Bundestagsabgeordnete planen Rauchverbot in Autos mit Kindern

Epoch Times7. April 2018 Aktualisiert: 7. April 2018 11:27
Bundestagsabgeordnete von Union und SPD planen ein Rauchverbot in Autos mit Kindern. Der SPD-Abgeordnete Lothar Binding sagte der "Saarbrücker Zeitung", er werde eine entsprechende Initiative vorschlagen.

Bundestagsabgeordnete von Union und SPD planen ein Rauchverbot in Autos mit Kindern nach österreichischem Vorbild.

Der SPD-Abgeordnete Lothar Binding sagte der „Saarbrücker Zeitung“, er werde eine entsprechende Initiative im Rahmen eines fraktionsübergreifenden „Nichtraucher-Frühstücks“ vorschlagen. „Viele Leute brauchen offenbar ordnungspolitische Vorgaben, damit sie ihre eigenen Kinder schützen.“

Der CDU-Abgeordnete Rudolf Henke kündigte an, einen solchen Vorstoß unterstützen zu wollen. Zwar zeigten die meisten Raucher sich ihrer Verantwortung gegenüber Kindern und Jugendlichen bewusst und verzichteten auf die Zigarette im Auto, sagte Henke der „Saarbrücker Zeitung“. Aber manche ignorierten die Gefährdung des Kindeswohls und das schwerwiegende Risiko für die Gesundheit noch immer. „Dann hat der Schutz der Gesundheit für mich einen höheren Stellenwert als die Freiheit zur Ignoranz.“

Ab dem 1. Mai gilt in Österreich ein Rauchverbot im Auto bei Fahrten mit Minderjährigen. „Rauchen im Auto im Beisein von Kindern ist ein Unding“, sagte auch die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), der „Passauer Neuen Presse“ und begrüßte die Entscheidung im Nachbarland. „Ich finde es richtig und wichtig, dass die Kollegen in Österreich das Thema Rauchen im Auto mit ihrem Vorstoß erneut auf die Agenda gesetzt haben. Wir tun das auch.“

Mortler sagte, sie habe bereits im Sommer 2016 die Kampagne „rauchfrei unterwegs“ auf den Weg gebracht. „Gerade sind wir dabei, die Materialien der Kampagne auch ins Türkische, Arabische, Russische und Englische zu übersetzen“, sagte sie.

Die Drogenbeauftragte kündigte außerdem an, sich in dieser Legislaturperiode erneut für ein Tabak-Außenwerbeverbot einzusetzen. Dass der Bundestag einen entsprechenden Gesetzentwurf in den vergangenen Jahren nicht verabschiedet hat, habe sie „sehr geärgert“. (afp)

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