Corona-Pandemie in China unter Kontrolle? Experten sind skeptisch

Epoch Times20. März 2020 Aktualisiert: 30. März 2020 19:09
Am 19. März behauptete die Nationale Gesundheitskommission Chinas, dass es im ganzen Land keine Neuinfektionen gäbe. Bewohner aus Wuhan und Experten glauben der chinesischen Regierung kein Wort. "Es ist unmöglich, dass es in China null neue Fälle gibt", sagen ehemalige Beamte der Gesundheitskommission.

Wei kann die brennende Frage, ob sie das Coronavirus hat, nicht beantworten. Seit dem 18. Januar, als sie in eine Bar ging und krank nach Hause kam, bangt sie. Trotz drei CT-Scans und zwei Nukleinsäure-Tests die negativ zurückkamen bleibt sie offiziell nur ein „Verdachtsfall“. Wei lebt in Wuhan, dem Epizentrum der Seuche.

Nachts wacht Wei alle zwei Stunden auf. Der Durchfall hält sie wach. Zudem hat sie einen anhaltend bitteren Geschmack im Mund. Mehreren von Wei’s Freunden geht es ebenso. Xia hat zum Beispiel trockenen Husten und leidet unter Schlaflosigkeit. Eine Freundin, die ähnliche Symptome wie Wei hatte, entwickelte später eine Lungenverkalkung und wurde mit COVID-19 diagnostiziert. Zurzeit befindet sie sich in kritischem Zustand.

„Niemand kümmert sich um uns“, sagt Wei der Epoch Times im Interview. Wei hat nicht die üblichen Symptome wie Fieber und Husten, jedoch hat sie sich von ihrer mysteriösen Krankheit nicht erholt.

Sind die Menschen wirklich vom Virus geheilt?

Wei hat eine Freundin, deren Lungen beim CT-Scan wie „Milchglas“ aussahen (Milchglasinfiltrate treten bei einer Vielzahl entzündlicher und nicht-entzündlicher Lungenerkrankungen auf). Jedoch wurde sie achtmal negativ auf COVID-19 getestet.

Wuhan ist kontrolliert. Sie [die Behörden] haben die Daten zusammengestellt, und die Tests werden in jedem Fall negativ ausfallen“, meint Wei.

Der Gesundheitszustand und das Schicksal der Patienten, die nach der Schließung der Notfallkrankenhäuser in Wuhan entlassen wurden, ist fraglich. Das letzte provisorische Lazarett wurde am 10. März geschlossen. Die Lazaretts waren in den Stadien, Messezentren und Fitnessstudios der Stadt eingerichtet, um die wachsende Zahl an Patienten behandeln und unterbringen zu können. In diesem Monat gaben die Stadtbehörden jedoch bekannt, dass weniger Patienten aufgenommen würden, sodass die Einrichtungen nicht mehr benötigt werden.

Die Epoch Times interviewte Fu, eine Patientin mit leichten Symptomen, die zusammen mit 900 anderen Patienten in einem provisorischen Krankenhaus im Stadtbezirk Hanyang von Wuhan stationiert war. Am 28. Februar wurde sie entlassen. Zehn Tage später erhielt sie einen Diagnosebericht, der auf Filmsporen in beiden Lungenflügeln hinwies, während ihre Arterie, Leber und Gallenblase beschädigt waren.

Fu sprach mit 20 weiteren Patienten, die trotz eines ähnlichen Lungenschadens entlassen wurden. Ein Mann starb wenige Tage nach seiner Entlassung. Er wurde 36 Jahre alt.

Chinas Datenfälschung

In den vergangenen Wochen hat China eine rückläufige Zahl von Infektionen gemeldet. Bis zum 15. März meldeten die chinesischen Behörden zehn Tage hintereinander keine neuen Fälle in allen Regionen außerhalb Wuhans. Am 16. März soll es zu 21 neuen Fälle im ganzen Land gekommen sein. Wobei es sich bei zwölf davon um importierte Fälle von chinesischen Rückkehrern aus dem Ausland handelte, so die Behörden.

Diesen Monat begann man in Teilen von Hubei, die Beschränkungen zu lockern. Die Behörden in Wuhan kündigten an, dass die Menschen wieder nach Wuhan einreisen dürfen, sofern sie eine 14-tägige Heimquarantäne einhielten.

