Chemnitz: Regierungssprecher Seibert warnt vor „Zusammenrottungen“ – Tatverdächtiger (23) soll Tunesier sein

Von 27. August 2018 Aktualisiert: 27. August 2018 17:31
Für die Bundesregierung ist klar, dass der Marsch von Chemnitz nach dem Messer-Mord am Wochenende eine Zusammenrottung war, um "Hetzjagden auf Menschen anderen Aussehens" zu machen. Doch in dieses "Rechte-gegen-Ausländer"-Bild passt irgendwie nicht, dass das Opfer, Daniel Hillig (35), ein Deutscher mit kubanischen Wurzeln ist.

Steffen Seibert, Sprecher der Bundeskanzlerin und des Kanzleramtes äußerte sich mit scharfen Worten gegen die Vorkommnisse in Chemnitz. Doch nicht wegen des Mordes:

Solche Zusammenrottungen, Hetzjagden auf Menschen anderen Aussehens, anderer Herkunft, oder der Versuch, Hass auf den Straßen zu verbreiten, das nehmen wir nicht hin.“

(Steffen Seibert, Regierungssprecher)

Seibert sagte, dass die Bundesregierung dies „auf das Schärfste“ verurteile, so die „Berliner Zeitung“.

Allerdings passt in dieses Clichee-Bild von den Ausländern jagenden Nazis weder die Tatsache, dass es sich bei dem Opfer um den Chemnitzer Bürger Daniel Hillig (35), einem Deutschen mit kubanischem Hintergrund handelt, noch dass die Beteiligten des Marsches keineswegs als marodierende Nazi-Horde zu bezeichnen war.

Im „Tagesspiegel“ wird noch berichtet, dass der Regierungssprecher auf einen Tweet des AfD-Bundestagsabgeordneten Markus Frohnmaier mit einer Warnung reagierte. Frohnmaier schrieb sichtlich aufgeregt (sic): „Wenn der Staat die Bürger nicht mehr schützen kann, gehen die Menschen auf die Straße und schützen sich selber. Ganz einfach! Heute ist es Bürgerpflicht, die todbringendendie ‚Messermigration‘ zu stoppen! Es hätte deinen Vater, Sohn oder Bruder treffen können!“ Regierungssprecher Steffen Seibert antwortete:

In Deutschland ist kein Platz für Selbstjustiz, für Gruppen, die auf den Straßen Hass verbreiten wollen, für Intoleranz und für Extremismus.“

(Steffen Seibert, Regierungssprecher)

Wenn der Staat die Bürger nicht mehr schützen kann, gehen die Menschen auf die Straße und schützen sich selber. Ganz einfach! Heute ist es Bürgerpflicht, die todbringendendie „Messermigration“ zu stoppen!

Anzeige vom „Femengericht gegen Rechtsnationale“

Aufgrund des Tweets kündigte ein User, der sich selbst mit „Offizieller Twitteraccount des Femengerichts gegen Rechtsnationale“ bezeichnete an, Anzeige erstattet zu haben.

Gerüchte oder verhüllte Wahrheiten?

Durch die Informations-Blockade der Behörden bezüglich der Herkunft von Tätern und Opfern und des Tathergangs machen sich nun auch Gerüchte breit. Was daran wahr ist, kann derzeit kaum von außen beurteilt werden.

Laut „Sputniknews“ wird aus verschiedenen Quellen berichtet, dass Daniel Hillig durch 25 Messerstiche starb. Das Tatmesser wurde von der Polizei hinter der MDR-Bühne des Stadtfestes gefunden.

Bei dem Haupttäter soll es sich demnach um einen 23-jährigen Tunesier handeln. Verschiedene Quellen hätten dies berichtet, während die Polizei von „mehreren Personen unterschiedlicher Nationalitäten“ spricht. Letztendlich wurden die beiden Tatverdächtigen nun mit einem Haftbefehl bedacht, da sich der Tatverdacht erhärtete. Es handelt sich um einen 22-jährigen Iraker. Der angebliche Tunesier entpuppte sich als Syrer (23).

 

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