Und sie bewegen sich doch – Laboruntersuchungen von schwarzen Fäden, Teil 2

Laboruntersuchungen im Auftrag der Epoch Times haben nicht nur die Existenz von schwarzen unbekannten Fasern auf Masken und Teststäbchen, sondern nun auch Bewegungen der sogenannten „Morgellonen“ bestätigt. Epoch Times begab sich sodann auf die Suche nach Antworten. Nachdem die Hersteller der Masken nicht oder nicht zufriedenstellend reagierten, bittet die Redaktion um Ihre Hilfe.
Morgellonen oder ungefährliche Textilfasern?
Schwarze Fasern auf einer OP-Maske (a, 10-fach vergrößert), von einem Teststäbchen (b, 40x), und einer vorgeformten Gesichtsmaske (c, 40x; d, 100x).Foto: Epoch Times
Von 20. April 2021

Morgellonen, unbekannte schwarze Fäden oder einfach Textilfasern? Seit Wochen kursieren im Internet Videos über schwarze Fasern auf Masken und Teststäbchen. Seither mehren sich die Spekulationen über ihre Herkunft, Zusammensetzung und Zweck.

Anfang April bestätigten unabhängige Laboruntersuchungen im Auftrag der Epoch Times schwarze, unbekannte Fasern in verschiedenen Gesundheits- und Pflegeprodukten. Leser berichteten anschließend von eigenen Entdeckungen, sich bewegenden Fasern und sogar der Vermehrung der Fasern auf getragenen Masken. Auf der Suche nach Antworten wandte sich Epoch Times erneut an das Labor und an die Hersteller der untersuchten Masken – letzteres mit mäßigem Erfolg.

Die ersten Untersuchungen bestätigten schwarze Fasern an zwei Teststäbchen eines Corona-Schnelltests, einer Maske sowie an kosmetischen Wattepads und Wattestäbchen. Eine nähere Untersuchung lag zu diesem Zeitpunkt nicht vor. Erste Versuche, im Wasserbad und mit einem Magneten eine Bewegung anzuregen, blieben erfolglos. Ebenfalls erlaubten die ersten Bilder keinen Vergleich der schwarzen Fasern.

Mikroskopische Untersuchung zeigt Unterschiede zwischen schwarzen Fasern

Um die Materialien und Fasern verschiedener Schutzmasken und Teststäbchen zu vergleichen, folgten weitere mikroskopische Aufnahmen am 5. und 13. April. Wiederum stand ein Mikroskop „Axio Imager.A2“ der Firma Zeiss zur Verfügung. Für die Aufnahmen wurde jeweils eine 10-, 40- und 100-fache Vergrößerung gewählt. Als Proben dienten diesmal Gesichtsmasken verschiedener Hersteller sowie das Teststäbchen eines Schnelltests:

Erste Aufnahmen (10-fache Vergrößerung) zeigten unbekannte schwarze Fasern – in verschiedener Häufigkeit – auf fast allen Proben. Eine Auswahl „normaler“ und „schwarzer“ Fasern wurde anschließend mithilfe von doppelseitigem Laborklebeband isoliert. Dies war notwendig, um die entsprechenden Fasern für Aufnahmen mit 40- bis 100-facher Vergrößerung in einer Ebene fokussieren zu können. Zum Vergrößern der folgenden Aufnahmen bitte ins Bild klicken. Das Bild in Originalgröße öffnet in neuem Tab.

Insbesondere bei starker Vergrößerung sind Unterschiede zwischen normalen und schwarzen Fasern derselben Masken sowie zwischen Fasern verschiedener Masken sichtbar. Bei mittlerer Vergrößerung der Fasern der 3M-Maske scheinen die schwarzen Fasern zudem keine durchgehenden Hohlfasern zu sein, sondern Trennwände wie eine Holzfaser zu besitzen (vgl. 3M, 40-fach, unten rechts).

Die isolierte Faser der Epoch-Times-Maske scheint hingegen vollkommen flach, möglicherweise geschah das beim Isolieren der Faser.

Eigenbewegungen von „Morgellonen“ im offenen System gefunden

Während es mit mikroskopischen Aufnahmen nicht möglich ist, die chemische Zusammensetzung des Materials festzustellen, können folgende Beobachtungen festgehalten werden:

  • Schwarze unbekannte Fasern waren vor allem in den inneren und mittleren Maskenschichten zu finden, jedoch nicht an den Außenseiten der Masken.
  • Die untersuchten Fasern sind nicht mit den Fasern der Masken/Teststäbchen verbunden, sind aber in vielen Fällen in das Fasermaterial eingebettet beziehungsweise „stecken darin fest“. Mit Laborklebeband lassen sie sich leicht vom übrigen Material isolieren.
  • In einem geschlossenen System (Petrischale, 3 ml Wasser, 37° C) konnten keine Eigenbewegungen festgestellt werden. In einem offenen System wurden bei der Zugabe von Wassertropfen (100 µl) sowohl bei Raum- als auch bei Körpertemperatur vereinzelt Eigenbewegungen der Fasern festgestellt.

