Großbritannien: Offizielle Zahlen belegen erhöhte Sterblichkeit nach Impfung

Die britische Sterbe- und Todesursachenstatistik belegt deutliche Sterbewellen in zeitlichem Zusammenhang mit den Corona-Impfungen. Auch die Sterblichkeit unter jüngeren Geimpften scheint doppelt so hoch wie unter Ungeimpften. Die offiziellen Zahlen geben zudem Hinweise auf eine sinkende (Schad-)Wirkung der Impfung: Die (Über)-Sterblichkeit Geimpfter sinkt wieder.
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Spritzen.Foto: iStock
Von 7. Dezember 2021
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Die vier bislang in Europa zugelassenen Corona-Impfstoffe schützen – eine gewisse Zeit – vor schweren Erkrankungen und Todesfällen. Wie hoch die Wirksamkeit ist, ist umstritten. Nach offiziellen Angaben brauchen die Impfstoffe zudem eine Vorlaufzeit von einigen Wochen nach der letzten Dosis, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Vor diesem Stichtag zählen Menschen in Deutschland als ungeimpft, auch wenn sie bereits eine zweite oder unter Umständen eine dritte Dosis erhalten haben. Auf diese Weise bleiben viele Effekte, die sich unmittelbar nach den Impfungen ereignen, in den Statistiken – unter anderem zur Sterblichkeit – verborgen.

In Großbritannien bieten die Behörden etwas mehr Daten als beispielsweise in Deutschland. So erfasst das britische „Büro für Nationale Statistik“ (ONS) unter anderem Sterbefälle getrennt nach Impfstatus. (1) Beim Blick auf die zugrunde liegenden Daten fallen insbesondere zwei Dinge ins Auge: Immer kurz nachdem in einer Altersgruppe mit dem Impfen begonnen wurde, schnellen die Todesfälle in die Höhe. Ein derartiger zeitlicher Zusammenhang zeigt sich sowohl in den Altersgruppen 80+ und 70 bis 79 als auch bei Personen zwischen 60 und 69.

In der Altersgruppe der Zehn- bis 59-Jährigen, die leider nicht weiter unterteilt ist, zeigt sich ein anderes Muster. Die Sterblichkeit unter Geimpften ist etwa doppelt so hoch wie unter Ungeimpften. Auch hier gibt es mindestens einen zeitlichen Zusammenhang mit dem Impfbeginn, wobei sich das Verhältnis seit sechs Monaten nicht wieder umgekehrt hat.

Je jünger die Menschen, desto geringer die Impfbereitschaft

Ähnlich wie in Deutschland erfolgte der Impfbeginn im Vereinigten Königreich gestaffelt. Aus den Statistiken der Nationalen Gesundheitsbehörde (NHS) lassen sich die Impfquoten nach Altersgruppen aus den verschiedenen Wochenberichten (2) extrahieren. Die BBC (3) hat diese Daten für England, also ohne Schottland, Wales und Nordirland, in einer Grafik zusammengefasst. Es ist davon auszugehen, dass es in den anderen Landesteilen ähnlich aussieht.

Deutlich erkennbar ist eine (fast) kontinuierlich abnehmende Impfbereitschaft, umso jünger die Menschen werden. Lediglich die Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen hat die nächstältere Gruppe überholt. Zudem zeigt sich, dass in vielen älteren Altersgruppen bereits eine Sättigung eingetreten ist und trotz fortschreitender Impfkampagne die Impfquote in den letzten Wochen und Monaten kaum weiter gestiegen ist. Lediglich in den drei Altersgruppen 12-15, 16-17 sowie 18-24 ist mit einem weiteren, teils leichten Anstieg zu rechnen.

Für die folgende Betrachtung ist jedoch eine andere Tatsache ausschlaggebend. Ebenfalls im Diagramm ersichtlich ist der altersabhängige Impfbeginn. Dabei gilt, je älter, desto eher konnte man sich impfen lassen – und desto eher zeigten sich Folgeeffekte.

Übersterblichkeit in allen Altersgruppen nach Erst- und Zweitimpfung

Mit dem Problem der Übersterblichkeit haben sich sowohl nationale und internationale Statistikbehörden sowie diverse Faktenprüfer beschäftigt. Auch Epoch Times berichtete mehrfach. Insbesondere beim Vergleich mit Vorjahresdaten muss dabei die natürliche Bevölkerungsentwicklung beachtet werden, beim Ländervergleich die unterschiedlichen geo- und demografischen Bedingungen. Beim Vergleich der Über- oder Untersterblichkeit innerhalb einer Gesellschaft muss zudem das grundlegende Sterberisiko der jeweiligen Altersgruppen berücksichtigt werden.

