Die Vulkane der Inseln der Vier Berge gehören wahrscheinlich zu einem einzigen Supervulkan.
Die Vulkane der Inseln der Vier Berge gehören wahrscheinlich zu einem einzigen Supervulkan.Foto: Ed Bailey, U.S. Fish and Wildlife Service.

Alaska: Forscher entdecken möglichen Supervulkan vergleichbar mit „Yellowstone“

Von 8. Dezember 2020 Aktualisiert: 8. Dezember 2020 15:33
Eine kleine Gruppe von Vulkaninseln in der Aleutenkette Alaskas könnte Teil eines einzigen, unentdeckten riesigen Vulkans sein. Bestätigt sich der Verdacht der Forscher, reiht sich der neue Supervulkan neben der "Yellowstone"-Caldera und anderen (historischen) Vulkanen mit schwerwiegenden globalen Folgen ein.

Die „Inseln der Vier Berge“ in den zentralen Aleuten ist eine Gruppe von sechs Stratovulkanen mit den Namen Carlisle, Cleveland, Herbert, Kagamil, Tana und Uliaga – die allesamt zu einem einzigen gigantischen Supervulkan gehören könnten. Strato- oder Schichtvulkane sind das, was sich die meisten Menschen vorstellen, wenn sie an einen Vulkan denken. Ein steiler, kegelförmiger Berg aus Wolken und Asche mit einer Fahne, die auf dem Gipfel weht.

Solche Vulkane können mächtige Eruptionen haben, wie die des Mount St. Helens im Jahr 1980 oder die des Vesuv im Jahre 79 v. Chr. Trotz ihrer verheerenden Folgen sind diese Ausbrüche klein. Weitaus seltenere calderabildende Eruptionen stellen sie sprichwörtlich in den Schatten. Einen solchen Supervulkan glauben Wissenschaftler der Amerikanischen Geophysikalischen Union (AGU) gefunden zu haben. Auf der AGU-Herbsttagung stellten sie ihre Ergebnisse vor.

Alaska-Vulkan besiegelt Wandel des Römischen Reichs

Forscher aus einer Vielzahl von Institutionen und Disziplinen haben nun den Mount Cleveland, den aktivsten Vulkan der Aleuten-Gruppe, untersucht und versucht, die Natur der Inseln der Vier Berge zu verstehen. Zahlreiche Beweise deuten darauf hin, dass die Inseln, ähnlich wie der Vulkan unter dem Yellowstone Nationalpark, zu einer einzigen zusammenhängenden Caldera gehören könnten.

Im Gegensatz zu Schichtvulkanen, die kleine bis mittelgroße Magmareservoirs anzapfen, entsteht eine Caldera durch das Anzapfen eines riesigen Reservoirs in der Erdkruste. Wenn der Druck des Reservoirs die Stärke der Erdkruste übersteigt, werden in einer katastrophalen Eruptionsepisode gigantische Mengen an Lava und Asche freigesetzt.

Caldera-bildende Eruptionen sind die explosivsten Vulkanausbrüche auf der Erde, und sie haben oft globale Auswirkungen gehabt. Die Asche und das Gas, das sie in die Atmosphäre abgeben, können das Erdklima beeinflussen und soziale Umwälzungen auslösen.

So wurde beispielsweise der Ausbruch des nahe gelegenen Vulkans Okmok im Jahr 43 v. Chr. in Zusammenhang mit der Zerrüttung der Römischen Republik und dem Aufstieg des Kaiserreichs gebracht. Die vorgeschlagene Caldera unter den Inseln der Vier Berge wäre noch größer als Okmok. Sollte sie sich bestätigen, wäre sie die erste in den Aleuten, die unter Wasser verborgen ist, sagte Diana Roman von der Carnegie Institution for Science in Washington D.C.

Existenz von Supervulkan sehr wahrscheinlich – aber nicht bewiesen

„Wir haben unter den Sofakissen nach Daten gekratzt“, sagte Roman und bezog sich dabei auf die Schwierigkeit, einen so abgelegenen Ort zu untersuchen. „Aber alles, was wir betrachten, stimmt mit einer Caldera in dieser Region überein.“

Trotz all dieser Anzeichen weisen Roman und John Power, ein Forscher des U.S. Geological Survey am Alaska Volcano Observatory und Hauptautor der Studie, darauf hin, dass die Existenz der Caldera bislang keineswegs bewiesen ist. „Unsere Hoffnung ist es, zu den Inseln der Vier Berge zurückzukehren und den Meeresboden genauer zu untersuchen, das Vulkangestein genauer zu studieren, mehr seismische Daten zu sammeln und viele weitere geothermische Gebiete zu beproben“, sagte Roman.

Bestätigt sich die Caldera-Hypothese würde das auch die häufige explosive Aktivität am Mount Cleveland erklären, so Roman. Mount Cleveland ist der wohl aktivste Vulkan Nordamerikas, zumindest in den letzten 20 Jahren. Seine Aschewolken reichten 5.000 bis 10.000 Meter in die Atmosphäre und damit in den verkehrsreichen Luftraum zwischen Nordamerika und Asien.

„Es hilft uns möglicherweise zu verstehen, was Cleveland so aktiv macht“, sagte Power, die die Arbeit präsentierte. „Es kann uns auch helfen zu verstehen, welche Eruptionen in Zukunft zu erwarten sind, und uns besser auf ihre Gefahren vorzubereiten“.

(Mit Material der Amerikanischen Geophysikalischen Union)



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