Da es sich bei letzterem Versuchsaufbau um ein offenes System handelt, können dabei Trocknungseffekte nicht ausgeschlossen werden. Diese Vermutung wird durch die Tatsache unterstützt, dass die Bewegung nicht sofort bei Kontakt mit Wasser eintritt, sondern in diesen Studien zwischen 10 und 15 Sekunden verzögert beobachtet wurde. Die Bewegung hielt etwa eine Minute an.

Eine ähnliche Verzögerung konnte auch in einigen privaten Videos, die Epoch Times zur Verfügung gestellt wurden, beobachtet werden. Jedoch sind Trocknungseffekte nur eine der möglichen Vermutungen, andere Effekte können aufgrund der bisherigen limitierten Ergebnisse nicht ausgeschlossen werden. Ein Impuls durch Anstoßen oder Windhauch hingegen kommt nicht infrage. In den folgenden Videos ist zudem eine deutliche Hin- und Rückbewegung der Fasern sichtbar. [Anm. d. Red.: Da das Mikroskop keine längeren Videos erlaubt, filmte Epoch Times die Bewegung spontan per Smartphone vom Bildschirm ab. Entschuldigen Sie bitte die Video-Qualität.]

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Vermutlich kein (biologisches) Lebewesen

Da auch von Lesern der Epoch Times immer wieder die Frage gestellt wurde, ob es sich bei den unbekannten Fasern um Lebewesen handeln könnte, wurden neben mikroskopischen Aufnahmen mit 100-facher Vergrößerung auch das Verhalten der Fasern in einem flüssigen Zellnährmedium untersucht. Diese enthält unter anderem Wachstumsfaktoren, Aminosäuren und Puffersubstanzen. Der Verbrauch der Nährstoffe kann durch Farbumschlag aufgrund von Änderung des pH-Werts erkannt werden.

Die Mikroskopischen Aufnahmen zeigen, dass es sich bei den Fasern um „irgend ein anderes Material“ als das Masken-Material handelt. Deutliche „Lebenszeichen“ konnten jedoch bei keinem der durchgeführten Versuche festgestellt werden, sodass es sich bei den schwarzen Faser – „Morgellonen“ – vermutlich nicht um biologische Lebewesen handelt.

In der vorherigen Untersuchungsreihe wurde zudem die Interaktion der unbekannten Fasern auf magnetische Felder untersucht. Dabei konnte keine Interaktionen festgestellt werden. Es wurde daher im Artikel ausgeschlossen, dass es sich um bei den Fasern um Metall handelt. Diese Aussage muss insofern konkretisiert werden, als lediglich magnetische Metalle oder Legierungen ausgeschlossen werden können.

Auf der Suche nach Antworten: Das Schweigen der Hersteller

Im Anschluss an die Untersuchungen im Labor wandte sich Epoch Times am 13. April an die Hersteller der untersuchten Masken, an denen schwarze Fasern gefunden wurden. Von den drei Herstellern Hygiene Austria, 3M und der Forans Gruppe (Medrull) reagierte lediglich 3M. Jedoch blieb sowohl die Frage nach durchgeführten toxikologischen Untersuchungen und Interaktionsstudien mit den betreffenden Schleimhäuten als auch die Bitte um eine Stellungnahme unbeantwortet.

Wie eine Sprecherin der Minnesota Mining and Manufacturing Company (3M) am deutschen Firmensitz in Neuss, per E-Mail mitteilte, seien Berichte über die schwarzen Fäden bekannt. Oberste Priorität von 3M sei es, „unseren Kunden stets zuverlässige und qualitativ hochwertige Produkte zu liefern. Alle unsere Atemschutzmasken werden demnach regelmäßig auf ihre Qualität überprüft und sind von offiziellen Stellen zertifiziert.“ Ein entsprechendes Zertifikat schickte 3M nicht mit. Auch in den Produktdetails der Maske auf der Website ist dieses (ohne Login) nicht erhältlich. Weiter hieß es aus Neuss:

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir ohne genauere Kenntnisse Ihrer Studie keine detaillierten Informationen zu toxikologischen Untersuchungen herausgeben.“

Zudem hätten „verschiedene Experten zwischenzeitlich bestätigt, dass es sich bei den schwarzen Fäden lediglich um ungefährliche Textilfasern handelt.“ Gleichzeitig könne man „anhand der Bilder leider nicht eindeutig beurteilen, ob es sich bei den Masken, die [Epoch Times] vorliegen, um Original-3M Ware handelt“. 3M bot an „die Maske auf Echtheit zu prüfen.“ [Anm. d. Red.: Epoch Times hat Fotos der Masken und die jeweiligen mikroskopischen Aufnahmen mit schwarzen Fäden sowie die Ergebnisse der ersten Untersuchungen an die Hersteller geschickt.]

