Das Kohlekraftwerk Mehrum und Windräder: Selbst wenn die Menschheit von heute auf morgen keinerlei Treibhausgase mehr verursacht, könne die Erwärmung der Erde nicht gestoppt werden.Foto: Julian Stratenschulte/dpa

„Null Emission“ kann die Erwärmung der Erde nicht stoppen

Von 18. November 2020 Aktualisiert: 18. November 2020 16:57
Seit der letzten Eiszeit erwärmt sich die Erde – welche Rolle der Mensch dabei spielt, ist umstritten. Stoppen könne der Mensch die natürliche Erwärmung laut norwegischen Forschern nicht. Auch dann nicht, wenn 2020 alle Treibhausgasemissionen auf null reduziert würden.

Selbst wenn die Menschheit von heute auf morgen keinerlei Treibhausgase mehr verursacht, können die globalen Temperaturen noch Jahrhunderte danach weiter ansteigen. Dies geht aus einer Studie über die Erwärmung der Erde zwischen 1850 und 2500 hervor.

Anhand eines vereinfachten Klimamodells untersuchten Jorgen Randers und Ulrich Goluke von der Norwegian Business School in Oslo die Auswirkungen verschieden starker Reduzierungen der Treibhausgase und ihre Wirkung auf das globale Klima. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie Mitte November in der Fachzeitschrift „Scientific Reports“.

+3° C und mindestens 2,5 Meter Anstieg des Meeresspiegels

Bleibt alles wie bisher – Klimapolitik, Energie- und Mobilitätswende – gehen die Forscher davon aus, dass die anthropogenen Treibhausgasemissionen in den 2030er Jahren ihren Höhepunkt erreichen und bis 2100 auf Null sinken. In ihrem Modell führt dieses Szenario dazu, dass im Jahr 2500 die globalen Temperaturen um 3° C und der Meeresspiegel bis 2500 um 3 Meter steigen.

Auch wenn alle anthropogenen Treibhausgasemissionen noch dieses Jahr auf null reduziert würden, schätzen die Autoren, dass nach einem anfänglichen Rückgang die globalen Temperaturen immer noch um 3° C wärmer sein werden als 1850. Der Meeresspiegel würde bis 2500 jedoch nur um etwa 2,5 Meter ansteigen.

Grund für die gleichbleibende Erwärmung der Erde sehen Randers und Goluke in einer Verschiebung von menschengemachten (anthropogenen) zu natürlichen Treibhausgasemissionen. So würde das fortgesetzte Schmelzen der Polkappen und des Permafrosts die Konzentration von Wasserdampf, Methan und Kohlendioxid in der Atmosphäre erhöhen. Gleichzeitig schrumpft die Fläche des Eises und damit die Fläche, die Licht und Wärme der Sonne reflektiert.

Generation Greta 50 bis 60 Jahre zu spät

Um den prognostizierten Temperatur- und Meeresspiegelanstieg zu verhindern, hätten nach Ansicht der Autoren alle anthropogenen Treibhausgasemissionen zwischen 1960 und 1970 auf Null reduziert werden müssen.

Jetzt helfe nur noch die massive Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre. Jenem Gas, das Menschen, Tiere und Pflanzen zum Leben brauchen. Mindestens 33 Gigatonnen Kohlendioxid müssten jährlich durch Methoden der Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (Carbon Capture and Storage, CCS) aus der Atmosphäre entfernt werden.

Zum Vergleich: 33 Gigatonnen CO2 entsprechen in etwa den weltweiten CO2-Emissionen des Jahres 2018 (37 Gigatonnen), einschließlich der größten Wirtschaftsnationen der Welt: China, USA, Indien, Russland, Japan und Deutschland, dem 9-Fachen aller europäischen Emissionen 2019 (3,7 Gigatonnen) oder der Menge CO2, die ein einzelner Mensch in 33 Milliarden Jahren ausatmet (1 Tonne pro Jahr).

(Mit Material der Fachzeitschrift „Scientific Reports“)

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