Asheville, North Carolina, USA - May 25, 2013: Genetically modified food protesters hold up a sign calling Monsanto "MonSATAN"at a GMO protest rally on May 25, 2013 in downtown Asheville, North Carolina

Glyphosat-Prozess: US-Gericht reduziert Strafzahlung gegen Monsanto um rund die Hälfte

Epoch Times26. Juli 2019 Aktualisiert: 26. Juli 2019 9:28

Ein US-Gericht hat die Milliarden-Strafzahlung gegen die Bayer-Tochter Monsanto in einem Glyphosat-Prozess nach Angaben von Bayer deutlich abgesenkt.

Das kalifornische Gericht reduzierte die Gesamtsumme von rund zwei Milliarden Dollar auf rund 86,7 Millionen Dollar (77,8 Millionen Euro), wie Bayer am Freitag mitteilte.

Geklagt hatte ein an Krebs erkranktes Ehepaar. Bayer bezeichnete die Absenkung der Strafzahlung als „Schritt in die richtige Richtung“, will aber Berufung gegen die Verurteilung einlegen.

Eine Jury in Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien hatte Monsanto im Mai zur Zahlung von zwei Milliarden Dollar an das Ehepaar Pilliod verurteilt.

Beide Senioren sind am Non-Hodgkin-Lymphom erkrankt und machen dafür das glyphosathaltige Roundup verantwortlich, das sie seit 1982 zur Unkrautbekämpfung nutzten. Der Superior Court of the State of California milderte diese Entscheidung nun ab.

Bayer ging erfolgreich in Berufung

Bayer kündigte Berufung an. Das Urteil entspreche nicht „der Beweislage in dem Verfahren“. Es stehe „im Widerspruch zu dem umfangreichen Bestand wissenschaftlich zuverlässiger Erkenntnisse und den Schlussfolgerungen führender Regulierungsbehörden weltweit“, teilte der Konzern mit.

Diese bestätigten, dass glyphosatbasierte Herbizide bei sachgemäßer Verwendung „sicher sind und Glyphosat nicht krebserregend ist“.

In der Forschung ist die Frage, ob die in Roundup enthaltene Chemikalie Glyphosat eine krebsauslösende Wirkung hat, umstritten.

Die US-Umweltbehörde EPA und auch die Aufsichtsbehörden in der EU und Deutschland gelangten zu dem Schluss, dass von Glyphosat keine Krebsgefahr ausgeht.

Dagegen konstatierte die zur Weltgesundheitsorganisation WHO gehörende Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) vor drei Jahren, dass Glyphosat „wahrscheinlich krebserregend bei Menschen“ sei. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion