Der Strand "Playa de Formentor" auf der Insel Mallorca in Spain.Foto: iStock

Spanien: Nach Katalonien plant Mallorca strenge Maskenpflicht einzuführen

Epoch Times10. Juli 2020 Aktualisiert: 10. Juli 2020 10:51
Verschiedene Regionen in Spanien planen wegen der Wuhan-Lungenseuche eine äußerst strenge Maskenpflicht einzuführen.

Nach Katalonien wollen auch die bei deutschen Touristen sehr beliebten Baleareninseln aufgrund der Wuhan-Lungenseuche eine äußerst strenge Maskenpflicht einführen.

Der Beschluss mit den Details werde noch erarbeitet und solle am Montag in Kraft treten, teilte die Regionalregierung in Palma mit. Auf Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera werden somit alle Menschen in der Öffentlichkeit selbst dann Mund- und Nasenschutz tragen müssen, wenn der Sicherheitsabstand gewahrt werden kann.

Laut der Regierung werden Pools und Strände von der Maskenpflicht ausgenommen sein. Auch in Bars, Cafés und Restaurants wird man keinen Mund- und Nasenschutz tragen müssen, solange gegessen und getrunken wird. Bei privaten Zusammenkünften wird voraussichtlich nach eine Obergrenze von 70 Personen im Freien und 30 Personen in geschlossenen Räumen gelten. Die Details der Verordnung stehen noch nicht endgültig fest. In der Mitteilung der Regionalregierung werden zum Beispiel sportliche Aktivitäten nicht erwähnt.

Anders als in Katalonien, wo in einigen Gebieten Neuausbrüche des KPCh-Virus (SARS-CoV-2) verzeichnet wurden, gab es bisher auf den Balearen keine deutliche Zunahme der Infektionen. Mit der Maßnahme werde auf die zunehmende Nachlässigkeit eines Teils der Bevölkerung beim Einhalten der Vorsichtsmaßnahmen reagiert, hieß es. Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht soll nach Medienberichten ein Bußgeld von 100 Euro fällig werden.

Hunderte Feiernde auf Partys ohne Beachtung der Abstandsregel

Auf den Inseln, insbesondere auf Mallorca, hatte es in den vergangenen Tagen immer mehr Partys gegeben, an denen zum Teil mehr als hundert Feiernde ohne jede Beachtung der Abstandsregeln teilgenommen haben sollen. Zwischenfälle waren nach Berichten von Medien unter anderem in Kneipen und in Parks registriert worden.

Nach dem derzeit für ganz Spanien im Rahmen der „neuen Normalität“ gültigen Dekret der Madrider Zentralregierung gilt eine Maskenpflicht im Freien nur dann, wenn ein Abstand von mindestens eineinhalb Metern nicht eingehalten werden kann.

Spanien ist mit knapp 28.400 Corona-Toten und 250.000 Infizierten eines der in Europa am schwersten vom KPCh-Virus getroffenen Länder. Landesweit sind die Zahlen jedoch seit Mitte Mai stark gesunken. (dpa)


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