Warum flog MH370 stundenlang auf Autopilot? Mögliche Erklärungen

Epoch Times29. Juni 2014 Aktualisiert: 29. Juni 2014 11:32

Das vermisste malaysische Flugzeug MH370 flog nach Einschätzung der Ermittler stundenlang auf Autopilot, bevor es im südlichen Indischen Ozean abstürzte. Noch immer wurden keine Wrackteile gefunden, die die Absturzthese belegen. Noch immer fehlt jede Spur von der Maschine, die am 8. März auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking auf mysteriöse Weise verschwand. An Bord von MH370 waren 239 Menschen, darunter rund 150 Chinesen. Speziell in China glaubt die Bevölkerung im Fall von MH370 hartnäckig an eine politisch motivierte Entführung des Flugzeugs.

Das sagen die Ermittler:

Es sei davon auszugehen, dass jemand den Autopiloten eingeschaltet habe, so der Chef der australischen Verkehrssicherheitsbehörde, Martin Dolan, laut der FAZ. In einem neuen Bericht der australischen Behörde wird davon ausgegangen, dass Besatzung und Passagiere von MH370 ab einem bestimmten Zeitpunkt womöglich „nicht ansprechbar“ waren, was auf eine Sauerstoffunterversorgung zurückführbar wäre, wie sie bei einem Druckabfall in der Kabine passieren kann. Möglicherweise waren also alle Menschen an Bord bewusstlos, als das Flugzeug über den Indischen Ozean in einer geraden Linie weiterflog und schließlich wegen Treibstoffmangels abstürzte, so die These.

Der Autopilot sei vom Piloten möglicherweise eingeschaltet worden, nach dem es im Flugzeug zu Problemen kam.

Autopilot wegen Feuer eingeschaltet?

Auch Rauchentwicklung in der Kabine hätte Crew und Passagiere in einen handlungsunfähigen Zustand versetzten können. Ein Pilot hatte kurz nach dem Verschwinden von MH370 die Vermutung geäußert, dass ein Feuer an Bord den plötzlichen Kurswechsel und den Kommunikationsabbruch erklären könnte: Er meinte, der Pilot von MH370 habe möglicherweise die Maschine gewendet, um sie schnellstmöglich am nächsten Flughafen in der Nähe zu landen und dieser Rettungsversuch sei dann leider fehlgeschlagen.

Was die Verschwörungs-Theorien um MH 370 bis heute anheizt: Das Flugzeug verschwand ausgerechnet an der Schnittstelle des malaysischen und vietnamesischen Luftraums vom Radar. Also genau in dem Moment, in dem eine Entführung am wenigsten bemerkt werden würde, weil das Ab- und Anmelden von einem Tower zum nächsten immer etwas dauert.

Hatte MH 370 den Autopilot mit Fernsteuerung?

Die Website MMNews brachte nun die Autopilot-Erkenntnisse der Ermittler mit der Entführungs-These zusammen. Denn was wenig bekannt ist: Boeing besitzt seit 2006 ein Patent auf das Flugzeugsteuerungssystem "Uninteruptible Auto Pilot System". Dieses System wurde speziell zur Terrorabwehr entwickelt. Es bietet die Möglichkeit, einen Jet notfalls vollständig von Außen zu steuern, damit weder ein von Entführern bedrohter Pilot, noch eventuelle Kidnapper mit Pilotenausbildung die Möglichkeit haben, ein Flugzeug von seinem Kurs abzubringen.

Das System kann unabhängig von den normalen Steuerrungssystemen eines Jets von Außen eingeschaltet werden und soll sicheres Weiterfliegen und sogar Landen ermöglichen. Falls in der Boeing 777 von Flug MH 370 diese Technik eingebaut war, wäre es theoretisch möglich, dass das Flugzeug per Computerfernsteuerung von Außenstehenden entführt wurde, die nicht mal an Bord waren. (rf)

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