Weihnachtsaktion

Weihnachtsangebot:
Verschenken Sie 6 Monate für 59 €

The Epoch Times The Epoch Times

Kein Abo

Läuft automatisch aus.

Energieversorgung aus Sonne und Wind
Solar- und Windkraftanlagen brauchen eine starke Schicksalsverbindung zu ... fossilen Kraftwerken.Foto: iStock

Ausbau der Erneuerbaren – Es lebe die Simulation!

Von 29. Dezember 2021
Bis 2030 sollen 80 Prozent des deutschen Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen. Eine Simulation des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme zeigt, dass auch dreimal mehr Solar- und Windkraftanlagen gegen die Launen der Natur – Tag und Nacht sowie Wetter – machtlos bleiben.

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme betreibt die Website Energy-Charts.info. Eine sehr anschauliche Seite mit vielen Daten rund um die Stromversorgung in Deutschland. Es gibt einen Bereich, da kann man sich eine Simulation der Nettostromerzeugung ansehen.

Drei Parameter lassen sich dort einstellen (neben den Wochen, die natürlich immer anders sind in Sachen Wind und Sonne): Die installierte Leistung für Strom aus Sonne und Wind sowie die Last lassen sich per Schieberegler einstellen. Wir geben einfach einmal eine Last von 675 TWh/a ein und simulieren eine Nennleistung bei Solar von 150 GW und bei Wind ebenfalls 150 GW. Das wäre etwa eine Verdreifachung zum heutigen Stand.

Dreimal Null bleibt Null

Am 21.12.2021 um 7:45 Uhr leistete Solar keinen Anteil zur Stromversorgung. Das ist auch kein Wunder, es ist der Tag der Wintersonnenwende. Die Sonne geht erst spät auf. Wind lieferte zum gleichen Zeitpunkt 5,38 GW und das bei wohlgemerkt einer verdreifachten Kapazität. Auf die 150 GW gerechnet sind es gerade einmal etwas über drei Prozent der Nennleistung.

Der orangefarbene Bereich ist die Zusatzstromerzeugung, also derjenige Strom, der benötigt wird, um die Last zu decken bei gleichen Wetterbedingungen wie heute, aber eben mehr ausgebauter Kapazität bei Wind und Solar. Dieser Zusatzstrom ist in erster Linie Strom aus fossilen Brennstoffen und aus Import.

OK, das ist vielleicht ein ungünstiger Zeitpunkt, könnte man jetzt sagen, es lässt allerdings außer Betracht, dass auch zu ungünstigen Zeitpunkten genügend Strom vorhanden sein muss. Gehen wir einen Tag zurück, nämlich dahin, wo die Solarbeule am größten war, es war am 20.12.2021 um 12:30 Uhr. Ein erfreulicher Tag, denn an dem Tag schien im Gegensatz zu den Tagen davor tatsächlich mal die Sonne in Deutschland.

Solar kam auf fast 40 GW, das ist eine ziemliche Hausnummer. Allerdings betrug die Last zu diesem Zeitpunkt 96 GW. Somit musste die Zusatzstromerzeugung hier einiges beisteuern, denn der Wind hatte nur bescheidene 8 GW zu bieten oder anders gesagt 5,3 Prozent der Nennleistung. Die Windkraftanlagen in Deutschland langweilten sich an dem Tag und werden es bei gleichen Windverhältnissen auch in Zukunft machen.

Starke Schicksalsverbindung zwischen Erneuerbaren und Fossilen

Wie man an dem Buckel und der schwarzen Kurve gut sehen kann, wurde am 20.12.2021 in der Simulation mehr Strom erzeugt als benötigt wurde, und zwar 20 GW mehr.

Selbst wenn man davon ausgeht, dass ein System optimal auf die Last eingestellt wäre (kein Überschuss), dann bleiben immer noch über 40 GW, die zusätzlich erzeugt werden müssen, um die Last zu decken. Man kann also sagen, die Erzeugung durch Wind und Sonne sind in einer Schicksalsgemeinschaft – es bleibt nichts anderes mehr übrig in Zukunft – mit Erdgas.

Vielleicht sollte man den Link zu der Simulation einfach einmal jedem Experten schicken, der immer noch meint, das würde alles ganz easy gehen. Das wären allerdings auch die Forscher des Fraunhofer-Instituts selber, die beharrlich für den massiven Ausbau der Erneuerbaren Energien trommeln. So ein Ausbau wird uns also nicht davor bewahren, auch reichlich Gaskraftwerke zu errichten oder massiv Strom zu importieren.

Dieser Artikel erschien im Original auf kaltesonne.de unter dem Titel: Es lebe die Simulation!



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion