Hygiene-Experte kritisiert: Fehlberatung führte zum Lockdown – Maskenstreit geht weiter

"Wäre die Politik von den Virologen und dem RKI [Robert Koch-Institut] hier nicht falsch beraten worden, wäre der Lockdown nicht nötig gewesen", sagt Hygiene-Arzt Professor Dr. Klaus-Dieter Zastrow.
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Manche tragen ihn, manche setzen ihn falsch auf und andere verzichten ganz: der Mund-Nasen-Schutz bei einer Fronleichnamsfeier in Krakau, Polen.
Von 12. Juni 2020

Seit Anfang der Corona-Verbreitung setzte Hygiene-Arzt Professor Dr. Klaus-Dieter Zastrow auf Gesichtsmasken. Nun kritisierte er gegenüber der „Bild“-Zeitung: „Wäre die Politik von den Virologen und dem RKI [Robert Koch-Institut] hier nicht falsch beraten worden, wäre der Lockdown nicht nötig gewesen.“

Man könne die Erfolge des Mund-Nasen-Schutzes sehen, beispielsweise in Jena. „Die Virologen haben die einzige sinnvolle Maßnahme lange mit ihrem Gesabbel verhindert“, betonte Zastrow. Es habe Verwirrung um die Wirksamkeit des Mund-Nasen-Schutzes zu Anfang der Infektionsverbreitung gegeben. Dass die Maske nur Dritte schütze und nicht den Träger selbst, sei eine „falsche Behauptung“ und „kompletter Unsinn“.  Der Hygiene-Experte geht davon aus, dass man auf viele Maßnahmen hätte verzichten können, wenn man von Anfang an auf Masken gesetzt hätte.

„Aber aufgrund dieser Fehlberatung blieb der Politik ja gar nichts anderes übrig, als in den Lockdown zu gehen. Und so einen Knall zu setzen, damit die Bevölkerung auch wach wird“, betonte Zastrow. Unter diesen Bedingungen halte er die dann getroffenen Maßnahmen auch nicht für verkehrt.

Wenn nun einzelne Bundesländern auf Empfehlungen statt auf Verordnungen und Kontaktverbote setzen, hält Zastrow dies für einen richtigen Weg. Die Menschen in Deutschland hätten inzwischen gelernt, wie man dem Virus wirkungsvoll entgegentreten könne: „Desinfektion, Abstand halten zu Personen, die nicht zum Haushalt gehören, und – wo das nicht möglich ist – Maske auf!“ Das wüssten inzwischen alle und die große Mehrheit sei „klug und diszipliniert genug“, sich daran zu halten. Aus diesem Grund seien Empfehlungen wie in Thüringen ausreichend. „Vorschriften oder Verbote braucht es weniger.“

Maskenverweigerer dienen der Durchseuchung

Und natürlich werde es immer Menschen geben, die sich nicht an diese Empfehlungen halten. Diejenigen, die sich nicht schützen und eine COVID-19-Erkrankung riskieren würden, tragen „salopp gesagt“ zur Durchseuchung bei und haben nach Auffassung des Hygiene-Experten auch ihre Funktion. „Niemand würde ihnen das zumuten – denn die Krankheit ist gefährlich, kann tödlich enden oder schwere Langzeitfolgen haben – aber so tragen sie zur Immunität in der Bevölkerung bei“, sagte Zastrow. Das sei vergleichbar mit der sogenannten Herdenimmunität: „Wenn sich 60 bis 70 Prozent der Menschen an die Hygieneregeln halten – und davon gehe ich aus, das ist ja im Eigeninteresse – steht ein ausreichender Schutzwall gegen die Verbreitung des Virus.“

Bei Veranstaltung in geschlossenen Räumen hingegen solle weiterhin das Maskengebot gelten. Bei allen Lockerungen werde man um den Mund-Nasen-Schutz oder andere Masken nicht herumkommen. Wo es eng werde, müsse Mund und Nase geschützt werden, erst recht in geschlossenen Räumen. Das gelte auch in Schulen und Kitas: „Wenigstens die Lehrer und das Personal müssen Masken tragen – nicht immer, aber wenn sie den Kindern zu nah kommen.“

