Dänemark: 83 Prozent der Omikron-Positiven voll geimpft oder geboostert

655 von 785 untersuchte Omikron-Positive in Dänemark waren geimpft oder geboostert. Das entspricht 83,1 Prozent, etwa genauso hoch ist die Impfquote im Land. Angesichts der neuen Variante scheint der Impfstatus damit irrelevant – ebenso das Alter.
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Kopenhagen.Foto: istock
Von 22. Dezember 2021

Die Omikron-Variante des Coronavirus verbreitet sich. Nach Südafrika, Großbritannien und den USA gibt es auch Fälle in Dänemark. Eine Untersuchung von Forschern um Infektionsepidemiologin Laura Espenhain vom Statens Serum Institut (Nationales Serum-Institut, Zentrallabor des dänischen Gesundheitsdienstes) in Kopenhagen zeigt, dass Geimpfte und Geboosterte keineswegs immun sind: 655 von 785 untersuchte Omikron-Positive hatten bereits zwei oder drei Impfdosen erhalten.

Laut Veröffentlichung der Forscher entfallen die übrigen „Fälle“ auf 111 Ungeimpfte sowie 19 Personen mit bislang nur einer Impfung. So machen die „vollständig Geschützten“ über 83 Prozent oder etwa fünf von sechs Omikron-Fälle aus.

Omikron unterscheidet nicht nach Impfstatus

Damit entspricht die Verteilung der Omikron-Fälle in etwa auch den Impfquoten: In Dänemark waren am 1. Dezember – etwa in der Mitte des zweiwöchigen Untersuchungszeitraums – 76,5 Prozent der Bevölkerung doppelt geimpft. Knapp zwei Prozent hatten bis dato nur eine Dosis erhalten. In diese Gruppe zählen auch Personen, deren Zweitimpfung weniger als 14 Tage zurücklag.

Dem gegenüber stehen 76 Prozent respektive 2,4 Prozent der Omikron-Fälle in den jeweiligen Gruppen. Ungeimpft sind in Dänemark laut „Our World in Data“ 21,6 Prozent der Menschen. In diese Gruppen fallen 14 Prozent der untersuchten Fälle.

Anhand dieser Daten lässt sich nicht sagen, ob Geimpfte oder Geboosterte anfälliger für Omikron sind oder nicht. Der Vergleich der Impfquoten und der Verteilung der Positiven lässt eher darauf schließen, dass Omikron nicht zwischen Geimpften und Ungeimpften unterscheidet. Mit anderen Worten: Die Impfungen schützen höchstwahrscheinlich nicht vor Omikron, auch nicht nach der dritten Spritze.

Über die Schwere eventueller Symptome in Abhängigkeit vom Impfstatus gibt die Publikation keinen Aufschluss. Insgesamt wurden neun von 785 Personen (1,2 Prozent) hospitalisiert. Davon musste einer auf die Intensivstation. Das entspricht den Hospitalisierungs- und Intensivraten von dänischen Delta-Positiven. Todesfälle an und mit der neuen Variante verzeichneten die Forscher keine.

Je aktiver eine Person, desto gefährdeter?

Die Auswertung der dänischen Forscher zeigt zudem, dass Kinder wiederum kaum betroffen sind. Im Gegensatz zur Delta-Variante seien unter sieben Prozent unter 15 Jahren. Die größte Häufung Positiver zeigte sich in der Altersgruppe der 20- bis 30-Jährigen. Auch Personen über 65 seien nicht häufiger vertreten als die ganz Jungen.

Eine mögliche Erklärung für diese Altersverteilung der Fälle wäre, dass junge Erwachsene – unter Umständen aus beruflichen Gründen – aktiver sind. Allerdings wiesen laut den dänischen Zahlen nur etwas über sieben Prozent der Omikron-Positiven kurz zuvor Reiseaktivität auf. 77 Prozent waren nicht verreist.

Inwiefern sich andere Schutz- und Risikofaktoren auf eine Infektion mit der Omikron-Variante von SARS-CoV-2 auswirken, lässt sich anhand der aktuellen Daten nicht sagen.



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