Offener Brief an Ethikrat – Apothekerin fordert aktuelles Statement zur Corona-Politik

Epoch Times18. August 2020 Aktualisiert: 19. August 2020 15:28
Corona-Zwangstests an Flughäfen und Bahnhöfen, freiwillige Testprojekte in Schulen und Kitas. Mit unterschiedlichen Strategien wird durch Politiker versucht, die Anzahl positiv Getesteter in die Höhe zu treiben. Das veranlasst viele Menschen dazu, die Maßnahmen der Regierung und ein Vorhandensein der Corona-Pandemie zu hinterfragen. Die Apothekerin Jana Schwiek aus Sachsen sucht nun mit ihrem Offenen Brief Unterstützung beim Ethikrat.

Zur Aufgabe des Deutschen Ethikrates gehört es nach dessen Geschäftsordnung, „die ethischen, gesellschaftlichen, naturwissenschaftlichen, medizinischen und rechtlichen Fragen sowie die voraussichtlichen Folgen für Individuum und Gesellschaft, die sich im Zusammenhang mit der Forschung und den Entwicklungen insbesondere auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften und ihrer Anwendung auf den Menschen ergeben“ zu verfolgen. Als gesonderter Aspekt sind in Paragraf zwei „die Erarbeitung von Stellungnahmen sowie von Empfehlungen für politisches und gesetzgeberisches Handeln“ ausgeführt.

Mit beherzten Worten wandte sich eine verzweifelte Apothekerin aus Sachsen am 20. Juli an den Deutschen Ethikrat und bat um dessen aktuelle Empfehlung und Bewertung der Corona-Krise. Darin forderte sie eine sofortige Abschaffung der Maskenpflicht und des Abstandsgebotes. Sie kritisierte, dass die Maßnahmen in keinem Verhältnis zur Gefährlichkeit des SARS-CoV-2 stehen und viel mehr Schaden anrichten würden. In ihrer Mail schrieb Jana Schwiek:

Wir müssen mit SARS-CoV-2 leben. Wir werden nie auf Null kommen. Wenn wir so denken würden, dann hätten wir seit 500 Jahren eine Pestpandemie.“

Nachdem der Ethikrat in seiner kurz gehaltenen Rückantwort auf die Verantwortung der Politik verwiesen hatte, verfasste die Apothekerin einen offenen Brief. Sie fordert ein klares Statement des unabhängigen Sachverständigenrats zur aktuellen Lage. Hier folgen Auszüge aus ihrem Brief:

Klares Statement gefordert – ohne Loyalitätskonflikt

Am 27. März 2020 haben Sie sich klar positioniert, dass die Beschränkungen aufgrund einer Pandemie permanent evaluiert werden müssen. Das habe ich sehr begrüßt. Allerdings vermisse ich dennoch eine aktualisierte Empfehlung an die Politik. Selbstverständlich haben Sie nicht das Mandat und die Entscheidungsverantwortung. Wenn ich Sie allerdings zitieren darf:

Der Deutsche Ethikrat beschäftigt sich mit den großen Fragen des Lebens. Mit seinen Stellungnahmen und Empfehlungen gibt er Orientierung für die Gesellschaft und die Politik.“

Genau das brauchen wir jetzt, Orientierung für Gesellschaft und Politik. Wenn ich sehe, wer der Deutsche Ethikrat ist, dann sehe ich Ärzte, Juristen, Theologen, Philosophen und Naturwissenschaftler. Wer, wenn nicht Sie, hat die fachliche Expertise in der aktuellen gesellschaftlichen und gesundheitlichen Situation, eine Stellungnahme und Empfehlung für die Politik abzugeben?

Einzig und allein der Deutsche Ethikrat hat für die Bundesrepublik Deutschland die Kompetenz, in dieser einmaligen Situation eine Bewertung vorzunehmen und eine Perspektive für die Zukunft unseres Landes zu erstellen. Wir sind alle Bürger dieses Landes. Sie und Ihre Familien sind davon genauso betroffen.

Die angeblich fachlich kompetenten Berater der Politik wie das RKI [Robert Koch-Institut] und Prof. Drosten sind ideologisch und/oder finanziell nicht unabhängig. Über 20.000 Mediziner und Wissenschaftler unterstützen inzwischen die MWGFD [Die Initiative „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie“, e.V.] und stellen die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen zum Gesundheitsrisiko durch Sars-CoV2 infrage. Diese Fachleute von der Basis werden nicht wahrgenommen oder denunziert. Es steht dem Ethikrat frei, sich zusätzlich Expertise von außen zu holen, bitte aber ohne Loyalitätskonflikt.

Sterbestatistiken zeigen Ende der Pandemie

Ich verweise nochmals auf die europäische Sterbestatistik. Daraus lässt sich unvoreingenommen Dauer und Umfang einer Pandemie ableiten.

[Anm.d.Red.: Beispielhaft wird hier ein Auszug aus der europäischen Sterbestatistik für Spanien, Frankreich und Italien wiedergegeben. Die Erhebungen zeigen einen deutlichen Anstieg der Todeszahlen, der in der 14./15. Kalenderwoche 2020 seinen Höhepunkt erreicht hatte.]

Die Pandemie ist längst vorbei, eine Gefährdungslage aktuell nicht gegeben. Sämtliche Maßnahmen zur Eindämmung sind derzeit nicht gerechtfertigt. Lockerungen, Großdemonstrationen und Reisen führten nicht zu einer zweiten Welle.

Mit Verdopplung der Testkapazitäten werden auch verdoppelte Positivnachweise erreicht.

