Im Kampf gegen „Fake-News“: Facebook, Google & Co sollen sich bezüglich Covid-19 künftig an WHO halten

Von 24. Februar 2020 Aktualisiert: 11. März 2020 15:09
Die größten Internetkonzerne der Welt und die Weltgesundheitsorganisation WHO wollen sich monatlich treffen, "um zu erörtern, wie Fehlinformationen über Covid-19 eingedämmt werden können".

Im Kampf gegen Fake-News über das Coronavirus und den Ausbruch der Lungenseuche Covid-19 sollen sich Internetgiganten wie Facebook, Google und Co künftig direkt an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wenden. Zu diesem Schluss kamen die beteiligten Firmen bei einer ganztägigen Beratung auf dem Facebook-Campus Menlo Park. Eingeladen hatte die WHO, um gemeinsam an Lösungen für den Coronavirus-Ausbruch zu arbeiten.

Wie „CNBC“ unter Berufung auf ungenannte Insider mitteilte, erläuterte die WHO ihre Reaktion auf das Coronavirus. Anschließend hätten die Unternehmen Zeit gehabt, ihre eigenen Ideen zur Bekämpfung des Ausbruchs vorzustellen. Weitere Treffen sollen folgen. Aufgrund der Konkurrenzsituation der Unternehmen wurde über die internen Bemühungen Stillschweigen vereinbart.

Unter den Teilnehmer befanden sich Vertreter von Facebook, Amazon, Twilio, Dropbox, Alphabet’s Google, Verizon, Salesforce, Twitter und YouTube, sowie private Unternehmen wie Airbnb, Kinsa und Mapbox. Ebenfalls eingeladen, aber nicht anwesend, waren Apple, Lyft und Uber, so „CNBC“ weiter.

WHO: „Der Tonfall ändert sich“

Das Hauptaugenmerk der Teilnehmer lag auf Strategien, wie die Unternehmen die Verbreitung von Fehlinformationen eindämmen. Andy Pattison von der WHO sagte, der „Tonfall ändert sich“. Die großen Technikkonzerne beginnen, gegen gefälschte Nachrichten über Covid-19 vorzugehen.

In diesem Zusammenhang bot Pattison den Unternehmen an,

bei der Überprüfung der von ihnen oder ihren Nutzern veröffentlichten Informationen zu helfen, anstatt sich auf Dritte zu verlassen“, schreibt „CNBC“.

„Twitter und YouTube und andere soziale Medienseiten sind immer noch mit Fehlinformationen überflutet“, sagte Pattison. Er bezeichnete das Problem als „infodemisch“.

Konkrete Beispiele für Fehlinformationen seien etwa Bücher auf Amazon, die die Angst vor dem Virus schüren oder Nachrichten auf Facebook, Twitter und anderen sozialen Medien die behaupten, dass Vitamin C Covid-19 heilen könnte.

Die Vielzahl der fehlerhaften Berichte sei vor allem auf eine „inhaltliche Lücke“ zurückzuführen, so Pattison.

Firmen gehen aktiv gegen Covid-19-Fake-News vor

Zu den Prioritäten der Technologieunternehmen gehören Bemühungen, um die Zusammenarbeit zu erhöhen – sowohl untereinander, als auch mit unabhängigen Faktenprüfern und öffentlichen Gesundheitsorganisationen.

Mehrere Unternehmen wie Facebook und Amazon boten zudem an, Werbeflächen gemeinsam zu nutzen oder Freiwillige zur Verfügung zu stellen, um die Verbreitung von Fehlinformationen einzudämmen, sagte Pattison. Andere Unternehmen räumten ein, dass sie noch nicht viel getan hätten.

Noch bevor Pattisons Flugzeug auf dem Rückweg in Europa landete, wurden einige Ideen, darunter ein online Meeting-Raum und ein gemeinsamer E-Mail-Verteiler umgesetzt. Außerdem beschlossen die Unternehmen und die WHO, sich alle paar Monate persönlich zu treffen, bis das Coronavirus unter Kontrolle ist.

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