Corona: Kinderärztin beklagt Impfnebenwirkungen und wird von Uni verbannt

Eine Aussage bei einer Podiumsdiskussion im US-Kongress wurde einer Kinderärztin zum Verhängnis. Nicht nur, dass sie ihre Arbeit verlor, ihr droht zudem der Verlust ihrer Zulassung als Ärztin.
Ein Impfling lässt sich im Impfzentrum mit dem Corona-Impfstoff von Novavax impfen. (zu dpa «Standardimpfungen rückläufig in Sachsen - Plus bei anderen»)
Ein Impfling lässt sich im Impfzentrum mit dem Corona-Impfstoff von Novavax impfen.Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Von 2. August 2023

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Die Washington State University beendete das Arbeitsverhältnis der Kinderärztin Dr. Renata Moon, nachdem sie bei einer Podiumsdiskussion im US-Kongress zum Thema Corona-Impfungen Bedenken über die Sicherheit der Impfstoffe geäußert hatte.

In einem Schreiben der Universität, für die sie als Assistenzprofessorin arbeitete, wird sie der Verbreitung von Fehlinformationen bezichtigt. Zudem kündigte ihr Arbeitgeber darin an, die Washingtoner Ärztekommission (WMC) hinzuziehen.

Die WMC fordert die Bevölkerung unter anderem auf, Ärzte, die Fehlinformationen über Corona-Impfstoffe verbreiten, zu melden, um ihnen die Approbation zu entziehen. Nach Angaben der Kommission würden solche Ärzte „das öffentliche Vertrauen in die Ärzteschaft“ untergraben und die Patienten gefährden.

Kündigung

Dr. Jeff Haney und Dr. James Record, Vertreter der Washington State University, beriefen sich in ihrem Schreiben vom 3. März 2023 an die Kinderärztin auf die Erklärung der Kommission. „Ihr Vortrag enthält Elemente, die als mögliche Verbreitung von Fehlinformationen interpretiert werden könnten“, schrieben sie. Als solche sähen sie sich moralisch verpflichtet, den möglichen Verstoß zu melden.

Einen Monat später teilte die Universität Dr. Moon mit, dass ihre Stelle als Assistenzprofessorin für Medizin nicht verlängert werde. „Im Moment ist der Bedarf der Hochschule ein anderer. Ihre Mitarbeit ist von daher nicht mehr erforderlich“, schrieben die Ärzte Haney und Record. Genauere Begründungen wurden nicht geliefert. Epoch Times hat das Dokument eingesehen.

In einer E-Mail an The Epoch Times erklärte die Kinderärztin, dass es weniger um ihre persönliche Situation gehe, sondern vielmehr um die Redefreiheit aller Amerikaner. „Wir müssen ein ethisches Gesundheitssystem schaffen, das sich nur um das Wohlergehen der einzelnen Patienten kümmert und nicht um die finanziellen Interessen großer Unternehmen“, schrieb sie.

Wir haben es mit Interessenkonflikten zu tun, die größer sind, als es sich jeder von uns jemals vorstellen kann.“

Was war passiert?

Senator Ron Johnson organisierte die Veranstaltung im Kongress zum Thema „Corona-Impfstoffe: Was sie sind, wie sie wirken und mögliche Ursachen von Nebenwirkungen“. Er lud neben Dr. Moon auch andere Experten wie Dr. Peter McCullough und Dr. Robert Malone ein, um über COVID-19-Impfstoffe zu sprechen.

Vor dem Gremium sprach Dr. Moon von einem „eindeutig massiven Anstieg“ von Myokarditis-Fällen (Herzmuskelentzündung). In ihrer mehr als 20-jährigen Praxis hätte sie nur zwei oder drei Patienten mit dieser Erkrankung gehabt. Nach der Corona-Impfung hätten sich die Fälle gehäuft. Ähnliches habe sie auch von anderen Ärzten gehört.

Dr. Moon zeigte dem Gremium auch die Packungsbeilage der Corona-Impfstoffe, die normalerweise Warnhinweise, Inhaltsstoffe und andere Informationen zu einem Impfstoff führen. Die Packungsbeilage der Corona-Impfstoffe hingegen ist „bewusst leer“ gehalten, wie die US-Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration einräumt.

Wie soll ich Eltern zur Zustimmung bewegen, wenn ich nur diese Informationen habe?“, fragte Dr. Moon.

Regierung droht mit Lizenzentzug

„Die Regierung sagt mir, dass ich [die Impfstoffe als] ’sicher und wirksam‘ bezeichnen muss. Wenn ich das nicht tue, ist meine Lizenz in Gefahr. Wir sehen einen Anstieg der Myokarditis. Die Zahl der unerwünschten Wirkungen nimmt zu“, so Dr. Moon.

„Wir haben diesen Aufsichtsbehörden vertraut – das habe ich während meiner gesamten bisherigen Laufbahn getan“, sagte Dr. Moon. „Irgendetwas stimmt hier nicht.“

Die US-Behörden haben bestätigt, dass Myokarditis eine Nebenwirkung der Corona-Impfstoffe ist. Die Herzentzündung betrifft vor allem jüngere Männer und kann zum Tod führen.

„Es ist meine Pflicht, mich zu äußern“, sagte Dr. Moon gegenüber Epoch Times. „Es ist die Pflicht eines jeden Arztes, über mögliche Probleme eines Produkts zu sprechen – unabhängig davon, ob er Recht oder Unrecht hat.“

„Und in diesem Fall entspricht alles, was ich gesagt habe, den Tatsachen“, so Dr. Moon weiter.