Internationale Experten stellten indes infrage, ob die Behauptung Chinas, die Epidemie eingedämmt zu haben, der Wahrheit entspricht.

Chen Bingzhong, ein ehemaliger Beamter der Nationalen Gesundheitskommission Chinas, steht den von China offiziell angegebenen Zahlen skeptisch gegenüber. Er äußerte die Befürchtung, dass die Daten aus China möglicherweise verwässert werden.

„Ich glaube, das ist unmöglich. Es ist eine so ernste Krankheit, dass sie im Grunde genommen die Daten fälschen“, sagte er der Epoch Times. „Es ist unmöglich, dass es in China null neue Fälle gibt sie haben sie [die Zahlen] unterdrückt, sodass viele Fälle einfach nicht gemeldet werden.“

Christian Drosten, der Direktor des Instituts für Virologie der Berliner Charité, sagte, die chinesische Regierung habe das Thema politisiert und nur die aus dem Ausland importierten Fälle hervorgehoben.

„Wir können in nächster Zeit keine verlässlichen Daten aus China erwarten“, sagte er kürzlich in einem Interview mit dem NDR. Es werde so dargestellt, als wäre der Ausbruch in China eingedämmt, aber „natürlich wird es nicht so sein“, so der Experte.

Die Epoch Times hat zuvor interne Regierungsdokumente erhalten, in denen detailliert beschrieben wird, wie die Behörden bestätigte Diagnosen zu niedrig melden und relevante Daten vernichten.

Kann China die Wirtschaft wieder in Gang bringen?

Die Corona-Fälle könnten auch wieder zunehmen, wenn das Land die chinesische Wirtschaft wieder in Gang bringt. Und das tut es bereits.

Yahoo zufolge drängt Peking die Bezirke nun dazu, ihre Geschäfte wie gewohnt weiterzuführen. Einige lokale Regierungen subventionieren die Stromkosten und führten verbindliche Produktivitätsquoten ein. Die Behörden in Zhejiang, eine Provinz östlich des Epizentrums der Stadt Wuhan, behaupteten am 24. Februar, dass sie 98,6 Prozent ihrer Arbeitskapazität aus der Zeit vor dem Coronavirus wiederhergestellt hätten.

Jedoch berichteten Beamte dem Medium Caixan, dass die Unternehmen diese Zahlen in Wirklichkeit fälschten. Peking habe begonnen, den Stromverbrauch der Unternehmen in Zhejiang zu überprüfen. „Also befahlen die Bezirksbeamten den Unternehmen, Licht und Maschinen den ganzen Tag über eingeschaltet zu lassen, um die Zahlen zu erhöhen“, so ein Beamter. Die Unternehmen haben Berichten zufolge auch die Anwesenheitslisten des Personals gefälscht sie würden lieber eine kleine Menge Geld für die Stromerzeugung verschwenden, als die örtlichen Beamten zu verärgern, schreibt Caixan.

Eine zweite Welle?

„Während das Land seine Wirtschaft wieder in Schwung bringt und sich wieder in die Welt integriert, bleibt die Gefahr einer Wiederausbreitung des Virus bestehen“, schrieb Laurie Garrett, eine Expertin für Epidemien und Kolumnistin für Außenpolitik, in einer E-Mail an die Epoch Times.

Nachdem einige Unternehmen ihre Tätigkeit wieder aufgenommen haben, sind im ganzen Land Infektionen aufgetaucht.

Am 2. März schloss die Anhui Guofeng Plastic Industry ihre Fabrik in der Stadt Hefei nach einer kurzen Wiedereröffnung, nachdem ein Mitarbeiter, der sich zehn Tage lang zur Arbeit gemeldet hatte, positiv auf das Virus getestet wurde. Insgesamt wurden 177 seiner engen Kontakte unter Quarantäne gestellt.

Am 10. Februar stellte einer der führenden Titanproduzenten Chinas seine Produktionseinheit in Chongqing ein, nachdem er mindestens drei infizierte Mitarbeiter entdeckt hatte.

Die Pekinger Bildungsbehörde riet den örtlichen Schulen am 17. März, unter Berufung auf den aktuellen Ausbruch, von der Wiedereröffnung ab. „Viele Patienten haben keine Symptome und bleiben im Verborgenen … dies könnte einen zweiten Ausbruch auslösen, daran besteht kein Zweifel“, sagte der ehemalige hohe Funktionär Chen. (EET/rm/yahoo)

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