch gezielte Verarmung als Heilsbotschaft des Klimasozialismus. Weniger Wohlstand für alle als Heilsbotschaft wird laut Krall der Sozialismus zwar halten können, es wird jedoch ins Elend für alle führen.

Der „pandemische Sozialismus“ mit „alternativlosen“ Zwangsmaßnahmen

Die neueste Variante sei der „pandemische Sozialismus“, der zu „alternativlosen“ Zwangsmaßnahmen weltweit geführt hat und damit zum Zusammenbruch der Realwirtschaft, der Lieferketten und des Bruttosozialprodukts.

Das nächste Gewand sei die Weltrettung, also die Rettung der Welt vor dem Menschen. Der Sozialismus greift nach neuen angsterregenden Bedrohungslagen, die auch neue Formen des Freiheitsentzugs nach sich ziehen – was viele Menschen nicht erkennen, weil sie auch ein kurzes Gedächtnis haben und die Muster der Zwangsmaßnahmen nicht durchschauen.

Über die verschiedenen Gewänder, die der Sozialismus nutzt, spricht Krall in diesem Interview anhand einer Analyse des Buches „Wie der Teufel die Welt beherrscht“, von dem er sagt, es gäbe nach seiner Kenntnis kein zweites Buch, das die Kreuz- und Querverbindungen des sozialistischen Spinnennetzes, das die Welt überzieht, in ähnlicher Weise aufgearbeitet hat.

Ihm wäre beim Lesen klar geworden, dass die Personen, die das geschrieben haben, alle den „Kommunismus schon erlitten haben müssen“. Denn „wer dem Biest so tief in den Rachen geschaut hat und es so genau beschreiben kann, der muss es gesehen haben.“ Man bekäme dadurch etwas vermittelt, das „tiefer geht als nur die intellektuelle Analyse“ sondern es sei das „emotionale Begreifen des Übels, das der Sozialismus in seinen übelsten Formen darstellt“. Und dieses „in die Wurzel des Problems Hineingehen“ mache das Buch „zu etwas Besonderem“.

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Wie man dieses Spinnennetz vermeiden und wieder zu einer freiheitlichen Ordnung zurückkehren kann, beschreibt Markus Krall in seinem jüngst erschienenen Buch „Die bürgerliche Revolution“, die unsere Gesellschaft der Gegenwart analysiert und wie Krall sagt, „nicht zu besonders schmeichelhaften Ergebnissen kommt“.

Die letzten zehn Minuten des Interviews sind diesen Zuständen und der Frage gewidmet, was man tun könnte, um nicht den „genozidalen Genen“ des Sozialismus anheim zu fallen.

Krall stellt seine friedlichen konkreten Vorstellungen und die Wege zu mehr Freiheit und Selbstbestimmung dar, zu der sich schon Tausende von Mitstreitern eingefunden haben.