Vorwürfe gegen Dr. Moon

Haney und Record haben behauptet, Dr. Moon habe es versäumt, ihre Abwesenheit zu melden, als sie nach Washington fuhr, um dort auszusagen, und hätte damit gegen die Fakultätsregeln verstoßen.

Zudem habe sie nicht deutlich gemacht, dass sie nicht im Namen der Washington State University spreche, was ein weiterer Verstoß sei.

Auch kritisierten sie Dr. Moons Aussagen als fachlich nicht vertretbar: „Die geäußerten Ansichten werden uns veranlassen, Ihre Lehraufträge im Rahmen der Ausbildung unserer Studenten zu überprüfen“, schrieben sie.

E-Mails, die von der Epoch Times eingesehen wurden, zeigen, dass Dr. Moon die Universität in ihrem Lebenslauf, den sie Senator Johnsons Büro zur Verfügung stellte, nicht aufgeführt hatte. Die Kinderärztin schrieb darin, dass sie ihre eigenen Ansichten vertrete und nicht als Vertreterin einer Institution spreche.

Auch Senator Johnson erwähnte bei der Vorstellung von Dr. Moon keine Institution. Auf einem Werbeplakat war ebenfalls keine Institution angegeben. Allerdings fiel der Name Washington State University in dem Videostream über die Podiumsdiskussion, was ein Ermittler der Universität feststellte.

„Ich war mir dessen nicht bewusst und habe alles in meiner Macht Stehende getan, um das zu verhindern“, sagte Dr. Moon gegenüber The Epoch Times.

Fehlzeit war genehmigt

Was ihre Abwesenheit anging, belegen E-Mails, dass Dr. Moon Vertretungen für den 6. Dezember 2021 und den 8. Dezember 2021 beantragte – also den Tag vor und einen Tag nach der Podiumsdiskussion. Am Tag der Veranstaltung war sie nicht als Lehrkraft eingeplant.

Der Untersuchungsbeauftragte der Universität bestätigte ihr in den E-Mails letztlich, dass für beide Tage Ersatz gefunden worden war.

„Ich habe es so gemacht, wie wir es immer gemacht haben“, sagte Dr. Moon gegenüber The Epoch Times. „Meine Oberärzte haben es genehmigt; wir hatten Ersatz für meine Klassen.“

Die Universität lehnte eine Stellungnahme ab. „Die WSU äußert sich grundsätzlich nicht zu Personalangelegenheiten“, teilte ein Sprecher der Epoch Times per E-Mail mit.

Es ist unklar, ob die Universität Dr. Moon letztendlich wegen der Impfkritik bei der Ärztekommission WMC gemeldet hat. Die Kinderärztin hat sich indes an einer Klage gegen die Kommission beteiligt, dass die WMC-Erklärung gegen die Meinungsfreiheit verstoße.

Sie sagte, die Drohung, dass ihr die Approbation entzogen wird, habe sie dazu veranlasst, ihre Approbation nicht zu erneuern. Außerdem fühle sie sich in ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung beeinträchtigt.

„Nicht einmal Aspirin ist zu 100 Prozent sicher“

Dr. Moon zufolge seien die medizinischen Fakultäten nicht mehr Orte der Diskussion und des kritischen Denkens.

Sie erzählte, dass sie einmal wegen Beschwerden von Studenten in das Büro eines Vorgesetzten gerufen wurde. Die Studenten hatten beklagt, dass Dr. Moon mit ihnen im Seminar über mögliche Nebenwirkungen der Corona-Impfstoffe sprach.

„Sie sagten, ich hätte ihnen ein Trauma und Schaden zugefügt, indem ich ihnen sagte, dass die Impfstoffe möglicherweise nicht 100 Prozent sicher seien“, so die Kinderärztin.

„Noch einmal: Das sind Medizinstudenten. Dies ist eine medizinische Hochschule. Nichts ist zu 100 Prozent sicher, nicht einmal Aspirin ist zu 100 Prozent sicher“, sagte sie. Die Beschwerde habe sie wirklich sehr „überrascht und auch beunruhigt“.

Dr. Moon: Kritisches Denken an Unis geht verloren

Eine andere Beschwerde bezog sich darauf, dass Dr. Moon in Gegenwart ihrer Studenten die vielen depressiven Kinder in der Klinik während der Pandemie auf den Lockdown zurückführte und sagte:

„Wir müssen diese Maskenpflicht, die Abstandsregeln und Isolation überdenken. Ich frage mich, ob die CDC [US-Gesundheitsbehörde] in Betracht gezogen hat, die Schwächeren in unserer Gemeinschaft zu schützen, zu isolieren und zu Hause zu behalten, aber unsere Kinder nach draußen gehen zu lassen.“

„Meine Studenten erklärten erneut, dass sie durch diese Diskussion traumatisiert und geschädigt wurden – und das in einer Diskussionsgruppe an einer medizinischen Hochschule mit Hochschulabschluss“, sagte Dr. Moon.

„Das passiert landesweit. Ich glaube, unsere Studenten haben die Fähigkeit verloren, kritisches Denken und andere Sichtweisen zu tolerieren, die sich von dem gängigen Narrativ oder der vorherrschenden Meinung unterscheiden.“

Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel: „Pediatrician Fired After Raising Alarm on COVID-19 Vaccines During US Senate Event“ (deutsche Bearbeitung nh). EpochTV strahlte am Montagabend, 31. Juli [Ortszeit], in der Sendung „American Thought Leaders“ ein exklusives Interview mit der Ärztin aus.



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