Medien-Anwalt Ralf Höcker zieht vor Gericht und gewinnt Zitate-Streit gegen RBB

Epoch Times26. Juli 2019 Aktualisiert: 26. Juli 2019 15:11
Zusammengeschnittene Worte, entstellter Sinn. Ein RBB-Beitrag rückte Ralf Höcker, Pressesprecher der Werte Union, in AfD-Nähe. Doch das ließ der Rechtsexperte sich nicht gefallen.

Ein gekürztes Zitat, ein falscher Eindruck. In seinem Beitrag gab die Redaktion von „Kontraste“ trotz ausdrücklicher Anweisung des Medien-Anwalts Ralf Höcker dessen Worte nicht vollständig wieder. Ein Satz wurde derart beschnitten, dass er den Sinn völlig entstellt hatte. Damit wurde der Pressesprecher des Vereins Werte Union in die Nähe der AfD gerückt. Dabei gilt die Werte Union als konservativer Flügel der CDU.

Laut „Meedia“ hatte Höcker bereits vor der Ausstrahlung der Sendung den Verdacht geäußert, dass die RBB-Sendung „Kontraste“ einseitig berichten und möglicherweise seine Zitate aus dem Zusammenhang reißen würde. Der daraufhin erschienene Beitrag gab dem Anwalt Recht. Bezüglich seines Auftritts auf der „1. Konferenz der freien Medien“ der AfD im Bundestag,  gab „Kontraste“ Höckers Worte wie folgt wieder: „Meine Vorlesungen gegen Fake-News und für journalistische Ethik würde ich auch vor der Antifa halten. Wieso nicht vor rechten Bloggern … Was soll daran falsch oder AfD-nah sein?“

Der gesamte Wortlaut hieß tatsächlich:

Meine Vorlesung gegen Fake-News und für journalistische Ethik würde ich auch vor der Antifa halten. Wieso nicht vor rechten Bloggern und Journalisten? Ich habe darin AfD-Stargast Steve Bannon wegen seiner Schmutzkampagnen scharf kritisiert und an die Zuhörer appelliert, ‘journalistische Gutmenschen‘ zu sein. Was soll daran falsch oder AfD-nah sein?“

Die Sinnverfälschung, dass sich das Wörtchen „daran“ nicht auf die Vorlesungen vor der Antifa und rechten Bloggern bezieht, sondern auf den wesentlichen Satz, der einfach von „Kontraste“ gestrichen wurde, sah auch das Gericht laut „Meedia“ als erwiesen an. Es stimmte dem Antrag auf einstweilige Anordnung von Höcker zu. Und das obwohl der „RBB“ vorsorglich eine Schutzschrift beim Landgericht Berlin hinterlegt hatte. Diese sollte dazu dienen, die Einwendungen des Rechtsanwalts gegen die Kürzung seiner Worte im Keim zu ersticken. (sua)

 

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