Tausende Menschen auf Corona-Demos: Spaziergänge und Demonstrationen in vielen Städten

Epoch Times9. Mai 2020 Aktualisiert: 12. Mai 2020 18:56
Deutschlandweit haben am Wochenende tausende Menschen gegen die wegen der Corona-Pandemie verhängten Beschränkungen demonstriert.

Am Wochenende (9./10.5.) versammelten sich in vielen Städten Deutschlands Menschen zu einem „Spaziergang“ und Versammlungen gegen die Corona-Maßnahmen.

Wegen der Teilnahme an einem Spaziergang gegen übermäßige Corona-Auflagen in Gera ist der Thüringer FDP-Chef Thomas Kemmerich in die Kritik geraten. Kemmerich twitterte am Samstag über seine Teilnahme, es sei um „Verhältnismäßigkeit und einen Corona-Exit mit Maß und Mitte“ gegangen. Ministerpräsident Bodo Ramelow twitterte hingegen zu einem Foto, das Kemmerich in dem Protestzug zeigte: „Abstand halten oder Mundnasenschutzbedeckung? – Fehlanzeige! Vorbildfunktion? – Fehlanzeige!“

Die Demonstration war von einem Mitglied des örtlichen CDU-Wirtschaftsrats organisiert worden. Hunderte Menschen nahmen daran teil, der Unternehmer und Kemmerich hielten Ansprachen. Laut dem Mitteldeutschen Rundfunk nahmen an der Kundgebung auch AfD-Vertreter teil.

Platzverweise in Berlin

Mehr als tausend Menschen haben sich am Samstag wegen der scharfen Corona-Maßnahmen am Berliner Alexanderplatz versammelt. Zahlreiche skandierten Parolen wie „Wir sind das Volk“ oder „Freiheit, Freiheit“, wie eine AFP-Reporterin beobachtete. Laut einer Pressesprecherin gab es auch Flaschenwürfe auf Polizisten. Es wurden Platzverweise ausgesprochen.

Rund um den nahegelegenen Rosa-Luxemburg-Platz waren mehr als zehn Versammlungen angemeldet. Dort demonstrieren seit Wochen Menschen gegen die strengen Pandemie-Maßnahmen. An den Versammlungen dürfen jedoch laut der Corona-Verordnung jeweils nur maximal 50 Menschen teilnehmen.

Ebenfalls am Samstag hatten Dutzende Menschen bei einer Versammlung am Reichstagsgebäude teilgenommen, wobei es etwa 30 Festnahmen gab. Stadtweit war die Polizei am Samstag mit tausend Einsatzkräften unterwegs.

München: Acht Kundgebungen gegen Corona-Beschränkungen

In München versammelten sich nach Angaben der Polizei etwa 3000 Menschen am zentralen Marienplatz, um gegen die Corona-Auflagen zu demonstrieren. Da die Teilnehmerzahl deutlich höher gewesen sei als die angemeldeten 80 Teilnehmer, sei die Einhaltung des Mindestabstands zwischen den Demonstranten nicht möglich gewesen, teilte die Polizei München via Twitter mit.

Aufforderungen der Beamten per Lautsprecher, die Versammlung deshalb zu beenden oder zumindest auseinanderzurücken, kamen die Demonstranten den Angaben zufolge jedoch nicht nach. „Aus Verhältnismäßigkeitsgründen“ habe sich der Einsatzleiter aber gegen eine Räumung „der emotionalen, aber an sich friedlichen Versammlung“ entschieden.

In der Münchner Innenstadt fanden laut Polizei noch sieben weitere Kundgebungen gegen die Corona-Beschränkungen statt. Eine Versammlung mit Teilnehmern aus dem rechten Spektrum vor dem Rathaus sei aufgelöst worden, dabei seien die Personalien von 36 Demonstranten aufgenommen worden. Bei den Münchner Kundgebungen gab es sieben Festnahmen.

Corona-Demo auch in Stuttgart

Auch in Stuttgart fand eine Corona-Demo statt. Tausende Menschen versammelten sich. Einige zeigten Transparente und Schilder mit Slogans wie „Demokratie statt Merkels Diktatur“ und „Schlafen, konsumieren, gehorchen“. Die Stadt hatte die Teilnehmerzahl auf 10.000 Personen begrenzt, um die Einhaltung der Corona-Einschränkungen zu gewährleisten.

Von der Stuttgarter Polizei hieß es, die Großkundgebung der Initiative Querdenken 711 auf der Cannstatter Wasn mit mehreren tausend Demonstranten sei „größtenteils friedlich“ verlaufen. Zur Teilnehmerzahl der Demonstration unter dem Titel „Mahnwache für das Grundgesetz“ wollte die Polizei keine Angaben machen.

Weitere Demonstrationen: Bremen, Dortmund, Köln, Sachsen

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In Bremen beteiligten sich nach Polizeiangaben insgesamt rund 700 Menschen an verschiedenen Demonstrationen. Die Beamten leiteten mehrere Ermittlungsverfahren gegen Teilnehmer wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz ein.

In Dortmund löste die Polizei zwei nicht genehmigte Kundgebungen mit Lautsprecherdurchsagen auf. Unter die Teilnehmer hatten sich nach Erkenntnissen der Polizei Mitglieder der rechtsextremen Szene gemischt. Einer von ihnen schlug demnach gegen die Kamera eines Medienteams und verletzten einen Menschen leicht. Der 23-jährige Verdächtige, der schon zuvor einen Medienvertreter beleidigt habe, sei in Gewahrsam genommen worden.

In Köln zogen laut Polizei mehrere hundert Menschen, darunter auch Kinder, bei einer nicht angemeldeten Demonstrationen durch das Stadtzentrum. Ein Großteil der Teilnehmer habe Unbeteiligte aufgefordert, ohne Mundschutz in Geschäfte zu gehen.

Auch in Schwarzenberg, Plauen und in anderen sächsischen Orten fanden Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen statt.

In Schwerin demonstrierten nach Polizeiangaben 200 Menschen gegen die Corona-Auflagen, in Rostock 20 und in Gütersloh 50. Auch in mehreren thüringischen Orten fanden Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen statt.

Bei einer zunächst ordnungsgemäß abgehaltenen Demonstration in Nürnberg versammelten sich nach Polizeiangaben 2000 Menschen. Dabei habe der Mindestabstand nicht mehr eingehalten werden können, viele Teilnehmer hätten trotz der engen Platzverhältnisse keinen Mund- oder Nasenschutz getragen.

(dpa/afp/so/ks)

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