Hannover 96 trotz 3:0-Siegs nicht mehr zu retten

Epoch Times11. Mai 2019 Aktualisiert: 11. Mai 2019 17:40
Hannover 96 muss zum sechsten Mal in seiner Vereinsgeschichte aus der Fußball-Bundesliga absteigen. Der bisherige Tabellenletzte gewann am Samstag sein letztes und auch bestes Heimspiel dieser Saison mit 3:0 (1:0) gegen den SC Freiburg.Da aber…

Hannover 96 muss zum sechsten Mal in seiner Vereinsgeschichte aus der Fußball-Bundesliga absteigen. Der bisherige Tabellenletzte gewann am Samstag sein letztes und auch bestes Heimspiel dieser Saison mit 3:0 (1:0) gegen den SC Freiburg.

Da aber zeitgleich auch der VfB Stuttgart auf Rang 16 mit 3:0 gegen den VfL Wolfsburg siegte, können die 96er den Relegationsplatz am letzten Spieltag nicht mehr erreichen. Die Tore von Waldemar Anton (39.), Ihlas Bebou (51.) und Walace (81.) kamen für eine Rettung zu spät.

Hannovers Trainer Thomas Doll versuchte vor 38.100 Zuschauern alles, um die Hoffnung auf den Klassenerhalt noch einmal für mindestens eine Woche am Leben zu erhalten. Zum ersten Mal in seiner Zeit als 96-Coach durfte er seinen besten Offensivspieler Ihlas Bebou aufstellen, der wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel fast ein halbes Jahr pausieren musste. Zum ersten Mal seit August 2017 stand auch Edgar Prib in der Startelf, der zweimal nacheinander einen Kreuzbandriss im Knie erlitt. Und auch Niclas Füllkrug wurde erstmals nach seiner Knieoperation im Dezember zumindest eingewechselt.

Vor allem die Rückkehr von Bebou hatte eine große Wirkung auf das 96-Spiel. So viele gelungene Kombinationen und auch klare Torchancen wie gegen erschreckend schwache Freiburger waren zuvor in keinem der 16 vorangegangenen Heimspiele dieser Saison zu sehen.

Schon bevor der U21-Nationalspieler Anton kurz vor das Pause das erlösende 1:0 köpfte, hätte Hannover mehrfach in Führung gehen müssen. In der 25. Minute kam Prib im Strafraum zum Schuss. In der 31. Minute schoss Bebou nach einem schönen Konter freistehend über das Tor. Und nur eine Minute später scheiterte der zweite Stürmer Hendrik Weydandt an Freiburgs Torwart Alexander Schwolow.

Mit zwölf Torschüssen in nur einer Halbzeit stellten die Niedersachsen ausgerechnet am Tag ihres Abstiegs eine Bestmarke für diese Bundesliga-Saison auf. Hannover mit Bebou und Hannover ohne Bebou – das macht einen großen Unterschied.

Freiburgs Leistung bewegte sich dagegen an der Grenze zur Wettbewerbsverzerrung. Defensiv liefen die längst geretteten Gäste den 96ern nur hinterher. Und in der Offensive ließen sie die wenigen Kontergelegenheiten, die sich durch Hannovers Dauerdruck fast zwangsläufig ergaben, geradezu kläglich liegen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit fielen die Tore zum 2:0 für Hannover und zum 2:0 für Stuttgart innerhalb kurzer Zeit. So wussten die Zuschauer auf der Tribüne und bald darauf auch die Spieler auf dem Rasen, dass die starke Leistung gegen Freiburg mit großer Wahrscheinlichkeit bedeutungslos sein würde.

Hannovers Offensivdrang erlahmte dadurch ein wenig. Und auch im Stadion kehrte abgesehen vom harten Kern des Fanblocks vorübergehend Stille ein. Richtig laut wurde es noch einmal, als der überragende Bebou in der 79. Minute ausgewechselt wurde und der so oft enttäuschende Walace kurz darauf sein erstes Saisontor schoss. So bekam eine sportlich desaströse Saison für 96 zumindest im eigenen Stadion noch ein halbwegs versöhnliches Ende. (dpa)

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