WHO zieht Warnung gegen Ibuprofen bei Covid-19 zurück – Frankreich hält an Bedenken fest

Von 21. März 2020 Aktualisiert: 21. März 2020 15:32
Die Frage ob Ibuprofen und andere nichtsteroidaler Antirheumatika den Verlauf von Covid-19 verschlimmern, scheidet die Geister. Die WHO zog die zuvor ausgesprochene Warnung kürzlich zurück. Der französische Gesundheitsminister hält an der Warnung fest und beschränkt die Abgabe von der Alternative Paracetamol auf zwei Packungen pro Personen.

Aufgrund mehrerer Fallbeispiele warnte die französische Arzneimittelbehörde vor der Einnahme von Ibuprofen bei Covid-19. Die WHO sprach am 17.03 eine Warnung für Ibuprofen aus, zog diese aber am 19.03 aufgrund mangelnder Beweise wieder zurück. In Frankreich blieb die Warnung jedoch aufrecht. Zudem wurde dort die Abgabe für die empfohlene Alternative Paracetamol auf zwei Packungen pro Person begrenzt.

In Deutschland gibt es keine offizielle Warnung gegen Ibuprofen bei Covid-19. Auch in der Schweiz hat das Bundesamt für Gesundheit die zuvor ausgesprochene Warnung zurückgezogen.

Diskussion um Ibuprofen

Eine anonyme Nachricht von der Klinik der Universität Wien sprach über einen Zusammenhang zwischen Ibuprofen und schweren Verläufen von Covid-19. Die Universität distanziert sich jedoch von der Nachricht und erklärte, dass man an der Universität gar nicht an diesem Thema forsche.

Da zudem Beobachtungen auftauchten, wie der Fall eines 4-jährigen britischen Mädchens, wo Ibuprofen möglicherweise die Infektion verschlimmerte, sprach die WHO kurzfristig eine Warnung aus. Auch der französische Gesundheitsminister Olivier Véran warnte öffentlich vor Ibuprofen bei Covid-19.

Allerdings zog die WHO diese Warnung zwei Tage später zurück. Die WHO habe, laut eigenen Angaben, Studien und Ärzte zu dem Thema konsultiert. Dabei ergab sich, dass es keine ausreichenden wissenschaftlichen Beweise für negative Ibuprofen-Konsequenzen bei Covid-19 gebe. „Auf der Basis der heute vorhandenen Informationen rät die WHO nicht von der Einnahme von Ibuprofen ab“, hieß es in einem offiziellen Statement der WHO am 19.03.

Frankreich hält an Warnung fest

Frankreichs Gesundheitsminister Oliver Véran sowie der nationale Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon, raten weiterhin von Ibuprofen bei Covid-19 ab.  Sie empfehlen stattdessen Paracetamol.

Obwohl Paracetamol in Frankreich zurzeit auf zwei Packungen pro Person begrenzt ausgegeben wird, gäbe es laut Véran keinen Mangel des Medikaments. Allerdings ermahnen die nationalen Gesundheitsbehörden zur ordnungsgemäßen Nutzung. Sie halten es für nutzlos und gefährlich das Medikament zu Hause zu horten.

Außerdem warnt die französische Arzneimittelbehörde davor, entzündungshemmenden Arzneimittel selbstständig abzusetzen. Die Patienten dürften Behandlungen nicht eigenmächtig abbrechen und sollten sich gegebenenfalls mit ihrem Arzt in Verbindung setzen.

Mögliche Hintergründe

Eine kürzlich veröffentlichte Studie in The Lancet gilt als möglicher Auslöser der Diskussion. Die Forscher untersuchten darin schwere Covid-19-Krankheitsverläufe von Intensiv-Patienten. Dabei erwähnten sie eine mögliche negative Wirkung von Ibuprofen in Zusammenhang mit ACE2 Rezeptoren. Dabei handle es sich aber lediglich um eine „Hypothese“.

Über ACE2 Rezeptoren gelangt der neuartige Coronavirus in die menschlichen Zellen. Durch ACE2-Hemmer, wie Ibuprofen, kann es zu einer vermehrten Produktion der Rezeptoren kommen.

Zudem gibt es ältere Studien, dass Ibuprofen das Immunsystem schwächt. Gerade aber ein gestärktes Immunsystem ist die beste Abwehr gegen Viren.

In welchem Zusammenhang diese Studien aber mit dem Coronavirus stehen, muss aber erst untersucht werden. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) betont, dass „epidemiologische Studien rechtzeitig durchgeführt werden müssen, um angemessene Beweise für die Auswirkungen von NSAR (Nicht steroidalen Antirheumatika) auf die Krankheitsprognose von COVID-19 zu erbringen.“

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

Eine Buchempfehlung vom Verlag der Epoch Times

Wer hat die Weltherrschaft? Wir leben in einer Zeit des Umbruchs. Immer klarer wird, dass die Geschichte der Menschheit nicht so ablief, wie sie heutzutage gelehrt wird. Das Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ gibt die lange gesuchten Antworten.

„Kapitalismus abschaffen“? „Wohnungsgesellschaften enteignen“? Familie auflösen? Keinen Wohlstand und keine Kinder mehr wegen des Klimas? Frühsexualisierung? Solche Gedanken sind in Politik, Medien und Kultur populärer denn je. Im Kern drücken sie genau das aus, was einst schon Karl Marx und seine Anhänger der gesamten Menschheit aufzwingen wollten.

Der Kommunismus hat im 20. Jahrhundert hunderte Millionen Menschen physisch vernichtet, heute zielt er auf ihre Seelen. Bei vielen Menschen blieb glücklicherweise die der menschlichen Natur innewohnende Güte erhalten – was den Menschen die Chance gibt, sich vom Einfluss des „Gespenst des Kommunismus“ zu befreien.

Hier weitere Informationen und Leseproben.

ISBN Band 1: 978-3-9810462-1-2, Band 2: 978-3-9810462-2-9, Band 3: 978-3-9810462-3-6, Drei Bände 1-3: 978-3-9810462-6-7. Einzeln kostet jeder Band 19,90 Euro (zzgl. 2,70 Euro Versandkosten), alle drei Bände gemeinsam sind im Moment noch zum Sonderpreis von 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands) zu erwerben. Das Buch hat insgesamt 1008 Seiten und über 1200 Stichworte im Indexverzeichnis.

Bestellmöglichkeiten: Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich in unserem neuen Online-Buch-Shop, bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Das Buch gibt es auch als E-Book und als Hörbuch

Das E-Book gibt es in den Formaten PDF, EPUB oder MOBI. Das Hörbuch bieten wir im MP3-Format zum Download an. Einzeln kostet jeder Band 17,90 Euro, alle drei Bände sind im Moment noch zum Sonderpreis von 43,00 Euro zu erwerben. E-Books und Hörbücher sind in unserem neuen Online-Buch-Shop oder direkt beim Verlag der Epoch Times bestellbar – Tel: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]