Das Wetter verändert sich: Hitzewellen und Dürren nehmen zu, Starkregen aber auch.Foto: Sven Hoppe/dpa/dpa

Der Westen der USA leidet unter Waldbränden und Wasserknappheit

Epoch Times17. Juni 2021 Aktualisiert: 17. Juni 2021 10:19

Seen mit historisch niedrigem Wasserpegel, ungewöhnlich frühe Waldbrände, Einschränkungen der Wasserversorgung und nun möglicherweise eine Rekord-Hitzewelle.

Der Westen der USA leidet unter den Folgen der chronischen Dürre. Nach offiziellen Angaben galt zuletzt für 88 Prozent des Westens der Dürre-Notstand, darunter die gesamten Staaten Kalifornien, Oregon, Utah und Nevada.

Besorgniserregend: Pegelstände der Stauseen

Mehrere Millionen US-Bürger betrifft die Lage am Lake Mead, dem größten Stausee des Landes an der Grenze von Nevada und Arizona. Der durch den Bau des riesigen Hoover-Damms am Colorado entstandene See ist nur noch zu 36 Prozent mit Wasser gefüllt. Der Pegel liegt damit sogar unter dem Rekord-Niedrigstand von 2016. Zwar haben die Behörden dies erwartet – aber eigentlich erst im August.

Genauso besorgniserregend ist die Lage in Nord-Kalifornien, das normalerweise ausreichend Niederschlag im Winter und Frühling bekommt. Der Pegel des Lake Oroville, zweitgrößter Stausee des Staates und wichtiger Teil eines Netzes, das 27 Millionen Kalifornier mit Trinkwasser versorgt, steht 50 Meter niedriger als 2019.

Weitreichende Einschränkungen der Wasserversorgung scheinen in den kommenden Monaten unausweichlich. Das trifft vor allem Landwirte hart, die auf Bewässerung angewiesen sind und einen Großteil der Obst- und Gemüseproduktion des Landes liefern.

Wasser aus Schneeschmelze erreicht Stausee nicht

In Kalifornien, wo in riesigen Mandelhainen 80 Prozent der Weltproduktion wachsen, begannen manche Farmer schon mit dem Ausreißen von Bäumen, um Wasser zu sparen.

Am 1. April, wenn für gewöhnlich der letzte Schnee in der Region fällt, lag der Schnee auf den oberen Hängen der Sierra Nevada – Quelle von rund einem Drittel des gesamten in Kalifornien verbrauchten Wassers – nur 60 Prozent so hoch wie im Durchschnitt.

„Eine Besonderheit in diesem Jahr ist, dass das frei werdende Wasser bei der Schneeschmelze  in den trockenen Böden versickerte und letztendlich verdunstete“, sagt John Yarbrough von der kalifornischen Wasserbehörde. Den Lake Oroville habe es gar nicht erst erreicht.

Extreme Hitzewelle erwartet

Nun muss sich der Westen der USA auch noch auf eine extreme Hitzewelle vorbereiten mit Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius – rund elf Grad über dem jahreszeitlichen Durchschnitt. Solche Wetterextreme sind „selten, gefährlich und tödlich“, heißt es vom nationalen Wetterdienst.

Sorgen machen den Behörden vor allem die Waldbrände, die in diesem Jahr ungewöhnlich früh und mit seltener Wucht begannen. Ende Mai hatten Brände in Kalifornien schon fünf Mal so viel Vegetation zerstört wie zum gleichen Zeitpunkt 2020. (afp)



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