Unsere Rückfragen, welche Experten die ungefährlichen Textilfasern bestätigt haben, ob Materialanalysen vorliegen und die erneute Bitte um Auskunft über toxikologische Untersuchungen, blieben unbeantwortet.

3M teilte Epoch Times jedoch mit:

Sie werden sicher verstehen, dass unsere Anstrengungen momentan primär in die Bekämpfung der Pandemie gehen. Im Bereich der Persönlichen Schutzausrüstung konzentrieren wir uns daher auf die Produkte, die am dringendsten im Kampf gegen Covid-19 benötigt werden.“ [Anm. d. Red.: Eine FFP2-Maske oder ähnliches der Firma 3M lag Epoch Times zum Zeitpunkt der Untersuchungen nicht vor. Sobald verfügbar werden wir dies nachholen.]

Wir möchten Ihnen jedoch nochmals versichern, dass wir höchsten Wert auf die Qualität all unserer Produkte legen. Alle medizinischen Masken, die ein CE-Zeichen tragen, werden zudem nach ISO 10993 auf Biokompatibilität geprüft.“

Bezüglich ISO 10993 schreibt das Johner Institut, Beratungsspezialist für die Zulassung von Medizinprodukten: „Der Nachweis der Biokompatibilität lässt sich nicht ausschließlich anhand von Datenblättern führen. Daher sind Prüfungen notwendig.“ Weder Datenblätter noch Prüfungsergebnisse liegen der Epoch Times vonseiten 3M vor.

Sowohl das Wiener Unternehmen Hygiene Austria (FFP2-Maske) als auch die deutsche Forans-Zweigstelle in Dortmund (OP-Maske) reagierten auf die Presseanfrage der Epoch Times bislang nicht.

„Morgellonen“ weiter unbekannt + Leser-Aufruf

Um die Zusammensetzung der schwarzen Fasern festzustellen, ist eine chemische Materialanalyse unverzichtbar. Für Aufnahmen der Fasern im höheren Nano- beziehungsweise niedrigeren Mikrometerbereich ist zudem die Analyse mittels Elektronenmikroskop, vorzugsweise Kryo-SEM, eine geeignete Wahl. Beides stand für die bisherigen Analysen nicht zur Verfügung.

An dieser Stelle möchten wir Sie bitten, uns bei den nächsten Untersuchungen zu helfen. Wenn Sie über das nötige Wissen und die Technik verfügen und bereit sind, für Epoch Times weitere Untersuchungen durchzuführen, oder wenn Sie jemanden kennen, der diese Voraussetzung erfüllt, schreiben Sie uns an [email protected] betreffs „Elektronenmikroskopie (oder Materialanalyse) schwarze Fasern“.

Eine weitere Möglichkeit, höchstauflösende Bilder der Fasern und ihrer Oberflächenstruktur zu erhalten, bietet die Atomic Force Microscopy (AFM). Bei der sogenannten Rasterkraftmikroskopie können Oberflächenstrukturen sowie Materialunterschiede (zum Beispiel hartes/weiches Material über Phasenkontrast) untersucht werden. Bei der bildgebenden Variante wird mit einer nur etwa zehn Nanometer großen Feder die Oberfläche eines Materials abgetastet und die Informationen in ein Bild umwandelt.

Begrenzt durch die maximale Ausschwenkung der Feder ist jedoch die Höhe der Probe limitiert. In Fall der versuchten FlexAFM auf maximal 5 µm. Selbst fixierte, flach aufliegende Fasern überschreiten diesen Wert, sodass aufgrund der Limitierung des zur Verfügung stehenden Gerätes keine Messungen vorgenommen werden konnten.

Über weitere Untersuchungsergebnisse sowie Kenntnisse über Toxikologie- und Interaktionsstudien sowie über den Nachweis der Ungefährlichkeit der schwarzen Fäden wird Epoch Times für Sie berichten.

[Anmerkung der Redaktion: Auf Bitte von 3M wurde der Name der Pressesprecherin entfernt. Zudem haben bereits mehrere Leser von ihren eigenen Beobachtungen berichtet. Auch wenn unser Redakteur nicht umgehend auf Ihre Leserbriefe antwortet, wird er alle Berichte mit der leitenden Wissenschaftlerin besprechen.]



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