Fast eine halbe Millionen Menschen weltweit fordern ein Ende des Organraubs in Chinas Arbeitslagern.

450.000 Menschen fordern Ende des Organraubs in China

Von 15. Oktober 2013 Aktualisiert: 15. Oktober 2013 12:22

Fast eine halbe Millionen Menschen weltweit fordern ein Ende des Organraubs in Chinas Arbeitslagern. In einer Unterschriften-Aktion, die an den Menschenrechts-Ausschuss der Vereinten Nationen (UN) gerichtet ist, forderten sie die UN auf, sofortige Schritte zu unternehmen, um den Organraub in China zu untersuchen und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Die Petition wird von  „Doctors Against Forced Organ Harvesting“ (DAFOH) organisiert, einem internationalen Zusammenschluss von Medizinern gegen unethische Organbeschaffungspraktiken.

450.000 Unterschriften aus 32 Ländern

Bis zum 1.Oktober 2013 hat DAFOH bereits 450.000 Unterschriften aus 32 Ländern für die Petition gesammelt. Das sagte Theresa Chu, juristische Beraterin von DAFOH im Asien-Pazifik-Raum, vor kurzem bei einer Kundgebung in Hongkong. Die Unterschriften werden  noch bis Dezember gesammelt und am 10. Dezember 2013, dem Tag der Menschenrechte, der UN übergeben.

Opfer sind politische Häftlinge

Obwohl viele Beweise existieren, dass in China seit dem Jahr 2000 systematisch Organe geraubt werden, wurde bisher noch keine Untersuchung von Seiten der UN eingeleitet.Opfer der Zwangsentnahme von Organen sind nach Recherchen von DAFOH meist Anhänger der spirituellen Bewegung Falun Gong. Die Bewegung wird seit 1999 vom chinesischen Regime verfolgt. Ein sprunghafter Anstieg der in China durchgeführten Organtransplantationen fand ab dem Jahr 2000 statt. Falun Gong-Praktizierende stellen mit 75 Prozent die überwiegende Mehrheit der politschen Häftlinge in China. Vermutlich sind vereinzelt auch andere Gruppen, wie Uighuren und Tibeter, Opfer des Organraubs.

Öffentlicher Druck soll UN zum Handeln zwingen

DAFOH veranstaltete in den vergangenen Jahre bereits mehrere Unterschriftensammlungen gegen Organraub.Diese führten bisher zwar noch nicht zum gewünschten Ergebis – einer Untersuchung durch UN-Beauftragte in China –  jedoch  bewirkte die internationale Aufmerksamkeit bereits einige Änderungen am chinesischen Transplantationssystem. So versprach Peking eine Reform des Systems. DAFOH glaubt jedoch nicht, dass der staatlich organisierte Organraub gestoppt wurde. Die chinesische Führung habe bisher keinerlei Fehler eingestanden, so die Organisation.

Der Pressesprecher von DAFOH, Damon Noto, sagte: „Unsere Absicht ist,  aus verschiedenen Richtungen Druck auf China auszuüben. Über die  UN, durch die  internationale Transplantationsgesellschaft, durch medizinische Gesellschaften. Wir hoffen, dass diese Kräfte gemeinsam einen Druck erzeugen, der Veränderungen bringt.“

Internationaler Druck auf China wächst

2008 forderte der UN-Ausschuss gegen Folter bereits die chinesische Regiergung auf, die „Quelle der Transplantate“ offenzulegen,  Untersuchungen einzuleiten, und „alles in ihrer Macht stehende zu tun, um die Verantwortlichen vor Gericht zustellen und zu bestrafen.“  

Auf internationalen Druck hin gab das chinesische Regime bereits zu, dass 90 Prozent der Organe für die Transplantationsmedizin von zum Tode verurteilten Gefangenen stammen. Dies war zuvor über Jahre hinweg offiziell verneint worden. Auch gab vor kurzem ein leitender medizinischer Funktionär aus China zu, dass seit mehreren Jahren Organentnahme ohne Zustimmung stattgefunden habe.  



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion