Google blockiert chinesische Ausdrücke von „Falun Gong“ in seiner Spracheingabe

Von 3. Juni 2020 Aktualisiert: 3. Juni 2020 17:21
Das Nachrichtenportal „Reclaimthenet“ hat eine weitere weitreichende Zensur von Google aufgedeckt. Vor Kurzem haben wir bereits über die Zensur von zwei chinesischen Begriffen berichtet – die Liste der verbotenen Worte scheint aber viel länger zu sein.

Das Nachrichtenportal für Meinungsfreiheit im Internet „Reclaimthenet“ hat entdeckt, dass nicht nur Begriffe wie „gongfei“ (共匪), was mit „kommunistischer Bandit“ übersetzt werden kann oder „wumao“ (五毛), was wörtlich „fünfzig Cent“ bedeutet, zensiert werden, sondern auch alles, was mit Falun Gong zu tun hat.

Sharon Wehrwein von „Reclaimthenet“ zeigte kürzlich ein Video, das zeigt, dass Google Voice Typing (Spracheingabe) für vereinfachtes Chinesisch das Wort „Falun“ jedes Mal blockierte, wenn Wehrwein per Sprachbefehl Begriffe über die Praxis eingab.

 

Das Video zeigt Wehrwein beim Versuch, die Sätze „Falun Gong“, „Falun Dafa“, „Zhuan Falun“ und „Falun Dafa ist wunderbar“ auf ihrem Samsung S9-Smartphone zu sprechen. Doch jedes Mal wurde das Wort „Falun“ in diesen Sätzen durch „****“ ersetzt, schreibt „Computing“.

Falun Gong, auch Falun Dafa genannt, ist eine Meditationspraxis aus China. Seit 20 Jahren verfolgt die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) Falun Gong. Wehrwein sagte, es sei „sehr wahrscheinlich“, dass die Software von Google das Wort absichtlich blockiert habe.

Kanal einer Menschenrechtsaktivistin von YouTube aus dem Verkehr gezogen

Auch die Menschenrechtsaktivistin Jennifer Zeng, die das Video ebenfalls veröffentlichte, schrieb: „Ich vermute, dass Google dies auf Anweisung der KPCh tut“.

Laut dem Falun Dafa Informationszentrum, der Pressestelle für Falun Gong und einer Hauptinformationsquelle für Informationen über die Verfolgung von Falun-Gong-Praktizierenden in China, ist die Verfolgung der Gruppe durch die KPCh eine der größten religiösen Verfolgungskampagnen der letzten 20 Jahre weltweit. Millionen von Menschen wurden inhaftiert, Hunderttausende gefoltert und Tausende als tot bestätigt, schreibt „Reclaimthenet“.

Die Veröffentlichung dieses Videos erfolgt einige Wochen nachdem Jennifer Zeng entdeckt hatte, dass das Google-eigene YouTube einige Begriffe automatisch zensiert hat. Die Begriffe waren gegenüber der KPCh kritisch.

YouTube hat zwar die Zensur zugegeben, sie aber als „Systemfehler“ abgetan.

Anfang Mai hat YouTube den Kanal von Jennifer Zeng, „Inconvenient Truths“, komplett aus dem Verkehr gezogen, wo sie öfter regimekritische Videos veröffentlicht hatte.

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