Rückblick

Der Fachmann kritisiert bereits seit Anfang der Corona-Krise immer wieder „die falschen Informationen“, die das RKI veröffentlichte. Wenn von vornherein der Bevölkerung von Mund-Nasen-Schutz und von der Hände-Desinfektion abgeraten werde, dann werde dies die Weiterverbreitung des Virus begünstigen und dann gebe es keine Möglichkeiten mehr, das Virus aufzuhalten, sagte Zastrow Ende Februar gegenüber Epoch Times. Er forderte zu diesem Zeitpunkt die Menschen auf, „ihrem gesunden Menschenverstand“ zu vertrauen. Die Hände zu desinfizieren sei der sicherste Weg, um das Virus abzutöten. Wenn man der Empfehlung des RKI hingegen folge, passiere Folgendes:

Die Hände werden zwar vielleicht äußerlich sauber, aber das reiche nicht aus, „selbst wenn Sie zweimal ‚Happy Birthday‘ singen“, so Zastrow. Vielleicht gelinge es, dass ein Großteil der an den Händen befindlichen Coronaviren weggeschwemmt oder im Waschbecken verteilt werden. „Sie können zwar vermindert, aber nicht abgetötet werden.“

„Spätestens bei dem nächsten Griff zum Mund kann eine Virusübertragung erfolgen“, so Zastrow. Dann gelange das auf RKI-Empfehlung nicht abgetötete Virus direkt in die Mundhöhle, kann sich dort festsetzen und vermehren.

Ausdrücklich nicht empfohlen wurde vom RKI anfangs „die Benutzung von Desinfektionsmitteln im allgemeinen Alltagsleben, auch in dieser jetzigen Situation. Wir empfehlen ebenfalls nicht die Benutzung von Gesichtsmasken oder Mund-Nasen-Schutz in der allgemeinen Öffentlichkeit oder im Alltagsleben.“ Das hat sich inzwischen geändert und gipfelte letztendlich in einer Maskenpflicht und der Tatsache, dass in öffentlichen Gebäuden jetzt Hygiene-Spender mit Desinfektionsmitteln als notwendig erachtet werden.

Unterschiedliche Auffassungen über Maskenpflicht

Für die Maskenpflicht hat Virologe Hendrik Streeck beispielsweise aber kein Verständnis: „Am Anfang der Pandemie wurde ja dezidiert gewarnt vor Masken. Die Gründe dafür gelten immer noch, auch wenn sie merkwürdigerweise keine Rolle mehr zu spielen scheinen. Die Leute knüllen die Masken in die Hosentasche, fassen sie ständig an und schnallen sie sich zwei Wochen lang immer wieder vor den Mund, wahrscheinlich ungewaschen. Das ist ein wunderbarer Nährboden für Bakterien und Pilze.“

Zastrow hingegen sieht hierin kein Problem. Die Bakterien und Pilze, die sich da „angeblich“ vermehren würden, seien im Zweifel die eigenen. „Die haben Sie schon und müssen keine Angst vor ihnen haben.“ Er hält daran fest, dass eine Gesichtsmaske den besten Schutz vor einer Infektion bietet.

Und auch in den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus vor einer Woche zu Gesichtsmasken eine Empfehlung ausgesprochen: „Überall dort, wo es zu Übertragungen in der Öffentlichkeit kommen kann, raten wir Menschen über 60 Jahren oder Menschen mit Vorerkrankungen zudem, eine medizinische Maske zu tragen“.

Gleichzeitig sprach die Organisation die Warnung aus, sich ausschließlich auf Masken zu verlassen. Diese seien nur eine von mehreren Maßnahmen. Die Handhygiene und Abstandhalten könnten die Gesichtsmasken, die aus mindestens drei Lagen bestehen sollten, nicht ersetzen.

(Mit Material von afp/dts)



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