Der nun trockenliegende Überlauf am Oroville-Staudamm in Kalifornien.Foto: screenshot/youtube

Große Schäden am Oroville-Staudamm: Ablauf gestoppt, die Schäden sind gewaltig + Video

Von 27. Februar 2017 Aktualisiert: 1. März 2017 23:43
Der Abfluss am Überlauf des Oroville-Staudamm ist gestoppt, meldet die Wasserbehörde Kaliforniens. Es soll ermöglicht werden, Geröll und Schutt wegzuräumen. Ziel ist, die Erosion unter Kontrolle zu bekommen.

Die Wasserbehörde Kaliforniens (DWR) meldete gestern vom Oroville-Staudamm, dass die Behörden den Abfluss stoppen, um Geröll zu beseitigen. Mit dem Ende des Wasser-Ablassens wird am Montagmorgen Ortszeit begonnen, bis der Not-Überlauf trocken liegt.

Der trocken liegende Überlauf sieht am 27. Februar 2017 so aus:

Im unteren Video sind z.B. bei 0:37 auf der rechten Seite des Flusses bereits Lastkähne zu sehen, die die Ausrüstung dazu geladen haben. Die Größenvergleiche mit dem Bagger im ersten Video zeigen, wie riesig die Menge Material ist, die weggeräumt werden muss.

Durch die Entfernung des Gerölls und Schutts, die das Wasser abgespült hat, soll dem derzeit geschlossenen Wasserkraftwerk des Stausees ermöglicht werden, später wieder den Betrieb aufzunehmen. Bisher ist das Kraftwerk außer Betrieb, einige Stromleitungen wurden für die Bauarbeiten an der Sicherung des Hanges entfernt.

Seit Mitte Februar wurde Wasser aus dem Oroville-Stausee abgelassen. Das Wasser schuf sich dabei eine seitliche Ablaufrinne, so dass der Not-Überlauf mittlerweile im unteren Drittel trocken liegt. Das wichtigste vor Ort ist nun, die Erosion unter Kontrolle zu bringen.

Nach tagelangen Regenfällen war der Damm des Oroville-Stausees am 13. Februar 2017 an seine Belastungsgrenze gestoßen, sodass Wassermassen über einen selten genutzten Seitenkanal abflossen.

Die Anlage stand wegen Schäden vor dem Zusammenbruch. Die Polizei forderte rund 188.000 Anwohner auf, sich in Sicherheit zu begeben. Die Evakuierung wurde später wieder aufgehoben und der Damm stabilisiert.

Die Behörden verhängten eine Nachrichten-, Foto- und Videosperre über die Lage am Staudamm. Auch die Überflug-Rechte sind eingeschränkt. So wurde bekannt, dass fünf Damm-Arbeitern gekündigt wurde, da sie Bilder in den sozialen Netzen verbreitet hatten.

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