Querdenken-Kundgebung am 29. August 2020 in Berlin.Foto: Epoch Times

Berlin erreicht neuen Demonstrations-Rekord 2020

Von 28. Dezember 2020 Aktualisiert: 28. Dezember 2020 20:30
Im Jahr 2020 gingen viele Menschen auf die Straße, um ihrem Ärger Luft zu machen. Zu ihnen gehörten die sogenannten "Querdenken"- ebenso wie die "Black-lives-matter"-Bewegung und die Bauern, die sich gegen die Agrarpolitik wandten. Eines hatten sie gemeinsam: Es kam nach den Demos zu keinerlei nachweisbaren Corona-Ausbrüchen.

Seit Beginn der Pandemie wurde in Deutschland demonstriert, was das Zeug hält. Allein in Berlin gab es bis Ende November 5.360 Kundgebungen unter freiem Himmel – 193 mehr im Vergleich zum Vorjahr. Das teilte die Polizei auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes mit.

Nach den dem Bericht zugrunde liegenden Angaben der Polizei wandten sich die meisten Demonstranten (27.000) einer Kundgebung auf den Berliner Straßen im Januar gegen die Agrarpolitik. 27.000 Menschen waren am 18. Januar dem Aufruf der Veranstalter gefolgt. Mit 170 Traktoren setzten sie sich für eine bäuerlich-ökologische Landwirtschaft, artgerechte Tierhaltung, insektenfreundliche Landschaften und globale Solidarität ein.

Die zweitgrößte Kundgebung war laut Polizei im August die Querdenken-Veranstaltung „Das Ende der Pandemie: Tag der Freiheit“ mit 20.000 Teilnehmern. Laut anderer Quellen liegt die Querdenken-Demo am 1. August auf Platz 1.

Die gegen Corona-Politik sich wendenden Querdenken-Demonstrationen waren ebenso wenig Treiber der Infektion wie die der „Black lives matter“(BLM)-Bewegung. Während die BLM-Demonstrationen von Politik und Mainstream-Medien begrüßt wurden, werden Demonstrationen der sogenannten „Querdenker“ kritisch gesehen.

Umstrittene Teilnehmerzahlen auf Querdenken-Demos

Auch hinsichtlich der Teilnehmerzahlen bei den Querdenken-Demos wurde Unterschiedliches berichtet. So errechnete „Correctiv“ unter Verwendung eines Tools für den 1. August Teilnehmerzahlen für die Querdenken-Kundgebung „Das Ende der Pandemie – Tag der Freiheit“ mit 173.600 Personen. „Selbst wenn später noch zahlreiche weitere Menschen zu der Kundgebung hinzugestoßen wären, sind Zahlen von 500.000 oder mehr Teilnehmern nicht realistisch“, heißt es weiter.

Wie die Polizei auf die 20.000 Teilnehmer der Querdenken-Demo im August kam, erklärte Pressesprecher Halweg gegenüber Epoch Times in einem Gespräch nach der Veranstaltung. „Als Versammlungsteilnehmer haben wir tatsächlich nur die gezählt, die auf der vorgesehenen Veranstaltungsfläche für die Versammlung ‚Ende der Pandemie – Tag der Freiheit‘ anwesend waren“, stellte Halweg klar. Nach Zählweise der Polizei gehören Personen, die möglicherweise auf dem Weg zur Veranstaltung waren, nicht dazu.

Inzwischen hat der Initiator der Querdenken-Bewegung, Michael Ballweg, dazu aufgerufen, die über den Jahreswechsel verhängten Versammlungsverbote in Berlin zu respektieren. Den Winter solle die Querdenken-Bewegung dafür nutzen, „Kräfte für den Frühling zu sammeln“. Ob im Jahr 2021 dann ein neuer Demo-Rekord eintritt, hängt derweil von den weiteren Maßnahmen der Corona-Politiker ab.



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