Die Europäische Zentralbank hat den negativen Einlagezins vor rund einer Woche auf minus 0,5 Prozent gesenkt. Als Folge möchte die Stadtsparkasse München Neukunden mit einem Negativzins ab 100.000 Euro abschrecken. Belastungen privater Sparer sind zunehmend mehr zu erwarten.Foto: iStock

EZB zeigt Wirkung: Banken senken Negativzins auf minus 0,5 Prozent

Epoch Times26. September 2019 Aktualisiert: 26. September 2019 8:18
Das Negativzins-Drama geht weiter. Die letzte Zinssenkung der Europäischen Zentralbank auf minus 0,5 Prozent zeigt bereits ihre Wirkung, vor allem auch für private Sparer.

Vor rund einer Woche hat die Europäische Zentralbank (EZB) den negativen Einlagezins von minus 0,4 Prozent auf 0,5 Prozent gesenkt. Erste Auswirkungen für private Sparer zeichnen sich bereits ab. Zwei Sparkassen sind hier besonders aufgefallen.

Stadtsparkasse München will Neukunden abschrecken

Die Stadtsparkasse München betreibt Schadensbegrenzung. Nach Informationen der Abendzeitung München beabsichtige die Sparkasse, Einlagen ab 100.000 Euro mit Negativzinsen zu belasten. Das sei eine Strategie, um Neukunden abzuschrecken. Vorrangig geht es also gar nicht darum, die Belastungen an die Kunden weiterzugeben. Denn den Bestandskunden, so der Verwaltungsrat, könne der Zins nur mit Zustimmung belastet werden. Nur Neukunden seien davon betroffen.

Die Sparkasse will verhindern, dass Kunden anderer Geschäftsbanken ihre Einlagen dorthin bringen, um den Negativzinsen der eigenen Bank auszuweichen. Der Vorstandsvorsitzende, Ralf Fleischer, soll der Abendzeitung gegenüber geäußert haben, dass ein solcher Neukundenzugang die ohnehin schon zurückgegangenen Zinserträge ungemein belastet hätte.

Sparkasse Rotenburg-Osterholz belastet zu viel

Laut dem Internetportal Verivox verlangen bereits 13 Banken Negativzinsen und sechs Banken erheben Gebühren. Möglicherweise gebe es noch weitere Sparkassen und Banken, die den Negativzins aber nicht veröffentlichen. Die Sparkasse Rotenburg-Osterholz in Niedersachsen hat als erste Geschäftsbank den Negativzins auf Tagesgeldkonten privater Sparer auf 0,5 Prozent gesenkt. Der Freibetrag beträgt aber eine Million Euro.

Die Bankenbelastung dürfte dabei aufgrund der von Mario Draghi eingeführten Staffelzinsen allerdings niedriger als minus 0,5 Prozent sein. Das Online-Magazin Focus verweist in diesem Zuge auf eine Berechnung von Frederik Ducrozet, Stratege von Pictet Wealth Management, der in einer Twitter-Nachricht konkrete Zahlen zu den Entlastungen der Banken mitteilt.

Hier sehen Sie, bei welchen Banken Sie aktuell Strafzinsen oder Gebühren auf Ihr Tagesgeld zahlen müssen. (bm)


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