Von radikalen Muslimen enthauptete Studentin setzte sich gegen Islamophobie ein

Der Tod zweier skandinavischer Wanderinnen, die im Atlas-Gebirge unterwegs waren, erschütterte die Welt. Nun wurde bekannt, dass sich eines der Opfer gegen Islamophobie einsetzte.
Titelbild
Polizeikräfte in Imlil, einem touristischen Bergdorf im Atlas-Gebirge, in dessen Nähe die Leichen der zwei Studentinnen gefunden wurden.Foto: FADEL SENNA/AFP/Getty Images
Epoch Times26. Dezember 2018

Über die zwei in Marokko getöteten skandinavischen Studentinnen (24, 28) werden immer mehr Details bekannt. So soll eines der Opfer, die 28-jährige Maren Ueland aus Norwegen, vor einigen Jahren ein Video auf Facebook veröffentlicht haben, das vor Islamophobie warnte.

Der Titel des Videos: „Beurteile niemals Menschen nach ihrem Äußeren.“

Hauptverdächtige sind IS-Anhänger

Nur kurze Zeit nach der Unterzeichnung des UN-Migrationspaktes im marokkanischen Marrakesch erschütterte die Nachricht über zwei ermordete junge Wanderinnen aus Dänemark und Norwegen im Atlas-Gebirge, am Fuß des bei Wanderern beliebten Berges Toubkal, die Welt.

Der Fundort liegt Nahe Imlil einem touristischen Bergdorf nur 70 Kilometer südlich von Marrakesch. Es wurden bereits mehrere Verdächtige festgenommen. Die vier Hauptverdächtigen nahm man in Marrakesch fest. Sie sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Treue geschworen haben.

Auf die zwei Opfer sei eingestochen und ihre Kehlen durchgeschnitten worden. „Anschließend wurden sie enthauptet“, erklärt Abdelhak Chiam, Leiter von Marokkos zentraler Strafermittlungsbehörde BCIJ, der Nachrichtenagentur AFP

Beileidsbekundungen an verschiedenen Orten in Marokko

In Rabat, der marokkanischen Hauptstadt, versammelten sich vor der norwegischen und dänischen Botschaft Einheimische, um den beiden Opfern zu gedenken.

Auch im südmarokkanischen Imlil, wo die beiden Wanderinnen tot aufgefunden wurden, gab es Beileidsbekundungen.

„Wir verurteilen dieses abscheuliche Verbrechen und sprechen den Angehörigen unsere tiefe Anteilnahme aus“, soll es dort auf einem der Transparente geheißen haben, berichtet der „Merkur“.

Mancher Marokkaner befürchtet, dass das Verbrechen sich auf den Tourismus, eine wichtige Einnahmequelle für das Land, auswirken wird. (er)



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