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Schauen Sie in die Statistik. Eine zweite Welle ist in ganz Europa nicht zu sehen. Eine Verdreifachung der Testkapazitäten wird eine dreifache Nachweiszahl zur Folge haben. Die Hospitalisierungen nehmen aber nicht zu. Bis heute sind die PCR-Tests nicht validiert. Eine Anfrage beim BfArM meinerseits blieb unbeantwortet.

Auch in den USA werden medienwirksam die Testkapazitäten und damit die Nachweise erhöht. Eine aufgrund höherer Sterblichkeit tatsächlich bestätigte Pandemie war dort Anfang Juni beendet. [Hier verweist die Apothekerin auf die Seite der US-Gesundheitsbehörde CDC, Tabelle 1, Spalte 4.]

Der andere Umgang Schwedens mit der Pandemie führte nicht zu höheren Todesraten als in den am schlimmsten betroffenen Ländern wie Belgien, Italien, Spanien und Großbritannien. Offensichtlich spielen andere Verbreitungsmethoden des Virus eine Rolle, die unabhängig von Lockdown und Maskenpflicht sind.

Kritik an staatlicher Gesundheitsvorsorge

Nie in der Geschichte der Menschheit haben sich Staaten derart in die Gesundheitsvorsorge jedes Einzelnen eingemischt.

COVID-19 ist keine Krankheit mit einer so hohen Sterblichkeit, dass Maßnahmen, die mit dem Infektionsschutzgesetz begründet werden, gerechtfertigt sind. Auf der ganzen Welt sterben pro Jahr um ein Vielfaches mehr Menschen an Alkohol, Tabak und überhöhtem Zuckerkonsum. Wäre die Gesundheitsvorsorge durch den Staat tatsächlich Motivation zum Schutz der Bevölkerung, hätten Tabak, Alkohol und Süßigkeiten längst verboten gehört.

Es kann nicht sein, dass der so schon gebeutelte Mittelstand in die Haftung genommen wird und Geschäftsinhaber zu Bußgeldern genötigt werden, wenn ein Kunde keine Maske trägt. Testkunden der Ordnungs- oder Gesundheitsämter legen es zunehmend darauf an.

Das ist Amtsmissbrauch. Das Maskentragen gehört in die Eigenverantwortung.

Es kann nicht sein, dass der Staat in dieser Situation angeblichen Gesundheitsschutz über die Schulpflicht und Lernfreiheit stellt.

Impfung und Zwangstests

Es kann nicht angehen, dass gesunde Reiserückkehrer entweder zwangsgetestet oder in Quarantäne müssen. Das ist Erpressung.

Wenn der ehemalige Parlamentarier und ehemaliges Mitglied des Gesundheitsausschusses Wolfgang Wodarg mit dem humanen Genomprojekt Recht hat, sollen Genomdatenbanken von jedem Bürger angelegt werden. Über die Durchtestung der gesamten Bevölkerung kann das in kürzester Zeit erreicht werden. Warum wurde seine Homepage gesperrt?

Ich möchte nicht, dass ich oder meine Kinder mit einem Impfstoff zwangsgeimpft werden, bei dem sogar Bill Gates von weltweit Millionen Toten wegen Impfschäden ausgeht.

Forderung nach Persönlichkeits- und Grundrechten

Ich möchte hier nicht beurteilen, zu welchem Zweck die hier beispielhaft aufgezeigten Kollateralschäden in Kauf genommen werden. Aber ich möchte doch den Großteil der Persönlichkeits- und Grundrechte behalten.

Die Generation meiner Eltern ist 1989 nicht auf die Straße gegangen, damit ihre Kinder und Enkel in einer Welt ohne Pressefreiheit, ohne Meinungsfreiheit, ohne Reisefreiheit, ohne Lernfreiheit aufwachsen und leben müssen. Die heutigen Maßnahmen sind schlimmer als der Zustand vor 1989 östlich der innerdeutschen Grenze.

Dass unsere Welt finanzpolitisch, ökologisch und gesellschaftlich an einer Schwelle steht, die Änderungen lieber heute als morgen erforderlich macht, steht außer Frage. Die jetzigen Entscheidungsträger agieren aber weder im Interesse der Bürger Deutschlands noch im Interesse der Erde, der Grundlage unserer Existenz. Eine kleine Elite scheint ihre Macht auszuspielen, um noch mehr Geld und Macht zu erreichen.

Nie in der Geschichte der Menschheit ging es dem Menschen global gesehen so gut. Wir lebten großteils in Frieden, den meisten Menschen ging es wirtschaftlich relativ gut, Sozialsysteme fingen die Schwächsten ab. Es ist unser aller Aufgabe, jetzt für den Erhalt unseres Glücks zu kämpfen.

Die Judikative sind noch relativ unabhängig. Eine kleine Gruppe freier Juristen hat einen außerparlamentarischen Untersuchungsausschuss gegründet. Eine Empfehlung an die Gerichte, Bußgeldbescheide mit Augenmaß zu erstellen ist zwingend erforderlich. Eine Spaltung unter Juristen genauso wie in der Gesellschaft ist sonst vorhersehbar.

Lieber Ethikrat, es ist mir im Interesse meiner Kinder ein grundsätzliches Bedürfnis, Sie zum Reagieren zu ermuntern. Kommen Sie Ihrer selbst gestellten Aufgabe nach und geben Sie eine Stellungnahme und Empfehlung zur Orientierung für Gesellschaft und Politik ab. Ihre Kinder und Enkel müssen in der zukünftigen Welt genauso leben wie meine. Sie als Ethikrat haben die fachliche Expertise dazu. Nur Mut! Agieren Sie unabhängig. Gern unterstütze ich Sie dabei. (sua)

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.

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