Bauernproteste in Paris am 27. November 2019.Foto: ERIC FEFERBERG / AFP) (Photo by ERIC FEFERBERG/AFP via Getty Images)

Bauern blockieren Paris mit mehr als 1000 Traktoren – Heuhaufen vor Nobelrestaurant abgeladen

Epoch Times27. November 2019 Aktualisiert: 27. November 2019 13:38
"Unsere Verzweiflung ist echt", betonte der Vorsitzende des Erzeugerverbandes FDSEA, Cyril Milard. "Wir bleiben so lange, wie es nötig ist." Auch in anderen Landesteilen wollten Landwirte auf die Straße gehen.

Einen Tag nach den Bauernprotesten in Berlin sind auch in Paris wütende Landwirte auf die Straße gegangen: Mit mehr als tausend Traktoren zogen französische Bauern am Mittwoch in die Hauptstadt. Sie blockierten den Verkehr unter anderem auf der Pariser Ringautobahn.

Ziel der Landwirte sind höhere Preise für Getreide und andere Produkte. Zudem protestieren sie gegen EU-Freihandelsabkommen etwa mit den Mercosur-Staaten, durch die sie sich benachteiligt fühlen. Die Landwirte verlangen ein Treffen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der auf die Forderungen bisher nicht reagiert hat.

Heuhaufen abgeladen

Vor dem Pariser Nobelrestaurant „Fouquet’s“ auf dem Boulevard Champs-Elysées luden Bauern Heuhaufen ab. „Unsere Verzweiflung ist echt“, betonte der Vorsitzende des Erzeugerverbandes FDSEA, Cyril Milard. „Wir bleiben so lange, wie es nötig ist.“ Auch in anderen Landesteilen wollten Landwirte auf die Straße gehen.

„Ich verstehe die Wut der Bauern“, sagte der französische Landwirtschaftsminister Didier Guillaume dem Radiosender Europe 1. Er warnte vor einer „Herabwürdigung“ der Erzeuger bei den bevorstehenden Preisverhandlungen mit dem Großhandel.

Die Landwirte beklagen auch zu weitreichende Umwelt- und Naturschutzvorschriften. Dagegen hatten am Dienstag tausende Bauern aus ganz Deutschland in Berlin demonstriert.

Frankreichs Bauern profitieren traditionell stark von den EU-Agrarsubventionen. Die EU-Kommission will die Ausgaben nach dem Brexit aber deutlich senken und stärker an ökologische und soziale Kriterien binden. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion