Die Solarzelle wird rund: Beispiel einer in dieser Art einmaligen zylindrischen Solarzelle, entworfen von der Solyndra AG, einem in Kalifornien gegründeten Unternehmen. Die Nachfrage ist enorm: Aufträge über 1,2 Mrd. Dollar müssen abgearbeitet werden. (Solyndra, AG)

Zylinder, aber kein Frack: Kalifornisches Unternehmen gestaltet konventionelle Solarzellen neu

Von 21. Oktober 2008 Aktualisiert: 21. Oktober 2008 10:46

Ein Solartechnologie-Unternehmen hat zylindrische Solarzellen entwickelt, die bei einem niedrigeren Preis mehr Energie erzeugen als konventionelle Solarzellen. Das junge Unternehmen Solyndra Inc. hat seinen Sitz in Freemont in Kalifornien. 

Mit über 600 Millionen Dollar (zirka 430 Millionen Euro) Finanzausstattung hat das Unternehmen die neue Technologie entwickelt und die Produktionskapazität für das System aufgestockt, um die wachsende Nachfrage der mehr als 1,2 Milliarden Dollar schweren Verträge zu erfüllen, die das Unternehmen bereits mit Kunden aus Europa und den Vereinigten Staaten unterzeichnet hat.

„Das System von Solyndra optimiert die photovoltaische Effizienz auf kommerziellen Dächern in einzigartiger Weise, indem es mehr Sonnenlicht, das auf das ganze Dach trifft, in Elektrizität konvertiert,“ sagte der Firmenchef und Gründer des Unternehmens Chris Gronet.

Allein in den USA wären 2,7 Milliarden Quadratmeter Dachfläche für photovoltaische Systeme verfügbar und könnten einen Überschuss von 150 Gigawatt Elektrizität produzieren.

Während konventionelle Solarmodule flache Solarzellen haben, bestehen die neuen Solarmodule aus Reihen von zylindrischen Solarzellen ähnlich den Leuchtstoffröhren. Pro Modul werden vierzig 2,5 cm breite Glasrohre montiert, die aus einem dünnen Film eines Halbleiter-Materials gefertigt werden.

Die zylindrische Form erlaubt den Bauelementen, über ihre photovoltaische Oberfläche von 360 Grad mehr Sonnenlicht einzufangen. Sie müssen zudem nicht auf ein geneigtes Bauteil montiert werfen, wie die traditionellen Solarmodule. Auch hat das neue Design bedeutend weniger Windwiderstand, wodurch keine so feste Verankerung auf dem Dach benötigt wird.

„Die Installation von photovoltaischen Bauelementen für kommerzielle Dächer kann jetzt in Tagen und nicht mehr in Wochen fertig gestellt werden. Für flache kommerzielle Dächer wirft diese Technologie alle bisher geltenden Spielregeln über den Haufen.“, sagte Manfred Baechler, oberster technischer Leiter bei Phoenix Solar AG, eines der größten Solarenergie-Integrierwerke in Europa und Solyndra Kunde.

Text erschienen in The Epoch Times Deutschland Nr. 42/08



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