Da es sich im folgenden ausschließlich um Daten aus England vom 2. Januar bis zum 24. September 2021 handelt, ist anzunehmen, dass sich die Zusammensetzung der Bevölkerung – abgesehen vom Impfstatus – nicht wesentlich verändert hat. Um diese Veränderungen zu berücksichtigen, erfolgt die weitere Auswertung immer auf Grundlage der durchschnittlichen Sterbefälle pro 100.000 Menschen mit dem entsprechenden Impfstatus sowie auf Grundlage aller Todesursachen, einschließlich der „an und mit Corona“-Verstorbenen.

Darüber hinaus lassen die Daten eine, wenn auch eingeschränkte, Auswertung nach Altersgruppen zu:

In den Altersgruppen über 60 zeigen sich zwei deutliche Häufungen der Sterbefälle. Diese betreffen laut Daten der ONS zunächst Personen mit dem Impfstatus „ungeimpft“ (dunkelblau) sowie etwa drei Monate später Einfach-Geimpfte, bei denen zwischen Impfung und Todesfall mehr als 21 Tage lagen (gelb). Eine dritte Zunahme versteckt sich dazwischen und betrifft Einfach-Geimpfte, bei denen Impf- und Todeszeitpunkt weniger als drei Wochen auseinanderliegen (orange).

Auffällig ist jedoch, dass die meisten Sterbefälle unter „Ungeimpften“ kurz nach Beginn der Impfkampagne in der jeweiligen Altersgruppe auftraten. Die zweite auffällige Sterbewelle ereignete sich wiederum in allen Altersgruppen etwa 12 bis 14 Wochen später. Warum ausgerechnet Ungeimpfte und Menschen, deren Impfung zum Todeszeitpunkt mehr als drei Wochen zurückliegt, dieses Muster zeigen, ist unklar.

Ebenfalls ungeklärt bleibt, warum die Impfquoten in der Altersklasse 80+ kontinuierlich abnehmen. Eine mögliche – rein statistische – Erklärung könnten übermäßige Sterbefälle unter Geimpften bieten, wodurch ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung sinkt.

Der in allen Altersgruppen wiederkehrende zeitliche Abstand lässt sich hingegen erklären: Die NHS empfiehlt seit 1. Januar 2021 zwischen Erst- (violett) und Zweitimpfung (hellblau) „mindestens 12 Wochen“ zu warten. Damit fallen die Häufungen der Sterbefälle in den drei Altersgruppen über 60 Jahren jeweils in Zeiten mit einer deutlichen Zunahme der Corona-(Zweit-)Impfungen. Die grafische Auswertung bestätigt dies.

Doppelt Geimpfte zunehmend gefährdet

Weitere Verfolgung dieses zeitlichen Zusammenhangs in jüngeren Altersgruppen lassen die ONS-Daten nicht zu. Als nächste und jüngste Altersgruppe umfasst die Sterbestatistik die Zehn- bis 59-Jährigen. Dennoch lassen sich verschiedene Sterbewellen verschiedenen Impfstadien zuordnen. Diese fallen jedoch deutlich schwächer aus:

Besonderes Augenmerk verdient hier die Tatsache, dass die Sterblichkeit unter Ungeimpften (dunkelblau) bereits seit Mitte Januar kontinuierlich sinkt. Mitte Februar – die Quote der Erstimpfungen in der Altersgruppe lag bei etwa fünf bis zehn Prozent (3) – stiegen zunächst die Todesfälle binnen drei Wochen nach der ersten Dosis (orange). Anfang März folgten die Sterbefälle in größerem zeitlichen Abstand zur Erstimpfung (gelb). Letztere sanken erst wieder, als Anfang/Mitte April die Sterblichkeit unter Personen mit Zweitimpfung stieg (grün).

Hierbei zeigt sich wiederum die bekannte Wartezeit von Erst- zur Zweitimpfung. Zwischen dem Höhepunkt der Sterbefälle von Personen, deren Erstimpfung weniger als drei Wochen zurückliegt (orange) und dem Höhepunkt der doppelt Geimpften (grün) liegen exakt 13 Wochen. Im Gegensatz zu den älteren Gruppen ist damit auch in der Datenzuordnung erstmals eine erhöhte Sterblichkeit nach der Erst- beziehungsweise Zweitimpfung belegt.

Jedoch lässt sich bisher in keiner der älteren Gruppen ein Höhepunkt der Sterblichkeit unter doppelt Geimpften feststellen. Mit wenigen Ausnahmen steigt diese für Personen über 60 Jahre kontinuierlich an. Der Rückgang im September könnte auf Meldeverzug zurückzuführen sein und verschwindet unter Umständen durch Nachmeldungen in zukünftigen Berichten.

Sterblichkeit unter Geimpften doppelt so hoch wie unter Ungeimpften?

