Grüne fordern Importverbot für verseuchte Nahrung: Chlorpyrifos ist „extrem gesundheitsschädlich“

Epoch Times15. August 2019 Aktualisiert: 15. August 2019 9:40
"Bei diesem besonders gefährlichen Stoff kann es keinen Grenzwert, sondern allein Nulltoleranz geben." Das sagte Harald Ebner (Grüne) über das Insektenbekämpfungsmittel Chlorpyrifos. Eine Studie in den USA hatte ein erhöhtes Risiko von Autismuserkrankungen und Hirnschäden bei Kindern ergeben, die vor oder nach der Geburt dem Mittel ausgesetzt waren.

Der Grünen-Politiker Harald Ebner fordert ein Importverbot für Lebensmittel, die mit dem Insektenbekämpfungsmittel Chlorpyrifos behandelt sind. Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) müsse „Bürgerinnen und Bürger, insbesondere Kinder, sofort vor dem extrem gesundheitsschädlichem Chlorpyrifos in Lebensmitteln schützen“, sagte Ebner der Nachrichtenagentur AFP. Er fügte hinzu:

Einfach nur untätig das Auslaufen der EU-Zulassung im nächsten Jahr abzuwarten, wäre fahrlässig.“

Der Abgeordnete ist Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik seiner Fraktion.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) hatte Anfang August mitgeteilt, dass Insektizide mit dem Wirkstoff Chlorpyrifos ab dem kommenden Jahr nicht mehr zugelassen werden sollen.

Der Stoff steht im Verdacht, Zellveränderungen und Nervenkrankheiten auszulösen, besonders bei Kindern.

Vorbild Dänemark

Dänemark bereitet daher bereits ein Importverbot für Chlorpyrifos-behandelte Lebensmittel vor, wie die Onlinezeitung „EU Observer“ berichtete.

„Deutschland sollte sich der dänischen Initiative anschließen“, forderte Ebner. „Bei diesem besonders gefährlichen Stoff kann es keinen Grenzwert, sondern allein Nulltoleranz geben.“

Das Mittel ist in der Europäischen Union erst seit 2005 auf dem Markt. In acht EU-Mitgliedsländern, darunter in Deutschland seit 2009, dürfen Produkte mit Chlorpyrifos bereits jetzt nicht verkauft werden.

Die französische Zeitung „Le Monde“ hatte im Juni berichtet, eine Studie in den USA zeige ein erhöhtes Risiko von Autismuserkrankungen und Hirnschäden bei Kindern, die vor oder nach der Geburt dem Mittel ausgesetzt waren. (afp/sua)

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