Alles Klima? Neubauer, Rackete und die Grünen Garden der Revolution

Von 3. November 2019 Aktualisiert: 2. November 2019 23:52
Klima-Demo und Seenot-Rettung, Klima-Wandel und Welcome-Migration - oder am Ende doch nur sozialistische Revolution hinter der Maske?

Was hat „Seenot-Rettung“ mit Klima oder Umweltschutz zu tun? Nichts. Oder doch?

Schlepper verkaufen ihnen die Überfahrt über das Mittelmeer nach Europa, inklusive Übernahme durch sogenannte Seenotretter. Italiens ehemaliger Innenminister brachte im Juli Beweise im TV für geheime Absprachen zwischen Schleppern und NGOs, die sich zum kalkulierten Anteil am Schleppergeschäft gemacht haben.

Die Chancen der „Seenot-Migranten“

Doch weniger als die Hälfte von ihnen hat überhaupt ein Anrecht auf Asyl oder einen anderen Schutzstatus, berichtet der „MDR“ aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag für die Zeit Januar bis September 2019.

Nur fünf Migranten erhielten eine Anerkennung als Flüchtlinge, 49 für subsidiären Schutz, während in neun Fällen Abschiebeverbote erlassen wurden. Fünf Verfahren wurden eingestellt, weil die Person den Asylantrag zurückgezogen hatte oder von einem anderen Land aufgenommen worden ist.

Doch die Mehrzahl der „Seenot-Migranten“, 142 Menschen oder 52 Prozent, sind vom BAMF  abgelehnt worden, was die Abschiebung bedeutet und Kosten von rund 35.000 Euro, wie die „Bild“-Zeitung von einem Insider erfuhr.

Das Geschäft mit der Hoffnung

Und die Menschen, um die es den „Seenotrettern“ angeblich immer geht, wie geht es mit ihnen weiter? Der „WDR“ brachte Geschichten von Europa-Rückkehrern:

In diesem Koffer ist alles, was ihm geblieben ist. Aly kann nicht zurück nach Hause in sein Dorf. Rückkehrer, Abgeschobene, die mit leeren Händen zurückkommen, gelten in Mali als Versager, als Enttäuschung.“

(„WDR“, „Abgeschoben aus Europa: das Schicksal der ‚Rückkehrer'“)

Der Mann wurde von seiner Familie verstoßen. Die hatte all ihre Kühe verkauft, um ihm die Flucht zu ermöglichen. Er vermisse sie, sagte er, vor allem seine beiden Töchter. In Mali bestehen rund acht Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus Überweisungen von Staatsbürgern, die im Ausland leben, so der „WDR“.

Zusammenfassend gesagt, werden Menschen unter großen Opfern und mit unrealistischen Hoffnungen nach Europa gelockt, wohlweislich, dass die meisten von ihnen wieder der Abschiebung zugeführt werden. Die großen Gewinner sind die Schlepper, auch dank der NGOs, die ihren Beitrag in der Geschäftskette leisten.

Racketes Klima-Verwandlung

Nach dem Eklat mit der „Seawatch 3“ in Italien mit Carola Rackete verließ die Deutsche nicht nur Italien, sondern auch das Schiff. Ihr Anwalt Alessandro Gamberini sagte laut „Focus“, sie hätte andere Aufgaben zu erledigen. Rackete tauschte ihre „Kapitäns-Jacke“ gegen ein grünes „Klima-Hemdchen“ ein und nutzte ihre fragwürdige Bekanntheit aus der Lampedusa-Aktion für ihr neues Klima-Buch mit Endzeit-Titel: „Handeln statt hoffen: Aufruf an die letzte Generation“. Auf Amazon hieß es dazu:

Wir sind an einem Wendepunkt der Menschheitsgeschichte: Die Ökosysteme werden zerstört, das Klimasystem bricht zusammen. Schützen wir in einer solchen Welt nicht die Rechte anderer Menschen, gefährden wir auch unsre eigenen.“

(Carola Rackete)

Der Plan der Rackete

Doch offenbar existiert in Carola Racketes Kopf ein „eigenartiger Plan“, wie die „Welt“ herausfand: „Carola Rackete möchte unsere Demokratie loswerden.“ In ihrem Buch schreibe sie, dass es „ein schlechtes System“ sei und man „Demokratie neu erfinden“ müsse und sie wolle einen „radikalen Systemwandel, der dazu führt, dass die Gesellschaft anschließend ganz anders aussehen wird als jetzt“.

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Wie die „Welt“ weiter schreibt, würde Rackete bestätigen, dass es Gruppen wie „Extinction Rebellion“ im Kern nicht um die Erderwärmung gehe, sondern um Ökosozialismus. Das Klima werde dabei nur als Ersatzproletariat herangezogen, heißt es.

Noch deutlicher formulierte es der Gründer der „Extinction Rebellion“ Roger Hallam aus Wales, der der Meinung ist, dass man Regierungen stürzen werde, wenn sie sich nicht zum Handeln zwingen lassen. Dabei sieht Hallam das nicht unbedingt zimperlich: „… und ja, einige können dabei sterben“, zitiert ihn die „Welt“.