Aufgrund fehlender Unterteilung der Altersgruppe 10-59 ist eine weitere Aufgliederung der Sterbefälle und Geimpften nicht möglich. Auch innerhalb dieser Altersgruppe werden ältere Menschen ein höheres Sterberisiko haben, während die Ungeimpften eher jüngeren Alters sind, was zu einer Verzerrung der Daten führt. Das ONS ergänzte etwa zweieinhalb Wochen nach Veröffentlichung der Daten:

„In der Altersgruppe der 10- bis 59-Jährigen wird die geimpfte Bevölkerung im Durchschnitt älter sein als die ungeimpfte Bevölkerung, da bei der Einführung des Impfstoffs altersbezogene Prioritäten gesetzt werden. Da die Sterblichkeitsrate bei älteren Menschen höher ist, wird dies die Sterblichkeitsrate der geimpften Bevölkerung im Vergleich zur ungeimpften Bevölkerung erhöhen.“

Dennoch bleibt anzumerken: Auch die zweite Auffälligkeit in der Sterblichkeit der Zehn- bis 59-Jährigen betrifft die Geimpften. Während die Ungeimpften seit Jahresbeginn tendenziell weniger häufig sterben, liegt die Sterblichkeit der doppelt Geimpften – etwa seit Beginn der Zweitimpfungen – nicht nur ähnlich, sondern doppelt so hoch wie die der Ungeimpften. Mit anderen Worten, zweifach geimpfte Personen zwischen zehn und 59 Jahren sterben durchschnittlich etwa doppelt so häufig wie Ungeimpfte in dieser Altersgruppe.

Inwieweit dies auf die oben genannte Verzerrung zurückzuführen ist, lässt sich ohne weitere Daten nicht sagen. Diese bereitzustellen, obliegt dem ONS.

Impfwirkung sinkt, Sterblichkeit unter Geimpften auch

In allen Altersgruppen, einschließlich der feiner gegliederten Gruppen über 60, liegt zudem die Sterblichkeit der vor mehr als drei Wochen Erst-Geimpften teils deutlich über der der Ungeimpften. Unter Annahme, dass es sich hierbei um mehr als einen zeitlichen Zusammenhang handelt, könnte nachlassende Vorsicht der Geimpften eine mögliche Erklärung bieten.

Mehr als drei Wochen nach der ersten Impfung könnten manche Geimpfte dem Glauben verfallen, dass der von Pharmaindustrie und Politikern versprochene „unvollständige Impfschutz“ bereits wirkt und verhalten sich entsprechend. Mittlerweile steht fest, weder Erst-, Zweit- noch Boosterimpfungen garantieren vollständigen Schutz vor Ansteckungen. Hinzu kommt, dass Menschen nach der Impfung möglicherweise geschwächt oder gestresst sind und beispielsweise ein höheres Unfallrisiko aufweisen, das sich dann in der Sterbestatistik niederschlägt.

Für große Diskussionen in der Politik sorgt zudem die in mehreren Studien festgestellte Abnahme des Impfschutzes im Laufe der Zeit. Die Schätzungen reichen dabei von mehreren Jahren bis zu 90 Tagen. Spätestens dann müsse die Schutzwirkung mit Booster-Impfungen aufgefrischt werden.

Auch in den Sterbedaten der ONS könnte eine sinkende Wirkung der Impfungen erkennbar sein: Während in der Altersgruppe 10-59 die Sterblichkeit der Ungeimpften seit KW 15 annähernd konstant ist, sinkt die Sterblichkeit doppelt Geimpfter seit ihrem Höhepunkt in KW 20 leicht, was auf eine nachlassende (Schad-)Wirkung der Impfstoffe deuten könnte.

Angesichts der bisherigen Zahlen aus Großbritannien ist ein erneuter Anstieg der Sterblichkeit nicht auszuschließen. Ob es wiederum einen zeitlichen Zusammenhang zur dritten Impfung gibt, bleibt abzuwarten. Die Auffrischungsimpfungen haben in Großbritannien erst Ende September – nahezu exakt sieben Monate nach den Zweitimpfungen – begonnen und sind damit gerade nicht mehr in den aktuellen Daten enthalten.

Quellen:

(1) ONS: Deaths by vaccination status, Dataset; https://www.ons.gov.uk/peoplepopulationandcommunity/birthsdeathsandmarriages/ deaths/datasets/deathsbyvaccinationstatusengland (zuletzt aufgerufen 06. 12. 2021)

(2) NHS England: Statistics, COVID-19 Vaccinations; https://www.england.nhs.uk/statistics/statistical-work-areas/covid-19-vaccinations/ (zuletzt aufgerufen 06. 12. 2021)

(3) BBC: How many people are vaccinated in the UK?; https://www.bbc.com/news/health-55274833 (zuletzt aufgerufen 06. 12. 2021)

Dieser Artikel erschien zuerst in der Epoch Times Wochenzeitung, Ausgabe Nr. 22, vom 11. Dezember 2021.



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