Kinderärzte kritisieren bayerischen Hygieneplan und fordern Abschaffung der Maskenpflicht in Schulen

Von 8. September 2020 Aktualisiert: 8. September 2020 13:27
Mund-Nasen-Bedeckungen auf dem Schulhof, im Schulgebäude oder gar am Sitzplatz? Mit einem Drei-Stufen-Plan startet das Bundesland Bayern ins neue Schuljahr. Schon jetzt zeigen sich Kinderärzte besorgt über den Hygieneplan. In einem offenen Brief an die Landesregierung wenden sie sich gegen eine Maskenpflicht.

„Mittlerweile wissen wir, dass die Gefährlichkeit des Coronavirus SARS-CoV-2 für die Gesamtbevölkerung zu Beginn der Pandemie wesentlich überschätzt wurde“, heißt es in einem offenen Brief der Münchner Fachärzte für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Dr. Steffen Rabe und Dr. Martin Hirte. In ihrer Sorge wegen der im Zug der COVID-19-Pandemie an Kitas und Schulen ergriffenen und angekündigten Maßnahmen wandten sie sich in einem offenen Brief an die Landesregierung.

Sie fordern Ministerpräsident Markus Söder und Kultusminister Michael Piazolo auf, die im sogenannten Rahmenhygieneplan verankerten Maßnahmen „im Licht der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnis und vor allem im Interesse des Kindeswohls grundlegend zu ändern“. Dabei soll vor allem verzichtet werden

  • auf die Pflicht zum Tragen sogenannter „Alltagsmasken“ in Schulen, vor allem auch im Unterricht und
  • auf die vorgesehene Schließung von Schulen in Abhängigkeit von Testergebnissen eines nicht unumstrittenen Tests (RT-PCR).

Als Begründung verweisen die Mediziner darauf, dass die Erkrankungs- und Sterberaten in Deutschland ebenso wie in anderen europäischen Ländern auf nahe Null abgesunken seien und weiterhin dort stünden. Das gelte selbst für Regionen ohne strenge Containment-Maßnahmen.

„Trotzdem werden weiter hohe Infektionszahlen suggeriert durch die von zahlreichen Fachleuten kritisierte enorme Steigerung der Testzahlen mit einem Test (RT-PCR), der in der Mehrzahl der Fälle weder eine Erkrankung noch Infektiosität anzeigt“, kritisieren die Kinderärzte in ihrem offenen Brief.

Schließung von Kitas und Schulen ohne wissenschaftliche Grundlage

Sie führen an, dass eine Schließung von Kitas und Schulen als epidemiologische Maßnahme sich schon vor der COVID-19-Pandemie nicht auf eine wissenschaftliche Evidenz stützen konnte. Zudem würden zahlreiche jüngere Studien erneut die Wirkungslosigkeit dieser Maßnahme bestätigen.

Dennoch seien – entgegen dem ausdrücklichen Rat der WHO und entgegen den aktuellen Forderungen von UNICEF – partielle oder vollständige Schulschließungen in Deutschland weiterhin eine „gängige politische Erstmaßnahme“, wenn die positiven Testergebnisse über eine bestimmte Marke klettern.

Dabei wurden Kitas und Schulen in vielen europäischen Staaten schon im Frühsommer 2020 weitgehend ohne Einschränkungen wieder geöffnet. Nirgendwo führte dies zu relevanten COVID-19-Ausbrüchen –  weder bei Schülern oder Lehrern der betroffenen Schulen, noch in den jeweiligen Regionen.

„Die wissenschaftliche Untersuchung dieser Strategien belegte nachdrücklich, dass Kitas und Schulen für die Verbreitung von COVID-19 keine wesentliche Rolle spielen“, geben die Experten der bayerischen Landesregierung zu verstehen. Dies bestätigten in Deutschland auch Studien der Universitäten in Leipzig und Dresden.

Hygieneplan gibt Anlass zur Sorge

Der neue Rahmenhygieneplan der bayerischen Staatsregierung erfülle die Kinderärzte, als Fachleute sowohl für Infektionskrankheiten als auch für die kindliche Entwicklung, mit großer Sorge. Denn der Hygieneplan stehe unter der Prämisse: „Mit der Umsetzung des Regelbetriebs in den Schulen ist weiterhin der Infektionsschutz für die gesamte Schulfamilie das oberste und dringlichste Ziel.“

Diese Wertigkeit widerspreche klar den obersten Bildungszielen, wie sie im Paragrafen 131 der bayerischen Verfassung formuliert sind. Zum anderen widerspreche es den Bildungszielen der UN-Kinderrechtskonvention, die von der Bundesregierung 2010 uneingeschränkt ratifiziert wurde.

