Netanjahus Ehefrau wegen Verdachts der Veruntreuung befragt – Steht Israels Premier vor dem Rücktritt?

Die Ehefrau von Benjamin Netanjahu wird verdächtigt, öffentliche Gelder für Zwecke der privaten Haushaltsführung abgezweigt zu haben. Die Polizei machte keine Angaben zu der Befragung.
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Israels Premier Benjamin Netanjahu und seine Frau Sara.Foto: GALI TIBBON/AFP/Getty Images
Epoch Times3. August 2017

Die israelische Polizei hat die Ehefrau von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wegen des Verdachts der Veruntreuung öffentlicher Gelder befragt.

Sara Netanjahu sei am Mittwoch zwei Stunden lang vernommen worden, berichtete der israelische Rundfunk. Sie wird verdächtigt, öffentliche Gelder für Zwecke der privaten Haushaltsführung abgezweigt zu haben. Die Polizei machte keine Angaben zu der Befragung.

Israelische Medien berichteten unterdessen, dass die Justizbehörden kurz vor einer Vereinbarung mit Benjamin Netanjahus ehemaligem Stabschef Avi Harow stünden. Dieser will demnach Beweise gegen den Regierungschef für korruptes Verhalten vorlegen, um im Gegenzug selbst nicht für eigene Vergehen belangt zu werden. Den Medienberichten zufolge übermittelte Harow den Ermittlern Informationen zu zwei laufenden Verfahren gegen Netanjahu.

In einem Fall geht es um den Verdacht der Annahme von Geschenken wohlhabender Anhänger. In dem anderen Fall soll Netanjahu sich um eine geheime Vereinbarung mit dem Herausgeber der Zeitung „Jediot Ahronot“ bemüht haben. Diese sah demnach eine positive Berichterstattung über Netanjahu vor; der Regierungschef sollte im Gegenzug dabei helfen, das Geschäft der Zeitung „Israel Hajom“ – einem Konkurrenzblatt von „Jediot Ahronot“ – herunterzufahren.

Angesichts der Ermittlungen gegen Netanjahu wird spekuliert, ob der Regierungschef letztlich zum Rücktritt gezwungen sein könnte. (afp)



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