„Keine Häuser“: Videos zeigen die Verwüstung nach „Dorian“ auf der Abaco-Insel der Bahamas

Epoch Times3. September 2019 Aktualisiert: 3. September 2019 19:27

Sturmfluten mit bis zu sieben Meter hohen Wellen, umgeknickte Bäume und tausende beschädigte oder zerstörte Häuser: Hurrikan „Dorian“ hat bei seinem Zerstörungszug durch die Bahamas viel Schaden angerichtet. Mancherorts liegt alles brach. Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums NHS bewegte sich der Wirbelsturm am Montag „katastrophal“ langsam über die Insel Grand Bahama hinweg. Er soll am Montagabend sogar beinahe still gestanden haben. Meteorologen des Wetterdienstes Weather Underground machten dafür ein Fehlen starker Winde in oberen Teilen der Atmosphäre verantwortlich. Auch die USA bereiteten sich auf „Dorians“ Ankunft vor: Hunderttausende Bewohner küstennaher Gebiete in Florida, Georgia und South Carolina sollten ihre Häuser verlassen.

Auf Twitter erscheinen immer mehr Videos, die das erschreckende Ausmaß der Verwüstung auf den Bahamas durch Hurrikan „Dorian“ zeigen.

 

 

 

 

Verzweifelte Einwohner riefen per Textnachrichten um Hilfe: „Wir stehen unter Wasser. Kann uns jemand helfen oder Hilfe schicken? Bitte“, schrieb eine Frau namens Kendra Williams. „Ich, meine sechs Enkel und mein Sohn sind auf dem Dachboden.“ Mancherorts reiche das Wasser bis an die Hausdächer heran, berichteten Zeugen auf Onlineplattformen.

Auf dem Video eines Bewohner der Hauptinsel Abacos, Raymond King, waren überflutete Straßen, entwurzelte Bäume und umgestürzte Strommasten zu sehen. „Wir brauchen Hilfe. Alles liegt am Boden.“

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen benötigten mindestens 61.000 Menschen auf den Bahamas Lebensmittel. Das Rote Kreuz schätzte die Zahl der beschädigten oder zerstörten Häuser auf etwa 13.000.

In den USA appellierte Floridas früherer Gouverneur Rick Scott an die Bevölkerung in den gefährdeten Küstengebieten: „Sollten Sie sich in einer Evakuierungszone befinden, dann gehen Sie JETZT“, erklärte Scott. Häuser ließen sich wieder aufbauen, verlorenes Leben nicht. US-Präsident Donald Trump warnte vor den katastrophalen Folgen des „Monster“-Sturms.

Das Auswärtige Amt rief in seinen aktuellen Reisehinweisen zu besonderer Vorsicht in den Risikogebieten auf. Reisende sollten die Wettervorhersagen und Sturmwarnungen beachten, engen Kontakt zu ihrer Fluggesellschaft oder dem Reiseveranstalter halten und „unbedingt den Anweisungen lokaler Behörden“ folgen. (afp/nmc)

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