Gemäß Rahmenhygieneplan sei von den Schülern unter anderem zu beachten:

  • das Berühren von Augen, Nase und Mund zu vermeiden,
  • auf Körperkontakt (z. B. persönliche Berührungen, Umarmungen, Händeschütteln) zu verzichten,
  • einen Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten.

Unbewusste Gesten wie das Berühren des eigenen Gesichtes seien schon für Erwachsene kaum zu kontrollieren, kritisieren die Fachärzte. Bei Kindern, denen diese Kontrolle noch schwerer fällt, führte das Verbot zwangsläufig zu Schuld- und Versagensgefühlen. Darüber hinaus bremsen die verordneten Verhaltensmaßregeln die Kinder in den ihnen „ureigensten zwischenmenschlichen Interaktionen und in ihrer sozialen Entwicklung“, was zwangsläufig zu schweren psychischen und sozialen Konflikten führe.

Umstrittene Alltagsmasken sind keineswegs immer harmlos

„In letzter Konsequenz nehmen sie den Kindern ihre Würde“, werfen die Ärzte der Regierung vor. Der schwerwiegendste Eingriff in die seelische Integrität der Schulkinder sei zweifelsohne die Maskenpflicht, die jetzt auch im Unterricht gelte. Dabei sei die Wirksamkeit der sogenannten „Alltagsmasken“ gegen die Ausbreitung respiratorischer Viren wie SARS-CoV-2 weiterhin hoch umstritten. Übersichtsarbeiten renommierter Wissenschaftler zweifeln die Wirksamkeit an.

Untersuchungen zu körperlichen und seelischen Nebenwirkungen der Masken hätten gezeigt, dass diese keineswegs immer harmlos seien. Insoweit nehmen die Fachärzte Bezug auf die einzige Übersichtsarbeit zu Masken bei Kindern aus dem Jahr 2011. Darin werden als mögliche Nebenwirkungen erhöhter Atemwiderstand, Wärme- und Feuchtigkeitsansammlung, CO2-Rückhaltung, Klaustrophobie und Angstzustände aufgeführt.

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„Gerade Kinder sind für eine zwischenmenschliche Kommunikation zwingend auf nonverbale Signale wie die Mimik des Gegenübers angewiesen. Die Behinderung des zwischenmenschlichen Austauschs durch Verdecken des Gesichts erschwert die Verständigung, verringert die Gesprächsbereitschaft und stört die emotionalen Beziehungen“, argumentieren die beiden Ärzte.

Ein normales Schulleben sei unter diesen Bedingungen nicht vorstellbar. Für viele Schüler werde der Schulalltag zur Qual. Aus ärztlicher Sicht könnten weder „Herz und Charakter“ gebildet werden, noch „die Persönlichkeit, die Begabung und die geistigen und körperlichen Fähigkeiten des Kindes voll zur Entfaltung“ gebracht werden.

Unverhältnismäßige Maßnahmen

Aufgrund der unwesentlichen Rolle, die Kitas und Schulen für die Verbreitung von COVID-19 spielen, seien die bisher ergriffenen und jetzt präzisierten Maßnahmen „unverhältnismäßig“. Der mehr als fragwürdige Nutzen der von Kindern getragenen „Alltagsmasken“ stehe in keinem vernünftigen Verhältnis zu der damit verbundenen Belastung und den möglichen Risiken.

Aus diesem Grund fordern die Ärzte von der Regierung die Abschaffung der Maskenpflicht, Abstandsregeln und Quarantänemaßnahmen. Schulklassen und Schulen sollen geöffnet bleiben.

Zudem sei eine komplette Überarbeitung des Rahmenhygieneplans im Sinne der obersten Bildungsziele der Bayerischen Verfassung, der UN-Kinderrechte und der WHO-Forderung nach oberster Priorität schulischer Bildung notwendig.

„Das Recht der Kinder auf Bildung muss uneingeschränkte Priorität haben“, so die Empfehlung der Experten.

 

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