Fürstin Gloria von Thurn und Taxis: „Homoehe ist ein Angriff auf die klassische Familie“ und „Pädagogik der Vielfalt ist Kindesmissbrauch“

Epoch Times10. September 2018 Aktualisiert: 10. September 2018 14:10
Fürstin Gloria von Thurn und Taxis trat gleich zwei Mal in Regensburg öffentlich auf. Sie äußerte sich kritisch zum Thema Homo-Ehe, Abtreibung und Organspende auf einer CSU-Veranstaltung und unterstützte am Samstag die erste Veranstaltung des Bündnisses "Demo für alle" gegen genderideologische Sexualpädagogik im Kindes- und Vorschulalter.

Fürstin Gloria von Thurn und Taxis äußerte sich bei einer CSU-Veranstaltung in Regensburg am Mittwochabend mit dem Titel „Das Kreuz als Symbol christlicher Kultur. Christliche Werte in Gesellschaft und Politik“ kritisch zu Abtreibungen, Homo-Ehe und Organspende.

Wie Onetz berichtete, bezeichnete die Fürstin die hohen Abtreibungszahlen als einen „schweren Schandfleck unserer so reichen Gesellschaft“. Insbesondere störe sie, dass die Krankenkassen die Kosten für Abtreibungen übernehmen.

Zur gleichgeschlechtlichen Ehe, die seit Oktober vergangenen Jahres in Deutschland möglich ist, sagte von Thurn und Taxis. „Die Homo-Ehe ist ein Angriff auf die klassische Familie: Vater, Mutter, Kind“.

Die Lesben und Schwulen forderte sie auf, unsichtbar zu bleiben: „Auf die Gefahr hin, dass ich mich wieder unbeliebt mache: Jeder kann in seinem Schlafzimmer machen, was er will, aber das sollte man nicht zum politischen Programm machen.“

Die deutsche Politik im Allgemeinen sei „weit weg von uns kleinen Leuten“. Zum Organspende-Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnte sie, Menschen nicht „als Ersatzteillager zu verzwecken.“

Von Turn und Taxis unterstützt „Demo für alle“ in Regensburg

Nur drei Tage später am Samstag nahm Fürstin Gloria unter lautstarken Gegenprotesten an der „Demo für alle“ auf dem Domplatz in Regensburg teil; einer Aktion, die sich gegen die genderpolitische Sexualpädagogik der Vielfalt in Schulen und Kitas ausspricht.

„Ich finde die Meinungsfreiheit wichtig und ich bin hier, weil ich finde, dass Kinder nicht so früh mit nicht kindgerechten Themen konfrontiert werden sollen,“ so von Thurn und Taxis gegenüber der „Mittelbayerischen“. „Das ist auch eine Form der Kindesmisshandlung“.

Diese Meinung teilte auch AfD-Landtagskandidat Benjamin Nolte, der ebenfalls an der Kundgebung teilnahm: „Fünfjährige müssen noch nicht mit Themen wie Analsex und Darkrooms konfrontiert werden.“

Sebastian Koch, der SPD-Unterbezirksvorsitzende, äußerte sich zum Auftritt der Fürstin hingegen: „Das ist ein neuer Tiefpunkt.“

Mit der Aktion will die Vorsitzende des Vereins „Demo für alle“, Hedwig von Beverfoerde – ehemals CDU-Mitglied – „Flagge für das Grundrecht der Eltern auf Erziehung ihrer Kinder“ zeigen: „Wir wollen, dass die ‚Sexualpädagogik der Vielfalt‘ und ihre schamverletzenden Methoden wieder aus den Schulen und Kitas verschwinden.“

Zu hören waren die Sprecher der Kundgebung allerdings kaum, wie Frau von Thurn und Taxis selbst im Interview mit der „Mittelbayerischen“ anmerkte. Die Gegenproteste unter dem Motto „Vielfalt statt Einfalt“, die vom Arbeitskreis (AK) queer der Universität Regensburg organisiert wurden, zogen 400 lautstarke Gegendemonstranten auf den Platz.

„Ich finde es wichtig, dass man zu diesem Thema Stellung nimmt,“ so die Fürstin, „aber Sie sehen ja selbst, wir sind nur eine kleine Minderheit. Und man hört die Argumente ja nicht.“ Man könne einander ja zuhören, aber da sei kein Durchkommen möglich.

Christiane Fuchs, Sprecherin des AK queer äußert sich gegenüber der „Mittelbayerischen“ hingegen kritisch gegen die „Demo für alle“: „Sie sind gegen die Gleichstellung von Menschen und diffamierend gegenüber Homosexuellen und allen, die nicht an ihr Weltbild glauben.“

Auch die Regensburger Schülervereinigung (RSV) schloss sich den Gegenprotesten an. Die „Demo für alle“ verbreite absurde und realitätsferne Gerüchte zu angeblichen Lehrmethoden an Schulen.

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Die „Demo für alle“, organisiert vom Verein Ehe-Familie-Leben, tourt derzeit mit dem „Bus der Meinungsfreiheit“ durch acht deutsche Städte, um auf die umstrittene „Sexualpädagogik der Vielfalt“ aufmerksam zu machen. Die Idee dafür kommt aus Frankreich. Eine ähnliche Aktion, die „La Manif Pour Tous“ brachte dort mehr als 1,5 Millionen Menschen auf die Straße. (nh)

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