Narbenbildung am Herzen über 1 Jahr nach COVID-19-Impfung festgestellt

Neue Studien aus Australien und Kanada zeigen, dass bei einigen Menschen nach der COVID-19-Impfung Narben im Herzen entstehen können, die über ein Jahr später noch nachweisbar sind.
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Gesundheit im Fokus: Die langfristigen Auswirkungen der COVID-19-Impfung auf das Herz.Foto: iStock
Von 5. April 2024

Bei einigen Personen, die nach der COVID-19-Impfung Myokarditis (Herzmuskelentzündung) entwickelten, wurde mehr als ein Jahr nach der Impfung noch Narbenbildungen am Herzen festgestellt. Dies ergaben neue Studien.

Ein Drittel der 60 Patienten, bei denen mehr als 12 Monate nach einer Myokarditis-Diagnose eine Nachuntersuchung des Herzens mittels Bildgebung erfolgte, zeigte persistierende späte Gadolinium-Anreicherungen (LGE), was in den meisten Fällen auf eine Narbenbildung im Herzen hindeutet. Dies berichteten Forscher aus Australien in einem Vorabdruck einer neuen Studie, die am 22. März veröffentlicht wurde.

Langzeitfolgen der COVID-19-Impfung

In einer weiteren aktuellen Studie haben Forscher aus Kanada festgestellt, dass bei etwa der Hälfte der Patienten, die nach einer Impfung wegen Verdachts auf Myokarditis zur bildgebenden Untersuchung geschickt wurden, auch bei späteren Untersuchungen Narben im Herzen sichtbar blieben.

Die Studie umfasste insgesamt 60 Patienten, von denen sieben auch über langfristige Beschwerden berichteten.

Bei 21 Patienten, bei denen weitere MRT-Untersuchungen durchgeführt wurden, zeigten zehn weiterhin sichtbare Narben. Eine positive Beobachtung war jedoch, dass sich die Pumpfunktion der linken Herzhälfte, welche für das Pumpen des Blutes zuständig ist, bei allen Patienten wieder normalisiert hatte.

Frühere Erkenntnisse

Die neuesten Untersuchungen erweitern das Wissen aus früheren Forschungen, indem sie aufzeigen, dass eine bestimmte Herzbildgebungstechnik, bei der es zu einer Kontrastmittelanreicherung im Fall von Schädigungen am Herzmuskel kommt – bekannt als „Late Gadolinium Enhancement“ (LGE) –, bei einigen Menschen noch Monate nach Erhalt einer COVID-19-Impfung Unregelmäßigkeiten im Herzmuskel sichtbar machen kann. Diese Technik nutzt ein Kontrastmittel (Gadolinium), um Schäden oder Veränderungen im Herzmuskel besser auf Bildern hervorzuheben, was Ärzten hilft, die Herzgesundheit zu bewerten.

Forscher im Bundesstaat Washington stellten 2022 mit dieser Technik fest, dass bei Kindern bis zu acht Monate nach ihrer COVID-19-Impfung Schäden nachweisbar blieben. Später im selben Jahr meldete die U.S. Centers for Disease Control and Prevention (CDC), dass bei mehr als der Hälfte von 151 nachuntersuchten Patienten weiterhin positive Nachweise mittels LGE vorhanden waren. Dies wurde als Anzeichen für eine mögliche Vernarbung des Herzmuskels interpretiert.

Die CDC verfügen über längerfristige Daten zu den Patienten, was die Behörden im Januar gegenüber The Epoch Times bestätigten, haben jedoch noch keine weiteren Studien veröffentlicht, die diese Daten beschreiben. Die CDC, die es versäumt haben, die Öffentlichkeit vor dem Risiko einer postvakzinalen Myokarditis zu warnen, lehnten es ab, Kommentare zu den neuen australischen und kanadischen Studien abzugeben.

Forscher in Hongkong berichteten 2023, dass etwa die Hälfte von 40 Patienten mit Nachuntersuchungen per MRT Monate nach der Impfung ebenfalls Hinweise auf eine Vernarbung am Herzen aufwiesen.

Bei einigen der untersuchten Patienten hielten auch die Symptome nach der postvakzinalen Myokarditis an.

Die CDC, die vorläufige aktualisierte Ergebnisse aus ihrer längerfristigen Studie beschrieben, bestätigten Anfang 2023 ebenfalls, dass es Patienten gibt, die mehr als ein Jahr nach einer Impfung immer noch unter Symptomen leiden. Forscher in Australien sagten Ende 2023, dass Symptome bei der Mehrheit der von ihnen verfolgten Patienten mindestens sechs Monate nach einer Impfung anhielten. Und einige Patienten berichteten auch The Epoch Times, dass sie Jahre nach der Impfung unter anhaltenden Gesundheitsproblemen leiden.

Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Gesundheitsfragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Zuerst erschienen auf theepochtimes.com unter dem Titel „Heart Scarring Detected Over 1 Year After COVID-19 Vaccination: Studies“. (deutsche Bearbeitung kr)



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