Öko-Sozialistische Revolution der Grünen Garden?

Die „deutsche Greta“, Luise Neubauer, von „Fridays for Future“ (FFF), ist nicht nur für das Klima unterwegs, führt es aber stets als Schwert in der Hand mit sich.

Ich sehe da schon eine Reihe von Konflikten, die sich zusätzlich zum Klimakonflikt so auftürmen, dass am Ende eine ratlose Jugend vor einem dickköpfigen älteren Entscheidungsträger sitzt und sich fragt, was da schiefgelaufen ist. Und wieso dieser Mensch unser Land regiert.“

(Luisa Neubauer, im „taz“-Interview)

Doch nein, sie glaubt nicht, dass ihr Weg und der von FFF in Richtung Ökosozialismus oder gar einer solchen Diktatur geht. Auch als die „taz“ direkt danach fragte, meinte Neubauer:

Wenn wir die Klimakrise ernsthaft angehen, dann werden wir feststellen, dass wir ganz viel verändern müssen. Und nach diesen ganzen Veränderungen, werden wir feststellen, dass wir nicht mehr in einem Kapitalismus leben, wie wir ihn heute erleben. Aber ich glaube nicht, dass das dann ein Sozialismus ist und auch kein Ökosozialismus.“

(Luise Neubauer, FFF)

Das werde eine andere Form sein von einem Wirtschaftssystem, was fast der gleiche Wortlaut wie der von Carola Rackete ist. Zufall?

Kein-Kind-Politik?

„Klima“-Aktivistin Luisa Neubauer fragte in ihrem Buch „Vom Ende der Klimakrise“:

Ist das Kinderkriegen unseren Mitmenschen gegenüber verantwortungsvoll, da statistisch gesehen nichts einen größeren CO2-Fußabdruck hinterlässt als ein Kind?“

(Luisa Neubauer)

Wollte sie damit den jungen Frauen und Mädchen ein schlechtes „Klima“-Gewissen einreden?

Eine Antwort gab sie im Buch offenbar nicht auf ihre Frage. Zumindest fand Markus Lanz keine, obwohl er das Buch gelesen hatte. Deshalb fragte er FFF-Neubauer im TV wohl auch danach. Drei oder viermal musste Lanz zu den radikalen Ansätzen nachfragen, weil Neubauer immer wieder der Antwort auswich.

Schließlich sagte sie, dass ihr „ganz, ganz, ganz viele junge Frauen in diesem Land“ eine Frage stellen. Diese wären zwölf, 13, 14, 15 und kämen zu ihr und würden fragen, ob es noch verantwortungsbewusst sei, ein Kind in die Welt zu setzen.

Nicht nur, weil wir uns fragen müssen, wohin mit diesen ganzen Menschen, mit ihren Emissionen …“

(Luisa Neubauer)

Man merkt, dass sich Markus Lanz Sorgen macht, dass die Radikalität der Bewegung zunimmt. Das Buch von Neubauer, sagte er, das möge er sehr, …

… aber dann gibt es immer wieder diese sehr irritierenden, mich auch verstörenden Einwürfe, wenn dann zum Beispiel Kinder mit CO2 verrechnet werden. Es tut mir leid, ich frag mich immer: Was ist das für ein Menschenbild, das da dahinter steckt?“

(Markus Lanz)

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.

BUCHEMPFEHLUNG:

Die Umweltbewegung hat mit sensationeller Rhetorik den aufrichtigen Wunsch der Menschen benutzt, die Umwelt zu schützen – um eine globale politische Bewegung zu schaffen. Dabei wurde der Umweltschutz für manche zu einer Pseudoreligion, ins Extrem getrieben und politisiert.

Was viele jedoch nicht erkennen, ist, wie die Kommunisten den Ökologismus benutzen, um sich als moralisch überlegen darzustellen und ihre eigene Agenda voranzutreiben. Auf diese Weise wird der Umweltschutz in hohem Maße politisiert, ins Extrem getrieben und sogar zu einer Pseudoreligion – aber ohne die traditionellen moralischen Grundlagen. Irreführende Propaganda und verschiedene politische Zwangsmaßnahmen gewinnen die Oberhand, wobei sie das Umweltbewusstsein in eine Art „Kommunismus light“ verwandeln. 

ISBN Band 1: 978-3-9810462-1-2, Band 2: 978-3-9810462-2-9, Band 3: 978-3-9810462-3-6. Einzeln kostet jeder Band 19,90 Euro (zzgl. 2,70 Euro Versandkosten), alle drei Bände gemeinsam sind im Moment noch zum Sonderpreis von 45,00 Euro (zzgl. 5,50 Euro Versandkosten) zu erwerben. Das Buch hat insgesamt 1008 Seiten und über 1200 Stichworte im Indexverzeichnis.

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